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Abenteuer Regenwald und Clueso Konzert (3./4.9.)
Schon wieder ein Abschied. Nur dass es diesmal ein endgültiger ist. Meine Reise geht langsam zu Ende. Doch bevor ich nach Hause fliege, wollte ich noch die Äffchen im Bukit Timah Nature Reserve sehen von denen Papa mir immer so viel erzählt hat. Also setzte ich mich in den Bus und fuhr dorthin. ich war der Einzige, der hier ausstieg. Kein Wunder: Es war ja auch mitten in der Woche. Im Nature Reserve angekommen, lief ich erst einmal einen ausgeschilderten Weg entlang, der an einem See endete. Dessen Wasser war kristallklar und in ihm schwommen viele Fische und Schildkröten; ein Eisvögel beäugte die Fische neugierig. Der See wurde von einer steiler Steinwand abgegrenzt, aus welcher Bäume herausragten. Nebelschwaden hingen an der Felswand. Es war ein atemberaubendes Bild. Aber ich war ja hier her gekommen, um die Äffchen zu sehen. Diese konnte man normalerweise auf dem Hauptweg sehen. Das Problem war aber, dass dieser Weg durch eine Baustelle geblockt wurde. Also musste ich einen anderen Weg finden, den Hauptweg zu erreichen. Ich lief also erst eine weile auf dem Mountainbikepfad entlang, bis ich irgendwann einfach in den Regenwald hinein bog. Ausgestattet mit einem Stock als Machete, schlug ich mir einen Weg durch die “grüne Hölle”. Am Anfang war es noch relativ leicht, bis es dann steil bergauf ging. Nun musste ich aufpassen, dass ich nicht ausrutsche, dass ich nicht in ein Spinnennetz hineinlief oder auf eine Schlange trete. So kämpfte ich mich eine geschlagene halbe Stunde über morsche Äste und Baumstümpfe und aus Dornenlianen heraus, bis ich endlich auf den Hauptweg stieß. ENDLICH. Ich hatte zwischendurch schon wirklich ein bisschen Panik bekommen. Im Regenwald will man sich wirklich nicht verirren. Auf dem Hauptweg begegnete ich gleich einer Horde Wildschweine, die kreischend vor mir fliehte. Nachdem ich eine Weile gelaufen war, hörte ich Motorgeräusche. Da ja der Weg eigentlich gesperrt war, wollte ich mich nicht unbedingt zeigen. Also versteckte ich mich hinter einem Baum und wartete, bis das Auto vorbeigefahren war. Dann lief ich zum Gipfel des 160 Meter hohen Berges (der höchste in Singapur). Leider hatte ich noch keine Affen gesehen. Es ging also wieder zurück, den weg hinunter. Auch dort kam mir wieder ein Auto entgegen. ich schmiss mich schnell hintere einen auf dem Boden liegenden Baumstumpf. Diesmal wurde ich jedoch fast entdeckt, weil der Autofahrer direkt neben mir etwas entlud. Aber eben nur fast. Irgendwann kam ich bei der Baustelle an. Um zur Bushaltestelle zu kommen, müsste ich nur schnell über die Baustelle rennen. Ich war sehr froh, dass mich keiner gesehen hat. Nach diesem aufregenden James Bond Erlebnis hieß es für mich zu Hause Sachen packen, denn abends ging mein Flug nach Frankfurt. Ich kam eine ganze Weile zu früh am Flughafen an, aber die kann man auf diesem Flughafen auch gut nutzen. Ich ging also was essen und gab meine letzten Dollars aus. Dann hieß es zum Gate laufen und ins doppelstöckige Flugzeug setzen. Ich hatte sogar einen Platz im oberen Deck. Der Flug war gut, das Multimediaprogramm nicht ganz so ausgeschweift wie bei Singapore Airlines, aber ich schlief die meiste zeit sowieso. In Frankfurt angekommen musste ich kurz warten, bis ich ins Flugzeug nach Berlin einsteigen konnte. Dieser Flug war relativ kurz und ich kam pünktlich um 9 Uhr an. Viel verändert hatte sich nicht, weder hier am Flughafen noch irgendwo anders in der Stadt. Mama und Papa holten mich vom Flughafen ab und wir fuhren zu einer Wohnungssuchemesse an der TU. Dort traf ich Marie Briza (Die Welt? Ein Dorf!). Danach fuhren wir nach Steglitz um bei Akiko was zu essen. Endlich wieder billiges essen! Nachdem wir dann noch ein bisschen am Schlachtende entlanggefahren waren, setzten mich Mama und Papa an der messe ab, denn heute Abend war das langersehnte Clueso Konzert! Ich kam kurz vor Beginn an und es war schon sehr voll, aber es sollte noch deutlich voller werden. Ich konnte mich, weil ich alleine unterwegs war, sehr gut nach vorne schleichen, sodass ich letztlich in der 6. Reihe stand. Die Vorband -AnnenMayKantereit- war sehr cool, vor allem die Stimme des Sängers. Auch die Songtexte sprachen mich an. Dann kam endlich der Cluesn!!! Er war sehr entspannt und spielte viel mit dem Publikum. Er spielte auch viele andere Versionen seiner Originallieder wie z.B von “Mitnehm” oder “Out Of Space” (krasse Diskoversion). Er spielte sehr viele seiner alten Raplieder von den Alben “Text und Ton”, “Gute Musik” und “Weit Weg”. Dabei hatte er auch Unterstützung von zwei anderen Rappern, mit denen er ein langes Medly preformte. Zu Freidrehen tanzte er sogar Breakdance! Zwischendurch gab er dann die Auflösung seiner Band bekannt. Das war natürlich traurig für alle, aber er wollte mal was neues ausprobieren und nächstes Jahr ein Akustikalbum produzieren. In den Songs hatten Klavier, Gitarre und Posaune immer mal ein paar Soli und insgesamt war das 2 1/2 stündige Konzert super, super cool. Der Typ hat echt was aus der Liveperformance herausgeholt. Ein toller Abschluss für so eine tolle Reise. Um aus dem Lied “Zu Schnell Vorbei” zu zitieren:
Ich kam kaum los, Die Tage hingen an mir. Ich komm zurück Jetzt ist es umgekehrt. Verteil den Sand aus meinen Schuh'n In meinem Zimmer. Was mach ich bloß, Die Erinnerung kommt immer um mich abzuhol'n, Kann mich nicht wehr'n. Ich will haben was sich gut anfühlt, Und zwar für immer.
