Abschließend nochmal die gesamte Reiseroute im Überblick. Insgesamt dürften das irgendwas zwischen 2500 und 3000km gewesen sein, so grob geschätzt.

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Tag 19-21 Phuket & Abschied http://goo.gl/maps/KuDPX Am frühen Morgen, nach einer weiteren sehr unruhigen Nacht im Hotel inmitten von Baulärm im Obergeschoss, Bässe von allen Seiten, knallenden Türen im Flur und weiteren eher zootypischen Brülllauten verließen wir nun am Mittwochmorgen Koh Phi Phi. Auf der Fähre nach Phuket hatten wir dann auch ein Bild der Geräuscherzeuger, die allesamt komatös auf dem unbestuhlten Oberdeck in recht unbequemer Weise lagen und ihren Rausch ausschliefen, sich jedoch zuvor noch gegenseitig zum erreichten Alkoholpegel der vergangenen Nacht beglückwünschten. Das Gesamtbild erweckte leicht den Eindruck einer Lampedusa-Fahrt. Immerhin waren alle Unstimmigkeiten im Magen, welche mich am Vortag vom Tauchen abhielten, überstanden. Ca. zwei Stunden später, ich hatte mir die Zeit mit dem Schreiben des Blogs vertrieben, waren wir recht gut durchgebraten inkl. eines anständigen Sonnenbrands. Mit mit Minibus ging es direkt weiter zum Hotel am Kata Beach, welcher sich westlich der Insel und in bester Sunset-Lage befindet. Wir bemerkten sofort die Ruhe im Hotelzimmer und gönnten uns schließlich noch etwas Vogelgezwitscher nach dem Öffnen der Balkontür. Herrlich! Der nächste Magnet war natürlich der Strand. Dieser war ziemlich groß, mit 2-reihig angeordneten Liegen und benimmlosen Russen übersiedelt. Aber zum Liegen, Relaxen und Baden inmitten von hohen Wellen und einigen Surfern vollkommen OK. Abends Essen, ausschlafen, Strand, herrliche Sonnenuntergänge ... so lassen wir den Urlaub ausklingen. Sehr interessant sind hier übrigens die Tankstellen. Mancheiner wird jetzt vermutlich denken, nagut, da stehen dann jetzt einfach die Zapfsäulen in der Gegend rum ... aber das wär dann ja noch sicher, nene! Benzin wird hier einfach in Flaschen am Straßenrand verkauft, fein aufsortiert im Regal und von der Sonne in Szene gesetzt. Sodann, nu heißt es Abschied nehmen. Beim Schreiben der letzten Zeilen wird einem ja dann schon sehr wehmütig. Die drei Wochen waren, wie immer in solchen Situationen, viel zu schnell rum. Es war so dermaßen schön hier, das kann man nicht wirklich alles in Worte fassen. Wir hoffen, dass wir trotzdem einige Eindrücke mit diesem Blog vermitteln und bei dem ein oder anderen das Reisefieber in dieses tolle und so vielseitige Land wecken konnten. Ein besonderer Dank geht natürlich auch an Kerstin und Ricardo, mit denen wir so einige wirklich sensationelle Abende verbringen durften! Wir freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen! Ein kurzer Blick auf den Wetterbericht sagt aktuell 23 Grad Temperaturgefälle Richtung Heimat aus. Dazu kommt Regen und der Fakt, dass in zwei Wochen 1.Advent ist. Nee, da ist die Motivation wirklich stark am Boden, in drei Stunden ins Taxi Richtung Flughafen zu steigen. Phuket-Bangkok-London-Berlin, wir hoffen auf ein neues, dass wir das Gepäck in Berlin wieder entgegennehmen dürfen. Mach's gut Thailand! Bis zum nächsten mal, laa goon nakha!
