frischer Tee
Sein Wunsch, mein Befehl. Die Tasse steht schon griffbereit, der Wasserkocher brodelt geräuschvoll. Mit einem ‚klick‘ kehrt wieder Ruhe in das ungestühme Rauschblubbern ein. Die Tasse wird gefüllt und mit dem Wunschteebeutel in der Hand zum Master verbracht. Nicht zu schnell, nicht zu langsam – es darf nichts heraus schwappen.
Die Tasse geräuschlos auf seinem Schreibtisch abgestellt. Ritualisiert sind die Hände zusammen geführt und der Teebeutel mittig positioniert. Leicht vor gebeugt zum Master präsentiert.
Der Blick auf die über die Tastatur fliegenden Finger gerichtet. Konzentriert auf ruhige Atmung, konzentriert auf Position.
Nun pausieren die Finger, seine eine Hand nimmt den Teebeutel, die andere Hand rührt klimpernd im Stifte Glas. Die Klammer ist schnell gegriffen und der Teebeutel schnell an dem von ihm entfernten und durchs vorbeugen entsprechend präsentierten Nippel befestigt. Das seichte ziehen des Klammerdrucks durchwabert meinen Körper von der Brust in den Oberkörper hinein. Sein kaum wahrnehmbares Nicken, das Zeichen die Hände hinter den Rücken zu führen und den Teebeutel mittels Überbeugen in die Tasse mit heißem Wasser.
Seine Finger fliegen weiter über die Tastatur, Buchstabenwürmer reihen sich zu Wörtern und Zeilen. Seine Finger fliegen leise klickernd weiter, seine schönen Finger. Wie sie doch den freien Nippel greifen könnten. Wie sie doch zwischen die Beine fahren könnten. Wie sie doch dort herumspielen oder einfahren könnten. Wie sie doch Haut greifen, liebkosen, kratzen oder schlagen könnten. Wie sie doch mit dem Haar an der Schulter spielen könnten.
Das Wasser färbt sich. Teegeruch steigt auf, leises atmen.
Lass ihn ruhig ziehen, lass mich ruhig stehen.
Achte nicht auf mich – ich bin nur ein Objekt.