Zu schnell vorbei. Sag mal wie schnell verging Schon wieder die Zeit? Ich genieß den Moment. Zu schnell vorbei. Wie schnell es geht, kann doch nicht sein. Zu schnell vorbei!
Und so endet mein Abenteuer. Doch jedes Ende ist auch ein neuer Anfang. So werde ich sehen, was die Zukunft für mich bringen wird.
THE END (of this Australia adventure)
Krank (31.8./ 1./2.9.)
Die letzten zwei Tage lag ich krank im Bett. Den Tag, an dem ich in Singapur ankam, fiel ich nur noch erschöpft auf mein Bett, um dort dann sofort einzuschlafen. Die Stunden im Bett verbrachte ich damit mich auszuruhen, zu lesen, mit Annie zu schreiben (sie liegt auch krank im Bett) und vor allem damit “How I Met Your Mother” zu schauen. James kümmerte sich um im so fern um mich, dass er mir ab und zu Essen brachte.
Am dritten Tag ging es mir schon wieder so gut, dass ich mich aus dem Haus traute und den Botanischen Garten begutachtete. Dieser ist mit mehreren Seen und interessanten Lernpfaden ausgestattet. Außerdem wurde er in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen. An einem See hielt ich an einem Pavillon an um mich auszuruhen. Wenige Zeit später kam eine Dame vorbei, welche anfing die Tauben, Fische und Schildkröten zu füttern; ich beobachtete sie dabei. Danach lief ich weiter die Wege entlang bis ich aus dem Garten heraustrat und in Richtung Orchard Road lief. Diese ist de größte Einkaufsstraße in Singapur. Mall reiht sich hier an Mall und in den Malls ein Geschäft das nächste. Es gibt kein Geschäft, was es hier nicht gibt. Die Architektur der Gebäude ist -wie generell in Singapur- sehr beeindruckend. Im ION, dem neusten und modernsten Einkaufscenter, aß ich etwas bevor ich meinen Spaziergang die Orchard Street entlang fortsetzte. Nachdem ich am Präsidentenpalast vorbeigelaufen war, stieg ich in die U-Bahn und fuhr erschöpft nach Hause. Den Abend verbrachte ich auf der Dachterrasse, den Blick auf die umliegenden Häuser und den aufgehenden Mond gerichtet.
Tag des Abschiedes (30.8.)
Abschiede sind nie leicht. Bevor man geht, fängt man an jeden Tag zu leben und genießen. Man sieht alle Dinge auf einmal mit Wehmut an, egal ob man sie hasste oder liebte. So war’s natürlich auch bei mir. Ich stand auf und lief noch einmal durch die Wohnung. Dann machte ich Pancakes, während die Hunde nervig rumbellten. Okay, den hässlichen Hund werde ich wirklich nicht vermissen sowie Rosie und ihre Mutter, die nicht da waren und denen ich somit auch nicht aufwiedersehen sagen musste (yessss!). Nach dem Essen machten Annie und ich uns auf zum Flughafen. Wir liefen noch einmal zur Bondi Junction, fuhren noch einmal mit der Eastern Suburbs Train, unterhielten uns noch einmal über alles mögliche. Es war traurig, aber trotzdem schön. Elan rief dann nochmal an um mir Tschüss zu sagen. Im Flughafen kauften wir noch ein paar letzte Sachen wie Surfermagazine, Honig, Hustenbonbons (ich hatte Schnupfens) ect. Dann mussten wir uns verabschieden. Es war schwer mit dem Wissen, dass ich Annie erst im März Wiedersehen würde, aber die Zeit würde schon irgendwie vorbeirauschen. Im Flugzeug hätte man dann eine tolle Sicht auf Australien von oben. Erst konnte man Sydney von oben bestaunen (man sah sogar das Opernhaus), dann kamen die Blue Mountains, dann das Outback mit seiner roten Erde. Auch die indonesischen Inseln mit ihren Atollen sahen toll aus. Eine insel hatte die exakte Form von Afrika! Im Flugzeug fühlte ich mich aber nicht mehr ganz so gut wegen meiner Erkältung, vor allem die Landung war schmerzhaft. Ich dachte die ganze Zeit mein Trommelfell würde platzen! Sehr erschöpft setzte ich mich -in Singapur angekommen- in die MRT und fuhr zu James und Mark. Dort fiel ich erschöpft aufs Bett und schlief sofort ein.
