Ca. 30km außerhalb von Riga, der Hauptstadt Lettlands, liegt direkt an der Ostseeküste der Kurort Jurmala. Zu Beginn des 19.Jh. begann die Rigenser den Küstenstreifen als Erholungsgebiet zu nutzen, später fand man noch schwefelhaltige Heilquellen und machte Jurmala zum Kurort. Speziell entlang der Juras iela liegen viele der Jurmala typischen Holzbauten aus dem 19. und beginnenden 20.Jh. Speziell das ehem. Kurbad direkt am Strand sticht hier hervor. Nach dem städtischen Trubel in Riga konnte man urlaubs-vibes in den Straßen von Jurmala verspüren, dass sich mit niedrigeren Häusern inmitten von viel Grün sehr idyllisch und aufgrund des tollen Wetter "urlaubsmäßig" gab.
Auf dem Weg von Jurmala umfuhr ich soweit wie möglich Riga, um anschließen den Nationalpark Gauja zu erreichen. Der Fluss Gauja lieferte dem Nationalpark seinem Namen. Im teils tief eingeschnittenen Urstromtal schlängelt sich der Fluss durch die Landschaft.
In Jurmala besuchte ich die Ruine der Ordensburg, die im frühen 13.Jh. vom deutschen Schwertbrüderorden erbaut wurde. Über den Fluss hinweg stoppte ich als nächstes bei der Gutmannshöhle, eine der bekanntesten Höhlen Lettlands. Hier soll die Legende "die Rose von Turaida". Am Eingang der Höhle befinden sich Einritzungen an den Sandsteinwänden, welche z.T. aus dem 17.Jh. stammen. Man könnte sie als historische Graffitis bezeichnen.
Weiter ging es zu vermeintlichen Hauptattraktion Siguldas, der teilrekonstruierten Burg Treyden mit ihrem ca. 30m hohen Hauptturm im Innenhof. Von der Spitze hat man einen grandiosen Ausblick auf die Ruine und das darunter liegende Gauja-Tal. Das gesamte Areal ist seit der Steinzeit bewohnt und gilt als besonders zu schützende kulturelles Gebiet. Entsprechend gibt es hier auch Ausstellungen zu dem Thema, u.a. den Stämmen, der Sprache, etc.
Für die Weiterfahrt nach Cesis schlug ich bewusst den Weg über Nebenstraßen entlang der Gauja ein um noch den ein oder anderen Stopp einzulegen und ein paar Luftaufnahmen mit der Drone zu machen. In Cesis schaute ich mir die alte Ordensburg inkl. Schlosspark an, welche aufgrund der fortgeschrittenen Zeit inzwischen geschlossen hatte. In Abschluss schlenderte ich durch die engen Gassen der Innenstadt.
Anschließend ging es zu meiner Unterkunft im kleinen Örtchen Smiltene, welches ich kurz nach 22Uhr erreichte. Aufgrund der langen Tage, immer noch deutlich im Hellen.