„Was lange währt, wird endlich grün“ – schmunzelnd und erleichtert begrüßte Jochen Gauly vom Magistralenmanagement die kleine Schar Gäste, die zum Angießen der Straßenbäume auf der Georg-Schumann-Straße (GSS) gekommen war. Der erste Antrag auf Begrünung liegt immerhin 18 Jahre zurück. Seitdem wird die Sanierung und Belebung der GSS immer wieder in Arbeitskreisen, Bürgerversammlungen und Foren diskutiert.
Der Befund ist eindeutig: Die GSS wird nie eine klassische Flaniermeile werden. In dieser Beurteilung sind die Bürger der drei betroffenen Stadtteile Gohlis, Möckern und Wahren über alle sozialen Unterschiede hinweg einig. Keine Magistrale in Deutschland ist so unzureichend begrünt wie die GSS. Der Lärm in der Straßenschlucht, die in weiten Passagen enger ist als die Karli und über weniger Möglichkeiten zum Schallschlucken etwa durch Freisitze verfügt, wird sich nicht nennenswert reduzieren lassen. Über die Hälfte der Ladenlokale an der GSS steht leer, selbst sanierte Wohnungen weisen einen hohen Leerstand auf.
Gründe genug also, in einer gemeinsamen Anstrengung von Anliegern, Geschäftsleuten und offiziellen Stellen ins Gespräch zu kommen und anzupacken. Die Verlegung des Durchgangs- und Schwerlastverkehrs der B6 auf die parallel verlaufende Max-Liebermann-Straße bietet endlich umfassende Möglichkeiten, die Aufenthaltsqualität an der GSS signifikant zu erhöhen. Der Magistralenrat hat sich gegenüber der Stadt Leipzig mit den Forderungen der Anlieger klar positioniert und fand bei der Verwaltung aufgeschlossene Partner. Einen Durchbruch gab es während der diesjährigen “Nacht der Kunst“: Im eigens eingerichteten Infoladen in der GSS 130 informierten alle Beteiligten zu den Möglichkeiten einer grünen Magistrale. Erste Baumpatenschaften wurden zugesagt, inzwischen gibt es fast 30 Interessenten, die eine Pflanzung finanziell unterstützen wollen. Dies ist allein mit einer Spende von 250 Euro oder innerhalb einer Gruppe möglich.
Den jetzt angegossenen fünf Silberlinden sollen in den nächsten drei bis fünf Jahren bis zu 100 weitere Bäume an der GSS folgen. Flankiert durch die Ansiedlung sozialer und kultureller Einrichtungen, ein kraftvolles Leerstandsmanagement und konsequente Verkehrsberuhigung kann die GSS ihre Attraktivität bis zum Jahr 2020 zurückgewinnen. Eine zweite Karli – fast.
Wer eine Baumpatenschaft für eine grüne GSS übernehmen will, kann sich hier oder im Zentrum in der GSS 126, Telefon 0341 2631 9060 informieren.
Alle Fotos: Detlef M. Plaisier. Download, Teilen und Kommentare sind ausdrücklich erwünscht!
Die folgenden Wünsche für die Georg-Schumann-Straße entstanden während der “Nacht der Kunst” am 6. September 2014.
Angegossen: Erstes Straßengrün für die Georg-Schumann-Straße
„Was lange währt, wird endlich grün“ – schmunzelnd und erleichtert begrüßte Jochen Gauly vom Magistralenmanagement die kleine Schar Gäste, die zum Angießen der Straßenbäume auf der Georg-Schumann-Straße (GSS) gekommen war.
Angegossen: Erstes Straßengrün für die Georg-Schumann-Straße „Was lange währt, wird endlich grün“ – schmunzelnd und erleichtert begrüßte Jochen Gauly vom Magistralenmanagement die kleine Schar Gäste, die zum Angießen der Straßenbäume auf der Georg-Schumann-Straße (GSS) gekommen war.