Letzter Tag (29.8)
Nachdem Annie und ich endlich um 10 Uhr aufgestanden waren (Ben war ja schon weg), machten wir uns erstmal wieder ein bisschen Gesellschaftsfähig. Ihr kennt das sicherlich, wenn man den Abend davor betrunken war, wie man am nächsten Morgen total verstört und ahnungslos, wo man gerade ist, aufwacht, sich am nächsten Morgen dann erstmal angeekelt in die Dusche hüpft, sich was neues anzieht, sich was zu frühstücken macht und dabei überlegt, was man eigentlich noch mal gestern alles passiert ist/ worüber man sich eigentlich die ganze Zeit unterhalten hat. Annie und ich chillten also noch im Wohnzimmer rum, als wir die Jungs anschrieben, was wir heute machen wollten. Ich wollte auf jeden Fall surfen gehen, also stimmten die anderen zu (es war ja mein letzter Tag). Ben war gerade nach zwei Stunden Zugfahrt nach Hause gekommen (er wohnt in Macquarie auf der anderen Seite der Stadt); er fand das jetzt nicht so eine tolle Idee, den kompletten Weg wieder nach Bondi zurück zu fahren, aber er tat es letztlich doch. Ryan ging uns aus dem Unifundus noch Wetsuits besorgen und Annie und ich fuhren schon mal vor nach Bondi. Dort angekommen waren wir etwas geschockt von den 2,5 Meter Wellen, die sich mit kleineren abwechselten. Vorne waren etwas kleinere, die könnten wir bestimmt hinbekommen. Nur für Annie würde es schwer werden, weil sie noch nie wirklich gesurft war (das eine mal in San Diego hatte sie kein Glück eine Welle zu erwischen). Also brachte ich ihr die Basics bei, nachdem Ben und Ryan endlich angekommen waren. Wir schnappten uns alle Surfboards (außer Annie, die mit mir eins teilen wollte) und stürzten los. Zu Anfang waren die Wellen echt schwierig, aber je mehr die Flut wiederkam, wurden die Wellen etwas zahmer und nicht mehr so steil. Ben, Ryan und ich bekamen ein paar ganz gute Rides hin, aber Annie hatte scheinbar Angst (nachvollziehbar) und stützte sich immer auf die Knie. Das schlimmste was man machen kann (gleich nach über eine andere Person drüber zu fahren und dabei den Wetsuit kaputt zu machen, weil man das Board nicht steuern kann- nicht das ich gemacht hätte! Nur hypothetisch gesehen). Wir surften dort also bis die Sonne schon langsam unterging und blieben noch um den Sonnenuntergang und den Mondaufgang zu sehen. Dann liefen wir los, um was essen zu gehen. Wir setzten uns in ein leckeres Pizza Restaurant, wo wir den gestrigen Abend fortsetzten- nur anstatt von Alkohol mit Essen. Es wurde viel gelacht, erzählt und auf den Tisch gemalt, während wir den Abend einfach ausklingen ließen. Irgendwann mussten wir alle wieder nach Hause. Also hieß es für mich Abschied nehmen von den beiden. Sie waren mir echt aus Herz gewachsen in den letzten zwei Tagen, so war es schon etwas schwer. Letztlich gingen wir aber unserer Wege, den anderen einen guten Weg im weitrigen Leben zu wünschen. Am Abend musste ich dann noch meinen Koffer packen. Annie und ich unterhielten uns noch über unsere Erlebnisse, bis es Tiefe naht war und wir einfach mit den ganzen schönen Gedanken an die vergangenen zwei Monate einschliefen.

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Meeting People (28.8.)
