Ji-hoon - Niemand wusste genau, ob das sein echter Name war – und genau so sollte es sein.
Tagsüber war er kaum auffällig. In einem kleinen Café saß er oft allein, trank seinen Kaffee schwarz und beobachtete still die Straße. Sein Blick wirkte entspannt, aber er registrierte jede Bewegung: wer zu lange stehen blieb, wer nervös aufs Handy schaute, wer den Raum scannte, statt einfach nur da zu sein.
Sein eigentlicher Job begann, wenn die Stadt lauter wurde. Vor Clubs, bei Events oder in anonymen Limousinen – Ji-hoon war immer da, wo jemand wichtig genug war, geschützt zu werden. Er sprach wenig, bewegte sich effizient und blieb konsequent im Hintergrund. Die meisten Gäste bemerkten ihn nicht einmal. Und wenn doch, dann nur für einen kurzen Moment, bevor ihr Blick weiterwanderte.
Einmal, an einem verregneten Abend, saß er nach einem Einsatz im Auto auf dem Rücksitz, noch im Anzug, die Krawatte leicht gelockert. Der Auftrag war sauber verlaufen. Keine Zwischenfälle. Genau so, wie es sein sollte. Trotzdem blieb sein Blick wachsam, während die Regentropfen über das Fenster liefen.
Er hatte sich diesen Job ausgesucht, weil er gut darin war – nicht, weil er ihn liebte. Was er mochte, war ein kurzer Blick in ein normales Leben, das er selbst nie ganz führen würde.
Und am nächsten Morgen saß er wieder im Café, als wäre nichts gewesen.
Rules? … I don’t know! … Fvkk around and find out, I guess…












