Clive Vincent, Botallack 2 (2019)
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Clive Vincent, Botallack 2 (2019)
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Clive Vincent, The Crown Mines, Botallack (2019)
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Cornwall 2024 - Tag 17
Ladies and Gentlemen!
Heute sind wir am westlichen Punkt Englands angekommen: Landâs End. Da es sich um eines der Top-Reiseziele in Cornwall handelt, ist frĂŒhes erscheinen erforderlich.
Dieser ganze Rummelplatz mit VergnĂŒgungsmeile und BespaĂung ist uns deutlich zu viel. Wir waren jedoch gut vorbereitet und fuhren direkt auf den links daneben liegenden Hotelparkplatz. Von dort kann man genauso gut sehen, ohne diesen ganzen Klimbim.
Dabei ist in der Vorsaison noch nicht einmal richtig viel los. Wie groĂ muss der Trubel erst in der Hochsaison hier sein?
Uns beschleicht der Verdacht: jeder Brite muss hier einmal gewesen sein. Die Schönheit der Natur, der Ausblick, das Meer, die Wanderrouten, all das interessiert nur die Wenigsten.
Die Besucher hier sind laut, jeder nur mit sich, seiner Familie und natĂŒrlich mit dem Smartphon beschĂ€ftigt.
Nix wie weg! Haken dran, Beweisfotos machen und schnell weiter fahren.
Nur rund sechs Kilometer von dem trubeligen Landâs End entfernt liegt das sehr viel stillere Cape Cornwall, landschaftlich nicht weniger schön.
Eine kleine StraĂe, gesĂ€umt von den typischen Mauern und Hecken, fĂŒhrt auf den Parkplatz des National Trusts. Dort befindet sich ein kleines Besucherzentrum in dem man sich ĂŒber diesen Zipfel Cornwalls informieren kann.
Wir haben GlĂŒck, die See ist heute ruhig an dieser rauen KĂŒstenlinie. Doch davon darf man sich nicht tĂ€uschen lassen.
Auf der Seeseite des HĂŒgel sehen wir eine Station der Coast Watch. Hier, am Cape Cornwall, gibt es, wie ĂŒberall an der KĂŒste, Freiwillige die Dienst zur Ăberwachung und Sicherung der KĂŒste machen.
Im 19. Jahrhundert operierte hier eine Zinnmine, die schon von weitem, durch ihren 1864 erbauten Schornstein, zu sehen ist. Dieser Schlot erinnert an die harte Arbeit vergangener Generationen, die ihre Spuren in den Felsen hinterlassen haben.
Ein kleines TurmgebĂ€ude, es sieht ein wenig wie ein Leuchtturm ohne Leuchten aus und ist auch das Letzte, was von der Cape Cornwall Mine ĂŒbrig geblieben ist und wird heute im Volksmund "The Heinz Monument" genannt.
Im Jahr 1987 kaufte nĂ€mlich die, weltweit durch ihren Tomaten-Ketchup bekannte Firma, Heinz Company das GelĂ€nde an der AtlantikkĂŒste auf und schenkte es dem National Trust. Dieser nahm dieses Geschenk natĂŒrlich mit Kusshand an.
Heute ist es Teil der Cornish Mining World Heritage Site. Die US-Firma, die Niederlassungen auch in GroĂbritannien hat, wollte mit dieser groĂzĂŒgigen Geste an die ersten hundert Jahre erinnern, in denen Produkte der Heinz Company im Königreich verkauft wurden.
Bauunternehmer hatten schon ein Auge auf diese groĂartige Landschaft geworfen, da kam dieser Eingriff von Seiten der Firma Heinz gerade recht. Eine Steintafel, die eine Inschrift trĂ€gt, am Monument erinnert an die Schenkung.
Vom Parkplatz aus schlagen wir den Weg ĂŒber eine Wiese zum St. Helen's Oratory ein.
Die Ăberreste dieser Kapelle und des Gebetsoratoriums liegen an einem grasbewachsenen Hang mit Blick auf das zerklĂŒftete Meer und die KĂŒste rund um.
Das Oratory umfasste ursprĂŒnglich eine mittelalterliche Kapelle mit zugehörigem WohngebĂ€ude und Gehegen fĂŒr die Nutztiere. Die Kapelle ist als kleines, dachloses GebĂ€ude mit einer LĂ€nge von 6,1 m und einer Breite von 4,2 m erhalten geblieben, das bis zur Traufhöhe reicht.
SĂŒdlich und westlich der Kapelle befindet sich eine ebene Plattform, die vermutlich ein zugehöriges Wohnhaus darstellt, das gröĂtenteils als vergrabene Elemente und Ablagerungen erhalten ist.