Beim klettern hatten wir einen Älteren vietnamesischen Mann kennengelernt, der uns unbedingt zum Essen ausführen wollte. Okay, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen gruselig, aber er war voll in Ordnung. Auf jeden Fall war heute der Tag dafür gekommen. Nur dass Annie nicht daran Teil nehmen konnte. Okay, jetzt fand ich es schon ein bisschen gruselig. Ich traf mich also um 10 mit ihm in Redfern und wir führen dann gemeinsam mit dem Zug nach Parramatta, einem der westlichsten Suburbs Sydneys. Dort stand ein buddhistischer Tempel, wo gerade eine Zeremonie zu Ehren von Müttern stattfand. Er zeigte mir den Tempel, ein Bild und die Urne seiner verstorbenen Mutter, den Urnenturm (von oben hätte man einen guten Ausblick auf die Umgebung, die hauptsächlich aus Farmland besteht) und dann gingen wir zum Mittagessen (der wahre Grund, wieso wir dort waren). Dort gab es eine große Auswahl an verschiedenen veganen Speisen, alles serviert mit sehr viel Reis und Tofu. Alles lecker (bis auf die Suppe- die hat nach absolut nichts geschmeckt), besonders das Bohnenkompott und der "Sticky Rice". Irgendwann fragte ich ihn dann, wie er nach Australien gekommen sei. Ich fasse das jetzt kurz: Seine Eltern waren relativ wohlhabend und wurden von den Kommunisten verfolgt, sodass sie aus Vietnam fliehen mussten. Sie flohen in einen brüchigen Fischkutter mit 140 anderen Personen, welches von der vietnamesischen Polizei mit Maschinengewehren Bazukas beschossen wurde, konnten jedoch auf Grund eines aufziehenden Sturmes entkommen als ich Motor explodierte und sie auf die offene See hinaus trieben. Dort trafen sie einen Hochseekutter, wessen Mannschaft sie bestochen um sie an Bord zu nehmen und vor dem Sturm zu beschützen. Diese nahmen unter Drohung von Waffen Ihnen alle Ihre persönlichen Wertgegenstände weg und brachten sie dann irgendwo im nirgendwo der Grenze zwischen Malaysia und Thailand an Land, von wo aus sie zur Nächsten Stadt laufen mussten. Harte Geschichte, oder? (Wenn ihr die ausführliche Version hören wollt, sagt Bescheid) Auf jeden Fall verbrachten wir so den Mittag zusammen und es war gar nicht so gruselig wie ich gedankt hatte. Nachdem ich mich von ihm verabschiedet hatte, fuhr ich zum Observatory, von wo aus man einen tollen Blick auf die Harbour Bridge und den westlichen Hafen hatte. Es war ein guter Ort um sich nochmal von der Stadt zu verabschieden. Danach machte ich mich auf nach Darling Harbour um mich mit Miriam (einer guten Schulkameradin) und Robin (ihrem Freund) zu treffen. Auf dem Weg dorthin gönnte ich mir noch ein Stickstoffeis, also ein Eis, welches durch Stickstoff schockgefroren wird. Es war sehr interessant, allerdings nicht so spektakulär anders wie normales Italienisches Eis (für Australisches Eis war's glaube ich echt gut). Dann traf ich mich also mit den beiden. Erst wollten wir in eine Bar gehen, aber die Eintrittsfrau sagte zu uns: "Sorry guys, but you're dressed to casual. No entry today." Grrrr... Naja, also setzten wir uns in einen anderen Pub, wo wir uns drei Stunden über alles mögliche unterhielten. Es war echt schön, die beiden mal wieder zu sehen. Dementsprechend schwer war's auch Tschüss zu sagen, denn für mich war es nicht nur ein Tschüss an Sie, sondern ein Tschüss an Sydney. Ich hatte nämlich soeben die letzte Aktivität von meiner To-Do-Liste in Sydney erfolgreich abgeschlossen. Also fuhr ich leicht melancholisch nach Hause -nachdem ich eine Stunde lang sinnlos und traurig in den Straßen von Sydney rumgelaufen war-, nur um dort eine Nachricht von Annie zu bekommen, ob ich denn nicht in die "Starbar" kommen und mich mit Ben und Ryan treffen wolle. Natürlich wollte ich das, also machte ich mich sofort wieder auf in die Stadt. Dann ging der Abend erst richtig los. Das Gute an dieser Bar war, dass das Bier nur 6$ pro Print kostete. Super billig für Australien!! Und da Ben und Annie mich sowieso abfüllen wollten, war das heute der Tag. Allerdings war ich nicht der einzige, der zum Schluss sehr gut drauf war (der Tequila war schuld, er ist immer schuld). Wir unterhielten uns über so viele Dinge, den Tag danach wussten wir fast alles über die anderen Personen (zumindest in bestimmten Lebensbereichen). Wir blieben so lange in der Bar, bis uns die Security Leute aus der Bar schmissen (das war erstaunlich früh- um 3!), nur um danach hungrig in einen Hungry Jacks zu landen und uns zu stärken und dort noch länger die Zeit zu vergeuden. Letztlich blieb nur noch die Frage, wo wir schlafen wollten. Erst kam die Idee auf, alle fahren nach Hause, aber Bens Züge fuhren schon lange nicht mehr. Dann bot Ryan uns an bei ihm zu bleiben. Das wollte ich aber nicht so unbedingt, weil ich morgen (oder besser: heute!) zum letzten Mal surfen gehen wollte und der Weg von zu Hause viel kürzer war. Also schlug ich vor, dass alle bei uns schlaffen sollten. Das wollte Ryan wieder nicht. Nach einer Stunde Diskussion über dieses Thema, kamen wir zu einer Lösung: Ryan schläft bei sich und Ben würde im Nebenzimmer schlafen (nicht ganz legal, was ihn ein bisschen beunruhigte). Wort wörtlich 30 Sekunden nach dem wir Tschüss gesagt hatten und im Bus nach Bondi saßen, wollen wir alle, dass Ryan mitkommt oder wir bei Ryan schlafen. Letztlich endete die Diskussion, ob wir aussteigen und zurücklaufen sollten, mit der Endstation bei Bondi Junction. Jap, das hatte sich geklärt. Um 6 Uhr morgens fielen wir also alle erschöpft in unsere Betten und schliefen ein. Ben konnte allerdings sich nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden, dass er hier illegal schlief, was darin endete, dass er um 9 von Annie wie ihr One-Night-Stand heimlich aus dem Haus geschlichen wurde.
