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Freeriden in KitzbĂŒhel â 5.000 unvergessliche Höhenmeter
Die KitzbĂŒhler Alpen gehören wohl zu den besten Freeride-Destinationen in Ăsterreich. Kurze Aufstiege und lange Abfahrten zeichnen KitzbĂŒhel als Freeride-Mekka aus. Zwischen Pass Thurn und Fieberbrunn findet man unzĂ€hlige Powder-Abfahrten und feine Tree-Runs. Geoff aus Connecticut und Martin aus Wolfurt haben ĂŒber woosp einen Freeridetag mit Toni von der Alpinschule Rock`n Roll gebucht.
Bei blauem Himmel und strahlender Sonne treffen wir um 9.00 Uhr Toni bei der Talstation der GrabstĂ€ttbahn in Jochberg (Tirol). Toni ĂŒbergibt noch den bestellten Leihrucksack mit LawinenverschĂŒttetensuchgerĂ€t (LVS), Schaufel und Sonde. Nach einem kurzen Check der AusrĂŒstung geht es los.
Mit der GrabstĂ€ttbahn und der Talsenbahn geht es hinauf auf gut 1.700m. Oben bei der Bergstation gleich links durch ein kurzes WaldstĂŒck und schon wartet ein langer nicht allzu steiler Hang auf uns, den die Morgensonne bereits in ein wunderbares Licht hĂŒllt. Mit einem lauten âauf gehtâsâ legen wir los und ziehen unsere Lines in den nahezu unverspurten Tiefschnee. Der Schneefall der vergangenen Nacht hat die alten Spuren fast zur GĂ€nze verdeckt. Durch leichten lockeren âChampagne Powderâ gleiten wir mit unseren Freeride-Ski ins Tal.
Nach 4 Abfahrten eine kurze Pause mit einem schnellen Kaffee und Powerbar in der BĂ€renbadhĂŒtte fahren wir zum 2000er Lift in Richtung Pass Thurn ab. Auch hier finden wir noch unverspurte HĂ€nge. Immer wieder bleiben wir stehen, um das Panorama zu genieĂen, ein Foto zu machen oder auch nur, um wieder zu Atem zukommen.
Am Ende des Tages haben wir ĂŒber 5.000 Höhenmeter geschafft und einen unvergesslichen Skitag bei Traumbedingungen hinter uns. Toni hat uns mit der Sicherheit eines erfahrenen BergfĂŒhrers zu immer wieder neuen abwechslungsreichen Runs gefĂŒhrt. Eine Neuauflage dieses gemeinsamen Skitages ist bereits vereinbart.
Mach es wie Geoff und Martin und gönne dir einen unvergesslichen Tag mit einem Freeride-Guide. Die besten Guides der Alpen findest du auf woosp.me
Nur jeder 4te Freerider ist richtig vorbereitet
Tiefschneefahren ist mehr als Sport, es ist eine Lebenseinstellung. Nur die meisten Skifahrer die abseits der Pisten unterwegs sind, haben keine Ahnung von den Gefahren, die dort warten. Gefahren und Risiken werden ausgeblendet. Das zeigt eine aktuelle Studie des Kuratoriums fĂŒr Verkehrssicherheit (KFV).
âDurchschnittlich gibt es in Ăsterreich jĂ€hrlich rund 1.000 UnfĂ€lle die sich abseits der gesicherten Bereiche ereignen. Lawinen stellen hierbei ein hohes Risiko da. 23 Menschen sterben im Durchschnitt pro Jahr durch Lawinen. Dabei wĂ€ren viele der tödlichen UnfĂ€lle, die sich abseits der gesicherten Bereiche ereignen, vermeidbar. Mangelnde Kenntnis und SelbstĂŒberschĂ€tzung sind einmal mehr Unfallursache Nummer Eins. Der gröĂte Risikofaktor ist der Menschâ, erklĂ€rt DI Klaus Robatsch, Leiter des Bereiches PrĂ€vention im KFV.
 53 Prozent der Befragten haben keine Ahnung von Lawinen-Warnstufen
Mehr als die HĂ€lfte der Befragten (53 Prozent) wissen nicht, was die unterschiedlichen Lawinen-Warnstufen bedeuten und wie man sich dabei verhalten sollte.
41 Prozent fĂŒhren nie oder nur gelegentlich ein LVS-GerĂ€t mit
Mehr als 40 Prozent (41,1 Prozent) der Befragten gab an, nie oder nur gelegentlich ein LawinenverschĂŒttetensuchgerĂ€t (LVS) mitzufĂŒhren. 53 Prozent der Befragten geben an, keine Erfahrung in der Bedienung des LVS GerĂ€tes zu haben bzw. nur eine einmalige Einschulung damit gemacht zu haben. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Personen im Ernstfall keine Kameraden-Hilfe leisten können.Â
45 Prozent der Freerider glauben eine Handyortung ist ohne Mobil-Netzanbindung via Satellit möglich.
Besonders fatal: 45 Prozent (44,9 Prozent) der befragten Freerider sind der Fehlmeinung, dass eine Handy-Ortung im Falle eines Notfalles ohne Mobil-Netzanbindung via Satellit möglich ist. Alternativen zum Mobiltelefon, um Hilfe anzufordern, sind nur wenigen Befragten bekannt.Â
Nur 25 Prozent der Befragten kennen das Alpine Notsignal
Nur 25 Prozent der Befragten geben an das Alpine Notsignal zu kennen. Die meisten Freerider haben noch nie einen Lawinenkurs absolviert, genauso wie einen Kurs zur richtigen Handhabung der GerĂ€te. Dabei bietet der Ăsterreichisches Alpenverein in Verbindung mit den BergsteigerschulenÂ ĂŒber 1.000 Lawinenkurse jĂ€hrlich an.
 Freeride-Checkpoints in den Skigebieten
Der Tourismus und die Bergbahnen reagieren bereits auf diese Situation. Immer mehr Freeride-Checkpoints werden in den Skigebieten aufgestellt, die ĂŒber die aktuelle Wetter-, Routen-, Schnee- und Lawinensituation informieren.
Source: KFV.at, Pic © Skigastein.com