Abschied von einem Narzissten
Ich habe gedacht, ich warte auf einen Freund.
Ich habe gedacht, ich sei dir wichtig.
Aber ich habe mich geirrt.
Du hast mich umgarnt, mir Nähe gezeigt, Zuneigung gegeben – nur um mich dann fallen zu lassen, als hättest du bekommen, was du wolltest.
Und heute weiß ich: Du bist ein diagnostizierter Narzisst. Plötzlich macht alles Sinn.
Du hast mich fasziniert, mich durchschaut, mir genau das gegeben, wonach ich mich gesehnt habe – Nähe, Vertrauen, das Gefühl, gesehen zu werden. Doch das war nur die Maske. Sobald ich offen und ehrlich war, warst du weg. Als hätte ich nie etwas bedeutet.
Und dann nennst du mich „obsessed“.
Nur weil ich ehrlich war.
Nur weil ich zugehört habe.
Nur weil ich dich ernst genommen habe.
Ich hasse mich dafür, dass ich dachte, ich sollte warten. Dass ich dachte, du wärst echt. Dass ich dachte, es gäbe da eine Freundschaft, die mehr wert ist als dein Ego.
Aber ich habe dazugelernt.
Ich sehe dich jetzt klarer.
Und ich gehe. Nicht, weil ich will – sondern weil ich muss.
Das hier ist mein letzter Eintrag über dich.
Das letzte Mal, dass du meine Gedanken bekommst.
Ich war zu gut für dich. Und du hast das nie erkannt.