Sich-Selbst-Finden in Australien- Check!
Heute hatte ich wieder einen entspannten Tag zu Hause. Ich nahm mir die Zeit, die Dinge durch den Kopf gehen zu lassen, die mich Beschäftigten, als ich hier herflog- also mehr oder weniger die Fragen, weshalb viele Jugendlichen überhaupt ins Ausland nach dem Abi gehen. Ich hatte schon sehr viel Zeit dazu während meiner Reise durch Australien, aber heute wurden sie mal zusammengefasst und verarbeitet. Und eigentlich habe ich alle geklärt. Das, was mache nicht mal in einem Jahr schaffen zu finden, habe ich innerhalb von zwei Monaten erreicht. Mein Tipp an alle, die sowas wie Sich-Selber-Finden-Verknüpft-Mit-Work-And-Travel-In-Australien nach dem Abi machen wollen, habe ich folgenden Ratschlag: Wenns euch nur darum geht euch selber zu finden, tut es nicht. Spart lieber ganz viel Geld, nehmt euch drei Monate Zeit und bereist das Land. Das bringt meiner Meinung nach viel mehr, da man da mehr auf sich fokussiert ist und nicht in anderen Sachen wie Jobs finden beschäftigt ist. Man hat ganz viel Zeit für sich selber und ganz viel Zeit um nachzudenken. Außerdem macht es mehr Spaß. Irgendwann wollte ich dann doch mal rausgehen, also lief ich durch den Centennial Park, so wie am ersten Tag an dem ich zu Hause geschickt habe (wieder Abschiedsgedanken). Dort fand ich viele Vögel vor, die gerade auf Futtersuche war. Es machte Spaß, sie dabei zu beobachten. Kurz nachdem die Sonne untergegangen war, flogen dann Tausende von Flughunden über meinen Kopf hinweg- ein Spektakel. Abends ging ich mit Annie noch bei Bondi Junction etwas essen, da unsere Vermieter uns verboten, sie bei ihrem “Familienabendessen” zu stören.
Erste Abschiedsgedanken
Viel gibt es für mich nicht mehr in Sydney zu sehen. Der Norden Sydneys ist für mich allerdings noch weitestgehend ein unbeschriebenes Blatt. Deswegen zog es mich heute dort hin. Mit der Fähre vom Circular Quay aus setzte ich also nach Mosman über, wo ich mich in den Bis setze und mich durch die Gegend fahren ließ. Besonders anders sah es nicht aus, sodass ich mich entschied zum Point Cremone zu kaufen. Von diesem Punkt aus hat man einen herrlichen Blick -wenn nicht sogar den besten überhaupt- auf die Skyline Sydneys und die vorbeiziehenden Schiffe. Am südlichsten Punkt gab es einen Leuchtturm und die Klippen sind überwuchert von Bäumen. Das gibt es hier viele Tiere, auf die man vor allem aufmerksam wird, wenn man etwas genauer hinschaut. Auch könnte man von da aus auf den Zoo gucken, wo gerade eine Tiershow lief. Abends ging ich dann mit Annie wieder Bouldern. Diesmal war ich echt gut. Ich hatte es geschafft, innerhalb von 3 mal hier klettern bis zu gelben Routen zu kommen (zum Vergleich: Annie kletterte rote, eine Farbe über mir). Der letzte Abend in der Flodge war auch sehr schön, nur gab es leider keine Pizza mehr, weil wir zu spät kamen. Aber wir unterhielten uns sehr lang noch in unserer "How I Met Your Mother" Gruppe (zumindest kam es mir immer so vor) mit Gavin, Zara, Ryan, Annie und mir (Ben war ziemlich beschäftigt mit der Uni). Als wir uns dann -wieder einmal viel zu spät- langsam aufmachten, hieß es für mich sich bei den ersten Leuten verabschieden, weil ich ja am Wochenende wieder zurück nach Singapur fliegen würde.
La Perouse (25.8.)
Das Wetter war heute nicht so freundlich wie sonst immer. Wolken und Wind. Keine sonderlich tolle Kombination, aber trotzdem noch machbar. Ich setzte mich also im den Bus und fuhr durch ein paar Gegenden, in denen ich noch nie war, z.B. Kingsford (dort ist die University of New South Wales) oder Malabar. Irgendwann kam ich an der Endstation an und stieg einfach aus. Ich war wieder an der Botany Bay angekommen, an der Stelle, wo 1788 der Franzose La Perouse gelandet war und eine Festung errichtet hatte. Wo ich schon mal hier war, lief ich den ausgeschilderten Wanderweg entlang. Dieser führte mich durch Wald und dann an die Küste, wo die meterhohen Wellen gegen die Klippen und Felsen schlugen. Der Blick auf die Botany Bay ist definitiv der beste in ganz Sydney. Ob man dafür allerdings so weit fahren sollte, bezweifle ich. Ich stellte mich also auf ein paar Felsen in der Nähe des Meeres um die Wellen besser fotografieren zu können. Das ging auch eine ganze Weile gut, bis dann eine riesige Welle in die Brandung schlug. Ich hatte das schon kommen sehen und war auf einen höheren Felsen geflohen, dennoch verschonte mich das Meer nicht. Ich konnte aber froh sein, dass nur meine Schuhe nass wurden. Um mich wieder aufzuwärmen (und auch um schnell wieder zurück zum Bus zu kommen, da die Sonne schon langsam unterging) joggte ich den restlichen Weg zurück. Der Blick auf das Meer war echt klasse. Leider war es schwer, Wale zu erkennen, aber ich bin mir sicher, dass man sie von hier aus sehr gut beobachten könnte. Wie auch immer, ich fuhr also in die Stadt zurück um mich mit Annie zu treffen. Aber wie das in Sydney/Australien so ist, man denkt "Das schaff ich einer halben Stunde!", bloß um Mach 2 Stunden immer noch nicht ganz am Ziel zu sein. Nachdem ich dann endlich bei der schon eine Stunde wartenden Annie angekommen war, gingen wir in einem vietnamesischen Restaurant in Newtown essen.
