Elinor Ostrom über das Gefangenendilemma – Lexikon der Argumente
Gefangenendilemma/Gemeingut/Allmende/Soziale Güter/Ostrom: die sogenannte „Tragik der Allmende“ (Tradegy of the commons“ (siehe Soziale Güter/Hardin) wird oft am Gefangenendilemma illustriert, z.B. Ostrom. (1) Bsp Das von den Landwirten eines Dorfes gemeinschaftlich genutzte Weide- und Ackerland. Optionen: a)„reine Kooperation“: Beschränkungen der individuellen Nutzung auf das mit dem kollektiven Optimun verträgliche Niveau b)„reine Defektion“: keine Beschränkung In dieser Situation wird jeder Spieler, gleichgültig wie sich die übrigen Dorfbewohner verhalten, rationalerweise seine individuellen Eigeninteressen in den Vordergrund stellen: Denn zum einen hat jeder durch Ausspielen seiner ‚Trittbrettfahrer-Strategie‘ die Chance, die von ihm am meisten präferierte Situation zu erreichen. (…)Während also das (schwache) Pareto-Prinzip zur Kooperation mahnt, drängt das Dominanzprinzip jeden Spieler dazu, gegen das gemeinsame Interesse zu handeln. Am Ende finden sich alle in der kollektiv schlechtesten Situation wieder. Zur Wiederholung des Gefangenendilemmas siehe Gefangenendilemma/Fudenberg. 1. Elinor Ostrom, Governing the commons. The evolution of institutions for collective action. Cambridge: 1990, S. 3-5.










