Stefan George & Friedrich der Staufer
Stefan George sah in Friedrich II. von Hohenstaufen den Inbegriff eines Herrschers, der Macht und Geist vereinte. In seinem Werk Der Staufer (1927) erhob er Friedrich zum Symbol einer vergangenen Größe, die er als Gegenbild zur modernen Welt verstand. George beschreibt ihn als „verwandler der welt“, als Kaiser, der nicht nur politisch, sondern auch geistig und ästhetisch wirkte. Besonders faszinierte ihn Friedrichs Verbindung von Herrschaft und Kultur – seine Förderung der Wissenschaften, seine Dichtung und sein berühmtes Falkenbuch (De arte venandi cum avibus).
Für George war Friedrich II. weniger eine historische Figur als ein mythischer Spiegel seiner eigenen Ideale: aristokratische Strenge, geistige Herrschaft und die Einheit von Schönheit und Macht. In dieser Verehrung schuf George eine geistige Linie, die von den Staufern bis zu seiner eigenen Dichtung reichte.