Shopping (24.8.)
Leider regnete es heute wieder. Sogar noch schlimmer als gestern. Aber ich hatte mir gestern auch schon ein Plan gemacht, was ich in diesem Fall heute tun sollte: Shoppen gehen. Da hier ja zur Zeit Winter ist und es bald Sommer wird, gibt es hier sehr viele Winterschlussverkäufe. Gut für mich, da ja bei uns bald der Winter anfängt. Also kaufte ich mir ein neues Outfit. Das Problem, in Australien ist “leider”, dass man -sobald man in ein Geschäft kommt- man ein ausführliches Gespräch mit den Verkäufern anfangen muss, wenn man nicht unhöflich sein will. Daher zieht sich das etwas. Aber letztlich hat es sich gelohnt, auch wenn ich viel Geld ausgegeben habe… Dem einen Verkäufer-Nick- konnte ich sogar ein paar Tipps für Berlin geben, weil er nächstes Jahr nach Berlin zieht. Danach fuhr ich schnell zur Uni, um mich mit Annie zu treffen, weil wir heute in die größte und beste Kletterhalle Australiens gehen wollten. Diese hatte Mega lange Kletterrouten, weshalb es auch viel schwerer war eine 16 zu klettern als sonst. Dennoch schaffte ich -zu meiner und Annies Überraschung- eine 18! Ich war sehr stolz auf mich. Irgendwann fing es draußen übelst an zu schütten und zu blitzen und donnern, das man dachte, das Dach kracht gleich zusammen. Zum Abschluss der Klettersession krabbelten wir noch durch 3 Höhlen. Diese waren hinter den Kletterwänden eingebaut. Es war stockdunkel und z.t. so eng, dass selbst Annie Probleme hatte durch die Lücken zu passen. Also Höhlenforscher werde ich ganz sicher nicht. Obwohl es schon echt cool war, so im Nachhinein.

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Rainy Days (23.8.)
Ah, diese schönen, gemütlichen Regentage. Und Sonntag ist es auch noch dazu! Was tut man also an solchen Tagen? Man bleibt ewig lang im Bett liegen. Man steht erst um 12 auf. Man mümmelt sich in seine bequemsten Lieblingsklamotten. Man schlurft irgendwann in die Küche, um sich was leckeres zu essen zu machen. Man haut sich irgendwo gemütlich hin und schaut einen Film. (Bei uns: Tatort Hamburg- Kopfgeld) Man geht dann doch irgendwann mal raus. Man landet natürlich in einem Buchladen. Dieser Buchladen hat natürlich nicht nur eine riesige Auswahl an Büchern, sondern auch eine Abteilung mit Dr. Who, Tintin und Sherlock Fanartikeln. Man gibt zu viel Geld aus. Man holt sich leckere Sachen zu essen. Man duscht schön warm. Man isst diese leckeren Sachen auf der Couch, wieder in seinen bequemen Zuhausesachen. Man macht seine Lieblingsmusik an. Man schaut "How I Met Your Mother". Man telefoniert mit seinen lieben. Man geht viel zu spät ins Bett. Man schläft mehr als zufrieden ein.
Beach Day Nr. 6 (22.8.)
27 Grad im Winter. Das kann auch nur Australien. Also hieß es auf nach Bondi Beach und surfen und sich Sonnen! Gesagt getan. Ich erwischte ein paar gute Wellen. Annie wollte eigentlich auch mal, aber ihr war das Wasser zu kalt. Naja, sie wird noch öfter die Möglichkeit haben. Nachdem es dann anfing etwas kühler zu werden (wir waren sehr Sommerlich gekleidet und fielen im Vergleich zu den in Pelzmänteln eingemummelten Austrialiern etwas auf), zogen wir uns in ein nachgelegenes thailändisches Restaurant zurück, wo wir uns 2 Stunden lang Ausgiebig unterhielten und u.a. unseren Trip auswerteten. Ein schöner und sehr entspannter Tag.
Botany Bay NP (21.8.)
