Helen Chadwicks Performance-Stück Domestic Sanitation (1976), grobkörnig festgehalten auf Super 8 Film, zeigt Frauen, die . . . mit Dingen beschäftigt sind. Im ersten Teil, Latex Glamour Rodeo, streifen Diven in Latex durch ihre unterirdischen Gemächer, wo sie einer Serie merkwürdiger Handlungen nachgehen, z.B. sich gegenseitig das Schamhaar kämmen. Im zweiten Teil, Bargain Bed Bonanza, setzen sich vier Betten in Szene – sie rauchen, tanzen, staubsaugen und benehmen sich allgemein daneben.
Die Gäste Renate Lorenz und Sandra Ortmann begleiten den Abend, indem sie Elemente von Kollaboration, Kontaminierung, Queerfeminismus und insbesondere BDSM heranziehen, um einen Rahmen für die Diskussion mit und über Domestic Sanitations herzustellen. Welche Rolle nehmen die Performer – und auch die Gäste – während ihrer Performance ein, und warum? Welche Regeln werden im Zuge künstlerischer, sexueller und ökonomischer Kollaborationen aufgestellt und gebrochen? Wo finden Kunstwerke ihre Grenzen, wo verlaufen die Grenzen unserer Beziehung zu ihnen, und was passiert, wenn sie überschritten werden?
Vor Beginn der Veranstaltung, pünktlich um 19.00 Uhr und 19.30 Uhr, wird es zwei Screenings von Domestic Sanitation geben. Die Live-Performance/Diskussion beginnt Schlag 20.00 Uhr.
Die Veranstaltung wird in Deutsch und Englisch stattfinden. Spontanübersetzung wird angeboten (Deutsch-Englisch, Englisch-Deutsch sowie auch in andere Sprachen, soweit möglich). Alle sind eingeladen, sich in der Sprache zu beteiligen, in der sie sich am wohlsten fühlen.