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Pour se soigner en terrasse ou dans la fraîcheur d’un intérieur cosy, le « doc » dijonnais de la rue Musette a de bien bonnes ordonnances. Sur la base d’appétissants accords mets-vins, Dr Wine nous donne trois bonnes raisons de venir consulter.
Par Alexis Cappellaro
Pour Dijon-Beaune Mag #70
Photos : Christophe Remondière
Tant pis pour la ministre de la santé Agnès Buzyn : à Dijon, on peut se…
Aus dem Dornröschenschlaf wachküssen - eine Replik
Im Burgund will man gar keinen “typischen Pinot” erzeugen. Die dortigen Ansprüche sind ganz anders. Dies hält Hermann Kratz, Burgund-Experte und -Händler aus Grafschaft in der Voreifel (D) fest. Er hat auf unseren Artikel “Burgunder génériques gegen den Rest der Welt” reagiert. Hier sein Beitrag:
“Da ich zumindest drei dieser "weniger reifen" Burgunder sehr gut kenne, ein paar Anmerkungen zum flotten Verkosten, wo man von "wissenschaftlicher Expertise" nichts wissen will, gleichzeitig aber der Internet-Gemeinde meint nachweisen zu können, daß "typischer" Pinot schon öfter eher aus der Schweiz stammt. Das beißt sich übrigens - logisch. Oder geht es nur um etwas Aufmerksamkeit ?
Das zentrale Thema scheint ja weniger das tatsächliche Degustieren der Weine, also ihr Erfassen zum gegebenen Zeitpunkt, zu sein, sondern die Frage nach dem "typischen Pinot"
Missverständnis bei der Verkostung
Da beginnt aber das Mißverständnis der Verkostung. In Burgund will man gar keinen "typischen Pinot" erzeugen, und es geht in gar keinem Fall, wie hier einmal ausgeführt, um das Ideal einer Produktion von "süssen, parfümierten" Weinen.
Was die Jungs in Burgund seit Jahrhunderten vielmehr festgestellt haben ist, daß diese Rebsorte des Pinot Noir extremst wandelbar gemäß ihrer jeweiligen Herkunft ist. Den Geschmack des Pinot gibt es nicht, der Pinot ist vielmehr, wie Aubert de Villaine (DRC) richtig sagt, ein Chamäleon, er unterwirft sich den Besonderheiten der Lage.
Rebsorte ist blosses Vehikel
Typischen Pinot zu suchen, unterstellt also, daß es bei der Weinerzeugung darum gehen müßte, einer Vorstellung von einem Rebsortencharakter nachzukommen. Einen simplen Rebsortenwein will aber Burgund - noch einmal - gar nicht erzeugen. Es will vielmehr die climats, die Lagen, also die Vielfalt der Natur, aufscheinen lassen. Die Rebsorte ist da bloßes Vehikel nicht mehr. Ein ganz anderer Anspruch.
Was die Beschreibungen der Weine von Mortet, Pataille und Mugneret angeht, so ist es dann evident, daß den Weinen nicht die erforderliche Präparation (4 bis 5 Stunden vorher zu öffnen, im Fall Mortet ist ein Tag Öffnung nicht schlecht) zuteil wurde.
Sauerstoff her!
Was hier als "weniger reif" verstanden wird, ist die normale Reserviertheit von Weinen, die gerade nicht zu prononcierter Süße gepusht worden sind (was önologisch einfach ist zu produzieren!), sondern reduktiv ausgebaut wurden, die also Sauerstoff brauchen, um aus ihrem Dornröschenschlaf (Faß/Flasche) aufzuwachen.
Gute Burgunder - und die drei Weine zählen zu den schönsten auf ihrem Level - wachsen an der Luft, sie sind - auch dies ist önologisch kein Problem - nicht gemacht, um gleich mit Süße zu verführen.
Und es ist auch keine Entschuldigung, sondern Notwendigkeit, wenn Burgunder eine Zeit brauchen, um alle Komponenten harmonisch zueinander zu führen. Sie beinhalten nämlich nicht nur die Süße einer reifen Frucht (die hier verkosteten 2011er sind allesamt phenolisch reif), sondern - der Boden verpflichtet - besitzen auch auf générique-Level ein gewisses Maß an Mineralität und Komplexität
So gering ist der Anspruch nicht
Fazit: es ist ein Mißverständnis, zumindest Pinot Noirs des Burgunds auf fruchtige Süße herunterzubringen inkl. ein paar - natürlich - süßen Aromen bzw. daran zu messen. Wer mehr - Finesse, Komplexität, Frische des Geschmacks, Persistenz nenne ich mal - nicht will, ok. Aber so gering ist der Anspruch in Burgund nicht.”