Zwei Stunden Fahrt. Und immer noch in der selben Stadt. Das ist Sydney. 1 1/3 Stunden bis nach Cronulla, einem kleinen, niedlichem Vorort im Südosten Sydneys. Dort kurz durch die Stadt gelaufen. Sieht aus wie jede Einkaufspromenade in Sydney. Dennoch schöner Dorfcharakter. Dann in den Bus gesetzt und 2/3 Stunden Fahrt zum Botany Bay National Park, wo Captain James Cook das erste Mal Fuß auf Austrialien gesetzt hat. Dort steht zum Gedenken ein Obelisk. Heute ist unweit der Stelle (knapp 50 Meter entfernt) eine Ölraffinerie und der Flughafen (direkt auf der anderen Seite der Bucht). Tja, früher beanspruchte das erobern und Kolonisieren anderer Länder die wichtigste Rolle in der Gesellschaft, heute ist es Erdöl und die Globalisierung. Wie ironisch, dass das heutzutage an einem Ort symbolisiert wird. Interessante Information: Die Aborigines hießen die Fremdlinge -nicht wie die Ureinwohner Amerikas Columbus- nicht willkommen und bewarfen sie mit Steinen und bedrohten sie sogar mit ihren Speeren. Nachdem einer von ihnen ins Bein geschossen wurde, humpelte der davon und kam kurz danach mit einem Schild vorbei. Mann, die wollten die echt nicht an Land lassen... (Verständlich, wenn man das nachfolgende Massaker der Aborigines bis ins 20. Jahrhundert betrachtet) Sonst war der Park eine Agglomeration von Wiese, Bäumen und Felsen/Klippen im/am Meer. Nichts was ich noch nicht gesehen hätte. Was neu war: Ich habe einen Rochen gesehen! Und am Cape Solander kann man sehr gut Wale beobachten. De Blick in die Bucht ist nicht gerade empfehlenswert: Flughafen, Ölraffinerie und Hafenkräne. Dann ging es wieder zurück zur Uni. 2 Stunden Fahrt. Mein Mitleid, wer das jeden Tag fahren muss (obwohl die Fahrt an sich nicht so schlimm war; war halt nur lang). Von der Uni aus wollten Annie und ich noch in die Kletterhalle "9 Degrees". Allerdings kam der Bus erst nicht, dann verpassten wir ihn, dann liegen wir ein Stück, bekamen den Bus, verpassten unsere Haltestelle, liefen die Strecke zurück und weiter bis zur Halle. Nochmal fast 2 Stunden unterwegs. Juhu, kein Bock mehr auf Klettern. Wir sind dann aber doch gegangen, und es hat sich definitiv gelohnt. Die Halle war super cool gemacht und die Routen waren echt gut. Ich habe eine V2 sowie eine coole Monkeybars Route nur durch Klimmzüge gelöst! Hat dann doch echt noch Spaß gemacht. Zum Abschluss sind wir noch mit Ryan und einem Kletterkumpel in eine Bar was essen gegangen. Spät abends kamen wir dann endlich zu Hause an, nachdem ich den halben Tag in dem öffentlichen Personennahverkehr verbracht hatte...
Ausflug mit Annie (20.8.)
Gestern Abend hatte ich Annie überzeugt, heute mal mit mir zu Hause zu bleiben. Nachdem sie eine Weile gearbeitet hatte (etwas musste sie ja heute machen, die kleine Workaholikerin), zeigte ich ihr Plätze in Sydney, die mir besonders gefallen hatten. Man bemerke: Annie ist jetzt schon fast 2 Wochen hier und hat noch NICHTS von Sydney gesehen (abgesehen von der Harbour Bridge und der Oper)! Unsere erste Station war Bondi Junction und die riesigen Einkaufspassagen. Dort schauten wir uns einfach nur ein bisschen um. Der Bondi Beach (irgendein Strand der 74 vorhandenen musste ich ihr ja zeigen)war dann als nächstes dran, wo wir uns vor allem an den Felsen aufhielten und das Spiel der Wellen genossen. Anschließend führen wir noch zum Sydney Harbour National Park, South Heads, wo ich ihr Watson Bay, Camp Grove Bay und natürlich die Sicht bei Leuchtturm über das CBD Sydneys über Manly und die Klippen von North Heads bis hin zum offenen Meer. Dabei senkte sich die Sonne wieder einmal traumhaft schön und rot wie ein Feuerball in den Hafen. Um den schönen Tag noch passend abzuschließen, gönnten wir uns einen Kinobesuch. Der ausgewählte Film war "Mission Impossible: The Rouge Nation". Ein wirklich cooler Film mit vielen lustigen Passagen. Am Ende des Tages fragte ich Annie, ob es sich denn gelohnt habe, den Tag mal frei zu nehmen. Sie grinste mich nur an und sagte: "Das musst du mich noch Fragen? Reicht es nicht, dass ich die ganze Zeit schon lächele?" Eine tolle Schwester, die ich habe. Die beste sogar.
Sydney Olympic Park (19.8.)
