Abbildung: Spiegel (1. H. 18. Jh.), Albuminpapier montiert, nicht identifizierter Fotograf (Galleria Sangiorgi, Rom), um 1900, 26 x 13,7 cm (Karton), Inv. Nr. 615786, Abt. „Kunstgewerbe“ der Photothek, Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut. (via)
F.S.: “Man ist versucht zu sagen, dass Bild und Spiegel in ihrer Darstellungsfunktion sich ausschließen würden, das Bild sei ein reines Speichermedium, der Spiegel ein reines Übertragungsmedium. Aber natürlich ist es komplizierter, weil ein Spiegel wie alles ja nichts an sich macht, er braucht schon Text, er muss schon technisch genutzt werden, um spiegeln zu können, er braucht ein Subjekt, dass sich vor ihn stellt und ihn sich vorstellt und das was er macht, wenigstens implizit braucht das Subjekt eine tacit knowledge um das Spiegeln wahrzunehmen, und so läuft im Spiegel schon etwas Symbolisches und Imaginäres mit. So rein kommt weder das Speichermedium noch das Übertragungsmedium vor.“