Tag 16-18 Koh Phi Phi Don http://goo.gl/maps/LYSEj
Eines sei in diesem Bericht mal vorab erwähnt: das Leben ist kein Ponyhof, das Yin braucht sein Yang und ein Urlaub darf auch mal schlechte Seiten haben. Aber nun mal ganz von vorn. Heute konnten wir mal wieder feststellen, dass Zeitpunkte in Thailand definitiv variable Größen sind. Die Überfahrt nach Koh Phi Phi war eigentlich für 9:15 angesetzt. Die Antwort auf unsere Frage eine halbe Stunde danach, ob man wisse, wann das Boot nun startet war dann einfach: “soon…”. Gegen zehn ging es dann doch los. Da es hier kein richtiges Pier gab, wurden wir mit Longtailbooten weiter aufs Meer gefahren, wo wir dann auf ein größeres Boot umstiegen, so wie ziemlich viele andere Reisende. Der Anblick der vielen Reisenden hat uns an sich schon jetzt so ein “Gefühl” bereitet aber die Ankunft auf Phi Phi komplettierte dieses Gefühl dann endgültig: Menschenmassen über Menschenmassen, die sich bei der Ankunft am Hafen einen Weg durch die ebenfalls nicht in geringer Anzahl anwesenden Taxibootanbieter durchzuschlagen versuchten. Für deren Geschäft war das wohl die reinste Goldgräberstimmung. Auch wir fanden unseren Mann, welcher jedoch glücklicherweise ein Schild unseres Hotels hochhielt und unsere Namen bereits auf einem Zettel vermerkt hatte, was ihn direkt zum Mann des Vertrauens werden ließ. Unser Gepäck wurde kurzerhand auf einem großen Handwagen verstaut und wir wurden quer durch die Stadt zu unserem Hotel gebracht. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Straßen merkten wir, dass hier alles recht europäisch angepasst war. Überall gab es Pizza, Sandwiches und Burger. Nichts mehr von dem thailändischen Flair eines gemütlichen familienbetriebenen Restaurants, in denen wir fast allein bedient wurden. Nach einem Stück Pizza2Go begaben wir uns an den Strand. Auch hier war alles sehr voll und für ein Paar Liegen zahlten wir 300Baht (ca. €7,50), was für thailändische Verhältnisse schon recht teuer schien. Drei Stunden später, so gegen 17Uhr, wurden wir dann darauf hingewiesen, dass wir noch 10min. hätten, da danach der Platz zum Aufbau der Stranddiskothek benötigt werden würde. Die Angestellten verstärkten ihr Anliegen, indem sie in unserer Nähe sehr ausgelassen Fußball spielten, wobei der Ball nicht zu selten auf unseren noch nicht ganz aufstehwilligen Körpern landete. Die anschließende Suche nach Briefkästen gestaltete sich mehr als schwierig. Scheinbar schreibt von diesem Ort niemand Karten. Fast kein Wunder, da diverseste Lokalitäten hier mittlerweile mehr mit Free-Wifi als mit ihrem eigentlichen Angebot werben. Unsere Karte und auch ein Befragter deuteten auf eine Post in der Nähe hin, welche wir aber mit jedem Versuch der Annäherung lediglich immer wieder zu umkreisen schienen. Plötzlich entdeckten wir einen kleinen Kanister, der mit seiner Aufschrift unmissverständlich deutlich machte, er könne uns mit unserem Anliegen weiterhelfen. Geschafft. Am Abend kamen wir in der Rooftop-Bar gegenüber unseres Hotels mit drei Deutschen ins Gespräch, welche uns später mit in eine der Stranddiskotheken schleppte. Dort war tatsächlich die Hölle los. Limbo unter brennenden Stangen, brennende Tanzfläche und Feuershows. Am nächsten Tag nahmen wir uns vor, einen etwas ruhigeren Strand zu suchen. Wir spazierten durch die Stadt, während beim Anblick der vielen Tauchanbieter in mir der Drang nach einem Tauchgang wuchs. Wir machten direkt einen Termin für den nächsten Morgen und ich bekam noch etwas Lektüre zur Auffrischung meiner bisherigen Kenntnisse