De Tupiza a Uyuni – 4 días en el altiplano boliviano
Am 10.12. bin ich auf einen der mit Sicherheit eindrücklichsten Teile meiner Zeit in Lateinamerika gestartet: 4 Tage durch das bolivianische Hochland, durch Wüsten und Hochgebirge, vorbei an unzähligen Vulkanen und Lagunen mit dem Ziel Salar de Uyuni, der größten Salzwüste (100 % Salz!) der Welt.
All das findet auf Höhen zwischen 2950 m (Tupiza) und 5 000 m (Geysire) statt – also einzig im bolivianischen Hochland. Ich hatte das Glück nicht ernsthaft höhenkrank zu werden, aber es ist schon beeindruckend wie sehr plötzlich kurze Wegen anstrengen und wie schnell man sich an dauernden Kopfschmerz gewöhnt. Inzwischen scheine ich mich aber ganz gut daran gewöhnt haben – zum Glück! Schließlich liegen der Titicacasee und La Paz (meine nächsten Ziele) ebenfalls auf rund 4 000 m.
Diese Touren werden zu Hauf von verschiedenen Agenturen angeboten und die Organisation ist mehr oder weniger die gleiche: Man fährt als Gruppe von 4 Personen in einem Jeep mit einem Guide/Fahrer und einer Köchin 4 Tage und 3 Nächte durch das Gebiet. Im Normalfall im Konvoi mit anderen Jeeps der gleichen Agentur, wir waren zu zweit. An Bord ist das Essen für 4 Tage und alle Leute, sowie Benzin, den sonderlich viel Infrastruktur gibt es auf der Strecke nicht. Die Cocinera bereitet trotzdem dank einfachen Küchen in den Unterkünften und ihrem Gasherd/Cmpingkocher wirklich unglaublich leckeres Essen dreimal am Tag zu! Frühstück und Abendessen in den Hospedajes, Lunch mit View an einem der vielen Sightseeingspots. Geschlafen wird in Hospedajes, die irgendwo im nirgendwo plötzlich in der Wüste auftauchen – selten mit Duschen und heißem Wasser, aber immer mit zumindest ein bisschen Strom und kuschelig warmen Betten. Sowas wie Reservierungen gibt’s übrigens hier nicht (wie auch mangels Telefon oder ähnlichem Anschluss), sondern man fährt einfach mal hin. Jetzt ist Nebensaison, da ist das kein Problem, wie das sonst aussieht blieb mir ein Rätsel.
Um Essen, Unterkunft, Route und Snacks kümmert sich die Agentur und der Guide – auf eigene Faust erschiene mir das auch absolut wahnsinnig: Man fährt einfach nur durch die Wüste, ohne Zivilisation, nur mit banos naturales, ohne Straßenschilder und häufig auch ohne erkennbaren Grund.
Meine Erfahrung war wirklich unglaublich – unsere Gruppe war nett, der Guide sehr lieb, das Wetter großartig und einfach insgesamt so abartig schöne und besondere Natur, dass ich es eigentlich nicht in Worte fassen kann. Und weil ich mich auch nicht auf nur ein paar Fotos beschränken wollte, folgen Fotoposts mit ein paar speziellen Infos zu jedem Tag. Enjoy!