Es ist nun schon 15 Jahre her, dass die olympischen Spiele in Sydney stattfanden. Dennoch werden die Sportanlagen natürlich benutzt. Die Fährfahrt dorthin dauert knapp eine Stunde, vorbei an von der Schifffahrt abgelegenen Buchten und Villen. Endlich dort angekommen, besuchte ich zuerst die Bogenschützen. Dort übten ein paar Leute Zielscheibenschießen, also blieb ich stehen und beobachtete sie fasziniert. Danach war die BMX/Mountainbike Strecke dran. Leider fuhr dort keiner auf der hügeligen, kurvigen Strecke. Schade, das hätte ich gerne gesehen. Der Park am sich ist riesig. Das hätte ich nicht gedacht. Und sie ist sehr leer. Das hätte ich auch nicht gedacht, da alle Arenen der Öffentlichkeit zur freien Verfügung stehen. Allerdings war es Mittwoch am frühen Nachmittag. Wahrscheinlich ist's am späten Nachmittag oder am Wochenende hier voller. Das Eröffnungsstadion war wirklich bemerkenswert groß. Interessant fand ich, dass das Parkhaus direkt im Stadion -erreichbar über vier wasserturmähnlichen Türmen- eingebaut ist. Danach schaute ich mir noch die Aquaarena an, in dem es einen coolen Sprungturm gab. Sonst war's halt Wasser. Ich nahm anschließend den Bus und die Bahn zur Uni, um mit Annie wieder Bouldern zu gehen. Diesmal kannten wir ja schon viele Leute, also fühlten wir uns nicht so alleine und ängstlich. Ich schaffte fast alle blauen Routen und Annie hielt gut mit den ganzen Jungs mit (bei 20 Jungs waren mit ihr 2 Mädchen da). Um den Abend wieder entspannt ausklingen zu lassen, gingen wir wieder mit in den Pub, tranken Bier und unterhielten uns mit Ben und Ryan. Diesmal gingen wir aber ein bisschen früher als letztes Mal, weil Ben seine Bahn das letzte Mal gerade so bekommen hatte und das die letzte fahrende war. Also waren wir um 12 schon zu Hause.

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Sydney Harbour National Park, South Heads (18.8.)
Nachdem ich in den letzten Tagen sehr viel Strand gesehen hatte, wurde es heut mal wieder Zeit für ein bisschen Natur. Ich fuhr also mit dem Bus nach Watson Bay, wo der Sydney Harbour national Park, South heads, lokalisiert ist. Dieser NP umfasst weitesgehend eine interessante Formation von Klippen, welche direkt am Meer sind. An diesen lief ich zuerst entlang, bis ich zu einer kleinen Bucht namens Camp Grove kam. Dort hüpfte ich auf den im Meer liegen den Felsen herum und begutachtete die geniale Sicht auf die Sydneyer Innenstadt, die sich majestätisch hinter dem Grün der anderen Teile des National Parks erhob. Von da aus liefe ich einen historischen Wanderweg zum naheliegenden Leuchtturm, und welche man einen Spitzenblick auf Manly, den Sydney Harbor national Park, North heads, sowie das offene Meer hatte. Dort hielt ich mich eine Weile auf, bis die Sonne langsam untergehen. Ich entschloss mich mit der Fähre zurück zur Innenstadt zu fahren. Während der Fahrt tauchte die Sonne langsam in den Hafen ein. Ein sehr schöner Abschied für einen sehr schönen Tag.
Coastal Walk Bondi-Maroubra (17.8.)
Ah, und wieder scheint die Sonne. Ein toller Tag, um wieder einmal an den Strand zu gehen. Und an nicht nur irgendeinen Strand- an den berühmten Bondi Beach. Dieser war voll mit Surfern und die Wellen hatten eine respektable Höhe (3 Meter), also mussten diese scheinbar relativ gut sein. Ich blieb also stehen und beobachte, wie die einen ständig runterfielen während die anderen z.T. Über die anderen drüberfuhren, so rasant waren die. Nach einer Weile machte ich mich auf zum Ben Buckler Point, wo ich mehr als eine Stunde lang den Wellen gegen die Steine schlagen zusah. Das Wasser flog dabei bis zu 5 Meter hoch! Einige Leute wollten sich vor diesen Brechern fotografieren, wollten aber nicht naß werden. Haha, Ironie des Schicksals: alle wurden von einer riesigen Welle überrascht und wurden platschnass. Von da aus nahm ich dann den Coastal Walk Richtung Tamarama Beach, wo auch viele Surfer ihr Glück versuchten. Auch am Bronte Beach war das selbe zu beobachten. Cool ist, dass an jedem Strand auch ein kostenloser Pool zur Verfügung steht, weil die Strömungen im Meer schwimmen sehr gefährlich macht. Diese sind fast immer direkt im oder am Meer installiert, sodass man wenn man im Pool sitzt das Gefühl hat, im Meer zu sitzen. Auf dem Coastal Walk gibt es mehrere Ausblickspunkte, von denen man aus einen erstklassigen Blick aufs Meer sowie die Küstenstreifen von Sydneys Wohngegenden hat. Die Ausblicke laden einen wirklich zum verweilen und Zeit vergessen ein. Dann ging’s zum Coogee Beach und da es schon langsam dunkel wurde, musste ich mich schnell beeilen um zum Maroubra Beach noch zu kommen. Dort angekommen, war die Sonne schon untergegangen, aber einpasst Surfer waren trotzdem noch vor Ort, die richtig gut waren! Ich beobachtete sie nur für ca. 10 Minuten, aber der eine machte ein Haufen Cutbacks um dann seinen ritt mit einem 360 zu beenden. Der andere machte dann noch ein Tube Ride, was bei der Wellengröße eigentlich unmöglich hätte sein müssen. Unglaublich geil einfach nur. Abends war Annie dann endlich wieder da und wir verbrachten den Abend damit, uns von unseren Wochenenden zu berichten als auch seltsame Serien zu schauen.