Ă1 Klassik Treffpunkt im Essl Museum
Live aus dem Essl Museum in Klosterneuburg. GĂ€ste: Neo Rauch und Rosa Loy. PrĂ€sentation: Otto Brusatti http://oe1.orf.at/programm/282944 Ganz aktuell lĂ€uft seit gestern die Ausstellung "Hinter den GĂ€rten" im Essl Museum, wo die beiden ausstellenden KĂŒnstler Neo Rauch und Rosa Loy sowie Otto Brusatti und der Ă1 Klassik-Treffpunkt heute zu Gast sind.Â
Beide KĂŒnstler werden der Neuen Leipziger Schule zugeordnet, sind seit 1985 miteinander verheiratet und bilden seit langem ein erfolgreich kooperierendes Malerpaar mit jeweils ganz souverĂ€nem Charakter. Sie schaffen jeweils ein eigenstĂ€ndiges Oeuvre, das einerseits aus der Unterschiedlichkeit und andererseits aus den Gemeinsamkeiten genĂ€hrt wird. Als arbeitendes Paar dokumentieren sie, wie die KrĂ€fte des MĂ€nnlichen und des Weiblichen erfolgreich miteinander verwoben werden können. Neo Rauch wurde 1960 in Leipzig geboren. Er studierte an der Hochschule fĂŒr Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink und Bernhard Heisig. Neo Rauch lebt in Leipzig und ist in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigen jĂŒngeren deutschen Maler geworden. In den GemĂ€lden von Neo Rauch verbinden sich Elemente der Werbegrafik, des Sozialistischen Realismus und des Comics. Rauchs zumeist groĂformatige Werke sind surreal erstarrte Alltagsszenen. Sie sind gekennzeichnet durch verschiedene unverbundene, collageartige HandlungsstrĂ€nge und zeugen von groĂer ErzĂ€hlkraft des Malers. Rosa Loy wurde 1958 in Zwickau geboren und begann erst nach Studium und TĂ€tigkeit als Diplom-Gartenbauingenieurin ihr Studium an der Hochschule fĂŒr Grafik und Buchkunst in Leipzig, das sie 1990 mit einem Diplom bei Professor Rolf Felix MĂŒller abschloss. Sie gehört zu den Malerinnen Deutschlands, die sich mit dem Mysterium der Frau, der neuen Weiblichkeit und der neuen Romantik beschĂ€ftigen. Die Romantik hat eine groĂe Tradition in der sĂ€chsischen Malerei. Rosa Loy bringt den Mut auf, Weiblichkeit und Schönheit in ihre figurative Malerei zu integrieren und bietet eine mehrschichtige Deutung ihrer Arbeiten an. Besonderes Interesse hat sie an ĂŒberliefertem Wissen der Frauen und der damit verbundenen Mysterienschule.









