Ensingen Part Two

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Ensingen Part Two

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Ensingen Part Four
Ensingen Part Three
Ensingen Part One
"Au Temps des Cathédrales : L’Epoque Gothique" documentaire de Günther Klein, décembre 2020.

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"Le Défi des Bâtisseurs - La Cathédrale de Strasbourg" documentaire de Marc Jampolsky (2012), décembre 2020.
Von Illingen nach Illingen – eine verirrte Rundwanderung
Manchmal drängt es selbst mich Wandermuffel hinaus ins Grüne, allerdings dürfen es für mich gerne die einfachen Routen ohne allzu viele oder allzu steile Anstiege sein. Da kommt die Rundwanderung von Illingen über Ensingen, den Eselsberg, den Burgberg und dann am Sulzbach entlang zurück nach Illingen gerade recht.
Los geht es entweder direkt am Bahnhof oder – wenn man mit dem Auto nach Illingen fährt – an der Alten Ölmühle, die nur ein paar Schritte entfernt ist. Von dort hält man sich grob Richtung Norden, bis man auf die Gündelsbacher Straße trifft (Orientierungspunkt ist hier das „Café kommod“, aber dazu später mehr). Dieser folgt man bergauf (sehr moderat bergauf – nicht mal ich Wandermuffel bin da ins Keuchen gekommen), bis man aus Illingen heraus und in den Wald hineinkommt – immer geradeaus.
Nach fünf Schritten im Wald kommt eine erste Wegkreuzung – und hier offenbart sich, was den ganzen Weg für mich zum Abenteuer gemacht hat – die Wanderwegsmarkierung (für den Hauptwanderweg 5 und den Weinwanderweg) ist immer da zu finden, wo es ohnehin keine Abzweigungen gibt, während man an Kreuzungen vergeblich nach Hinweisen sucht. Ich halte mich da immer an das bewährte Konzept „Immer der Nase nach“ - also geradeaus. Das ist hier auch goldrichtig. Ein kleines Stückchen weiter führt der Weg in einer Linkskurve an einer Bank vorbei – aber auch hier ist „geradeaus“ der richtige Weg. Er führt zu einer Fußgängerbrücke über Eisenbahngleise und dann auf der anderen Seite wieder in den Wald hinein (auch hier übrigens: Wandermarkierungen Mangelware, aber wenn man sich grob rechts hält, kann man sich nicht verirren). Sobald man aus dem Wald herauskommt, blickt man auf wunderschöne Obstbaumwiesen.
Der Weg führt am Waldrand entlang – links herum ein Stück länger, dafür am Glattbach entlang, rechtsherum etwas kürzer – bevor man jedoch ganz nach Ensingen hineinläuft, geht es links ab, Richtung Weingut Walz. Auf beiden Wegen kommt man früher oder später am Schützenvereinshaus vorbei. Nach einem kleinen Schlenker durch den westlichen Ausläufer von Ensingen geht es an mit Wein bepflanzten Hängen bergauf, allerdings in sehr freundlichen, langsam ansteigenden Serpentinen. Schon ab halber Höhe kann man hier wunderbare Ausblicke auf Ensingen, Illingen und das Umland genießen, ehe es wieder in den Wald hinein geht, hinauf auf den Eselsberg. Nach einigen Wegwindungen kommt man zum Turm, dort gibt es sonntags und an Feiertagen einen Imbiss und an jedem Tag eine schöne Aussicht vom Turm herunter. Westwärts führt auf dem Berggrat entlang ein sehr schöner, breiter Trampelpfad (der sich aber bei feuchter Witterung schnell in einen Schlammweg verwandelt). Rechts und links blitzen zwischen den Bäumen immer wieder schöne Ausblicke durch. Gelegentlich gibt es kleine Senken, ansonsten aber bleibt man die ganze Zeit auf der Höhe – bis man zum Burgberg kommt, dort geht es einmal auf Straßenniveau hinunter und dann den Berg wieder hinauf, was ich mir aber witterungsbedingt (der Weg war wirklich nirgends mehr fest, alles aufgeweicht und schlammig) dieses Mal gespart habe. Stattdessen bin ich ein Stück die Straße entlang, dem Radweg folgend, um dann wieder auf der anderen Straßenseite in den Wald und Richtung Illingen zurück zu laufen.
Geht man den Weg vom Burgberg aus, kann man auch noch einen Abstecher über Mühlacker machen. So aber führt der Weg durch ebenes Waldgebiet, noch einmal über die Straße und dann sehr hübsch an einigen kleinen Seen und dem Sulzbach entlang. Gleich am oberen See gibt es außerdem einen Trimmdich-Spielplatz, der vermutlich zum Kletterwald Illingen gehört, an dem nicht nur Kinder ihre Freude haben. Ab hier folgt man der Wegmarkierung, die einen roten Kreis auf weißem Rechteck zeigt. Gemütlich führt der Weg wieder aus dem Wald heraus, an ein paar Obstbaumwiesen entlang und schließlich sieht man schon wieder die ersten Ausläufer von Illingen. Der Weg macht noch einmal einen scharfen Knick nach links und man landet wieder an der Gündelsbacher Straße, der man zurück in den Ortskern folgt. Wer möchte, kann dann noch im „Café kommod“ einkehren und sich nach Belieben mit Kaffee, Kuchen, Torte oder Eis belohnen.
Der Weg ist – bei trockener Witterung – angenehm leicht zu bewältigen und durchaus auch für Buggys und robustere Kinderwagen geeignet. Man findet ihn auf der Wanderkarte 517, „Heilbronn“, 1:50.000, vom Landesvermessungsamt Baden-Württemberg.Sie ist i.d.R. bei uns vorrätig oder kann hier bestellt werden
Text und Bilder: Kati Fräntzel