Mit übergewicht als Mädchen in den 2010er aufwachsen.
Wie erwähnt bin ich 18 Jahre alt und somit im Jahre 2007 geboren, ich möchte gerne etwas darüber erzhälen wie es war mit Übergewicht in dieser Zeit aufzuwachsen.
Bitte die Rechtschreibfehler ignorieren, Danke!
Es war allgemein bekannt, dass man in dieser Zeit nur als schön galt wenn man schlank war, meistens schon ungesund dünn. Ich errine mich noch an das erste mal als ich als fett beleidigt wurde. Ich war ungefähr 4 oder 5 Jahre alt, noch im Kindergarten, ich spielte mit einem Mädchen ein Karten spiel, als sie mich einfach ansah und sagte "du bist fett". Es ist zwar keine schwere Beleidigung in dem Sinne, aber schockiernd wie früh unsbei gebracht wird, dass Menschen mit Übergewicht etwas schlimmes sind. Damals war es mir noch recht egal, das änderte sich erst in meiner Hauptschulzeit, als ich ungefähr 12 Jahr alt war. Kinder oder besser gesagt Jugendliche können ziemlich frech sein. Im Schwimmunterricht wurde gerufen bevor ich ins Wasser sprang "Achtung! Jetzt kommt ein Tsunami!". Aber was das schlimmste ist, sind nicht die Beleidigungen eines Menschen sondern das Verhalten. Die Blicke, das Gefühl zu groß zu sein, oder am schlimmsten einfach nicht dazu zugehören.
Es war normal dass meine Tante einfach fast nichts aß um abzunehmen, denn damals war das eine gängige Diät. Es war auch unangehmen mit meinen Freunden in der Öffentlichkeit zu essen. Nun fast 13 Jahre hat es gedauert bis ich etwas selbstbewusst wurde und lernte zu meinem Körper zu stehen und zu erkennen das ich hübsch bin. Weil damals gab es kein Body Positivity, und in Hollywood wurden frauen mit normal Gewicht als Dick betittel. Nun wenn man ein kleines Mädchen mit zu viel Gewicht ist, wird man sich niemals hübsch fühlen, wenn alle Film Charactere die man liebt, extrem schlank sind und die Mädchen mit mehr Gewicht immer die komischen waren. Es war auch komplett normal im Fernsehen, Übergewichtige Menschen zu verspotten, es galt als Lustig und wenn man etwas sagte, hieß es nur man soll nicht alles so ernst nehmen.
Ich fing auch sehr spät an mich zu schminken, weil ich Angst hatte die Leute würden eine Veränderung an mir sehen und mich sofort wieder verspotten. Bis zu dem Zeitpunkt an dem ich selbstbewusst wurde, trug ich Männerklammotten, damit es nicht so auffält.
In der Liebe hatte ich auch nicht viel Glück, die Männer beobachteten mich kaum, nur als Freund. Und wenn jemand interesse hatte, dann waren es nur in meinen Augen komische Menschen. Als übergewichtiges Mädchen hofft man wenn man mit Freunden raus geht, von irgendjemanden angesprochen zu werden, nun dass passiert so gut wie nie, weshalb man innerlich sofort mit seinen Freunden vergleicht, weil man denkt sie wären besser als man selbst und jeder der Interesse hätte würde nur sie nehmen.
Man wird auch schnell abgestempelt, als die Dicke, übertrieben Feministische Freundinn, oder es werden Witze gemacht wie "i take the fat one for the Team".
Ärzte sind ein Horror, ich leide selber unter einer Stoffwechsel Erkrankungen. Man brauchte 14 Jahre um dies zu Diagnostizieren, weil es einfacher war einem Kind zu sagen es soll nicht so viel fressen anstatt einen weiteren Test zu machen. Meine Mutter haben die Leute auch verurteilt, alle meinten ich bekomme nur Fast Food und meine Mutter kocht nicht. Es war aber im Gegenteil, selten gingen wir einmal essen, es wurde immer gekocht, mit viel Gemüse und es gab immer einen Salat dazu. Doch sobald man zu einem Arzt geht, egal was für ein Problem, ist immer das Gewicht schuld. Versteht mich nicht falsch, Übergwicht kann einen sehr Krank machen, aber es ist nicht Schuld an allen was man hat.
Es war auch immer peinlich zu sagen dass man Sport macht, entweder wurde man mit Blicken verurteilt, die Leute machten sich lustigen oder sagten dir ihre Meinung dirket ins Gesicht.
Heutzutage haben wir angefangen umzudenken, es wird natürlich niemals alle der selben Meinung sein, sondern immer ein Paar Hater geben. Aber wichtig ist dass wir uns nicht davon unterkriegen lassen.
Ich hoffe ich konnte jemanden das Gefühl geben nicht alleine zu sein oder auch jemanden zum Nachdenken anzuregen.
Danke fürs lesen! Ihr seid alle Wundervoll.















