11. Januar 2018, 20:47 Uhr
In den letzten Tagen denke ich überdurchschnittlich viel über mein Leben und meine Identität nach, und was mich auszeichnet - wie so ein Teenager, was ich ja seit knapp einem Jahr nicht mehr bin. Mich triggern absolut zufällige Ereignisse. Ich bin in hohem Maße unproduktiv. Im Bezug auf die Kinky-Welt denke ich absolut bipolar, freue ich mich einerseits auf ein Kink-Event in Berlin, so triggern mich im nächsten Moment Bilder auf Twitter von ebensolchen Veranstaltungen dermaßen, dass ich am liebsten das ganze Kink-Ding wie so ein Projekt abschließen und hinter mir lassen würde. Die Bilanz ist auch nicht gerade herausragend: Dieses Hobby hat absolut keinen gesellschaftlichen Nutzen; neue Freundschaften, die mir gut tun, hat es bisher ebenso nicht gebracht. Eine sehr enge Freundschaft würde auch ohne diese Dinge auskommen. Immer wieder frage ich mich, ob ich das wirklich nur für mich (und der Auslebung meiner Vorlieben wegen) tue, oder um einfach nur dabei zu sein und Anschluss zu haben oder einer (dieser) Szene anzugehören, was nicht unbedingt erstrebenswert ist. Ich vergleiche mich regelmäßig mit anderen Mitgliedern der Szene und das macht mich kaputt. Währenddessen bin ich einer Beziehung kein Stück näher, vielleicht sollte ich mich eher damit abfinden, dass das Konzept “Beziehung” sowieso antiquiert ist und demnach auch nicht erstrebenswert. Die logische Konsequenz wäre allerdings Einsamkeit.
Viel gelaber kurz zusammengefasst: Bin ich das wirklich? Wenn nicht, was bin ich dann?













