Kino Chaos Theatiner Filmkunst
An einem Sonntagmorgen im August bei schlechtem Wetter gibt es nicht so richtig viel zu tun in München. Daher haben eine Menge Leute beschlossen, den ersten Film des Tages im Theatiner Filmkunst Kino anzuschauen. Die Onlinereservierung verfällt laut E-Mail 15 Minuten vor Filmbeginn. Leider öffnen sich da erst die Türen zum Kino. Daher herrscht große Aufregung in den langen Schlange der Wartenden vor den Türen. Jeder Neuankömmling möchte nach vorne, um seine Reservierung zu retten, und wird von den anderen Wartenden darauf hingewiesen, dass sie ebenfalls reserviert hätten. Es geht nur langsam vorwärts, denn an der Kasse gibt es eine ausgedruckte Liste mit Reservierungen. Diese werden dann mit einem Bleistift einem Sitzplatz im Kino Sitzplan zugewiesen. Der Sitzplatz wird auf der Rückseite des Ticket mit notiert. Auf der Frontseite ist nur eine ungefähre Angabe über mehrere Reihen aufgedruckt.
Als wir endlich im Kinosaal ankommen, ist das Licht schon aus, es läuft Werbung. Im Dunkel sind die schwarzen Nummern auf Messingschildern nicht ohne Taschenlampenhilfe zu erkennen. Als wir die Plätze finden, sind sie schon besetzt mit Menschen, die glauben, dass es freie Platzwahl gebe. Als wir sie bitten, die Karten umzudrehen, erkennen sie das Problem und weichen.
Möglichweise funktioniert das System mit der üblichen Anzahl an Besuchern italienischer OmU Filme besser, aber an diesem Sonntagmorgen hat es für viel Aufregung und Lacher gesorgt.