Um das Wohnhaus herum und an die Kapelle angeschlossen ist eine Einfriedung, die durch eine Stein- und Erdbank begrenzt wird, die bis zu 17 m lang und 9 m breit ist und an die KapellenwĂ€nde anschlieĂt.
An einem ruhigem Tag ist es hier herrlich, muss aber unvorstellbar hart gewesen sein, als die AtlantikstĂŒrme hereinbrachen, da der Ort allen SĂŒdwestwinden ausgesetzt ist. Es ist wirklich ein Standort am âEnde der Weltâ.Â
Wanderer sitzen auf den BĂ€nken, die ĂŒberall an den WegrĂ€ndern stehen, und genieĂen den Ausblick. Der Blick in die Ferne findet keinen Halt. Ja genau, das nĂ€chste Festland ist dann tatsĂ€chlich Amerika.
Abseits des Trubels und der Massen bewahrt sich Cape Cornwall eine gewisse AuthentizitĂ€t. Wir sind froh, das Landâs End all die Touristen anzieht und wir nur wenige Kilometer weiter so einen netten Platz finden.
Noch einen Fun Fact am Rande. Vor der KĂŒste von Cape Cornwall liegt im Meer eine Felsenformation, The Brisons, die in der Region noch einen anderen Namen hat, nĂ€mlich âDe Gaulle in der Badewanneâ.
Und tatsĂ€chlich, wenn man genau hinschaut, sieht man den Kopf des frĂŒheren französischen StaatsprĂ€sidenten mit seiner charakteristischen Nase und seinem Bauch aus dem Meer herausragen.
Vom Cape Cornwall aus startet auch der Tin Coast Wanderweg. Die sieben Meilen lange Route verlĂ€uft entlang der alten Zinnminen vom Cape Cornwall bis zum Leuchtturm von Pendeen und den TĂ€lern im SĂŒden. Damit sind alle Fans der TV-Serie Poldark bestens vertraut.
Die Serie spielt in der Zeit des Zinnrauschs. Zahllose Schmelzen und Zinndörfer entstanden und Cornwalls Minen, in denen mehr als 50.000 Menschen arbeiteten, deckten 2/3 des Weltbedarfs.
Hier haben die Menschen das Gestein seit Hunderten von Jahren abgebaut und auf der Suche nach Zinn und Kupfer ihre Stollen tief unter die Erde und manchmal unter das Meer getrieben.Â
Diese reiche und zerklĂŒftete KĂŒste ist von der Bergbaugeschichte Cornwalls geprĂ€gt. Die Tin Coast, die seit 2006 zum Weltkulturerbe gehört, verfĂŒgt an ihrem zerklĂŒfteten Rand ĂŒber beeindruckende verlassene Bauwerke und verfallene MaschinenhĂ€user.
Hier gibt es jede Menge Geschichte. Daher ist es an einem so abgelegenen Ort mit Blick auf den Atlantischen Ozean leicht möglich, sich vorzustellen, wie das Leben vor mehreren hundert Jahren hier aussah.
Heute rahmen zerstörte MaschinenhĂ€user und Schornsteine ââdie Landschaft ein und schaffen eine ganz besondere AtmosphĂ€re.
Unsere nÀchste Station ist Botallack. Der National Trust besitzt und unterhÀlt auch die Zinnminen Botallack und Levant. Wir machen auf jeden Fall das Beste aus unserer Mitgliedschaft.
FĂŒr unseren Besuch in der Zinnminen Botallack nutzten wir den Parkplatz The Botallack Count House. Dies liegt direkt neben dem Zinnbergbaugebiet Botallack und ist mit der Mitgliedschaft kostenlos.
Als sich am Nachmittag der Himmel immer mehr zuzieht und Nebel aufkommt, fahren wir zurĂŒck ins Cottage.
Good Night!
Angie, Micha und Mister Bunnybear
Botallack copper/tin mine Cornwall,
more info here; https://en.wikipedia.org/wiki/Botallack_Mine
Botallack
After returning to Nanjizal from near Landâs End we drove up to the disused Botallack (pronounced to rhyme with metallic) Mine, setting for both television versions of Poldark (although, later, we passed the actual Poldark Mine in the car). If viewing in email, click the post title to click into the images and see them larger.
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We visited some amazing places today, and they all embody what makes Cornwall (Kernow) special. Here are two of those places with two views of each. Botallack with its mines, and Cape Cornwall with its amazing vista looking inland and the vista looking to the ocean over the RNLI viewing post, which is manned at all times to protect sailors on the Atlantic Ocean. I love being by the sea, it makes you feel both calm and humbled at the same time. Oh, and you might catch a glimpse of a small white fluff ball in one of the images, he gets everywhere that dog đŸ#botallack #capecornwall #cornwall #kernow #atlanticocean #rnli (at Botallack Mine) https://www.instagram.com/p/CV0_r6XML71/?utm_medium=tumblr
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