mit. Es hieß, wir können uns mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf die Sichtung von Haien, Schildkröten und Mantarochen freuen. Wow! Der Tauchmensch empfahl uns dann noch einen etwas entspannteren Strand, zu dem wir hinspazierten und an dem wir den restlichen Tag verbrachten. Auf dem Weg dorthin fanden wir noch ein paar Tausendfüßler, welche hierzulande so ca. 15cm lang sind. Am Abend zurück im Hotel schnappte ich mir meine Tauchlektüre, um diese durchzuarbeiten. Noch schnell was Essen gehen und dann schlafen, schließlich sollte am nächsten Morgen schon um 7:15 Treffpunkt sein. Doch dann kam leider alles anders als wir dachten. Mich hatte in der Nacht eine derbe Magenverstimmung heimgesucht. Dazu kamen die permanenten urzeitartigen Schreie tiefbetrunkener Partyinselurlauber gemischt mit den Bässen mehrer Diskotheken und Bars, welche ohnehin für wenig Schlaf sorgten. Kurzum, den Tauchgang mussten wir absagen. Den restlichen Tag verbrachten wir dann im Hotel. Am Abend machten wir noch einen kurzen Spaziergang am Strand, wo bereits sämtliche Diskotheken wieder aufgebaut und in Wartestellung waren. So verschwanden wir dann schnell wieder im Hotel, schauten noch eine Folge Lanz in der Deutschen Welle und beendeten den Tag mit der Hoffnung, dass auf Phuket, unserem letzten Reiseziel, alles besser werden würde. Fazit: Koh Phi Phi ist der Ballermann6 Thailands.
Tag 15 Relaxing am Tonsai Beach http://goo.gl/maps/BCHVx Heute waren wir mal so richtig schön faul. Nach nem Frühstück haben wir es uns auf den Liegeflächen unterhalb des Kletterfelsens gemütlich gemacht, um die wagemutigen Kletterer bei ihren Felseroberungen zu beobachten. Am frühen Nachmittag wurde es dann spannend, denn eine Gruppe junger Leute malte ein Kreuz in den Sandstrand, welches anschließend noch mit einem fies grinsenden Gesicht umziert wurde. Das ganze diente als Zielfläche für den bald erwarteten Basejumper. Der Typ hatte scheinbar nichts besseres zu tun, als fast alltäglich den Felsen zu erklimmen, um dann von oben mit dem Fallschirm wieder runterzuspringen. In jedem Fall hatte er bereits ein treues Publikum, welches nach seiner Landung Noten auf Pappschildern in die Luft hielt und laut applaudierte. Den restlichen Tag verbrachten wir dann weiter damit, uns im lauwarmen Nass "abzukühlen", in der Sonne zu brutzeln und den Affen, welche den menschlichen Kletterern anständig Konkurrenz machten, zuzusehen. Ein Jongleur am Strand verpasste dem Sonnenuntergang am Abend noch eine ganz besondere Note. Beim Strandspaziergang nach dem Abendessen fanden wir heute leider keine Livemusik und ohnehin schienen die Bars heute alle sehr leer zu sein. Wir beschlossen also, heute mal rechtzeitig ins Bett zu gehen, um für die morgige Fahrt nach Koh Phi Phi pünktlich aus dem Bett zu kommen.
Tag 14 Fahrt nach Krabi / Tonsai Bay http://goo.gl/maps/BCHVx Es ist Freitag, nun sind schon ganze 2 Wochen unserer Reise vorüber und so langsam muss man sich schon bemühen, keinen Gedanken an die Rückreise zu verschwenden, denn immerhin haben wir noch einiges vor uns. Und so starteten wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel, während wir die bunten Vögel (die Tiere) beim Aufsammeln der Krümel beobachteten. Dabei machten diese ganz erstaunliche Laute. Danach ging es dann nochmal ins Meer für eine schnelle Abkühlung woraufhin wir auscheckten und unsere Route für heute aufnahmen. Doch vorher war es uns noch ein großes Anliegen, das Tsunami Memorial in Khao Lak zu besuchen. Dort angekommen, fiel uns sofort ein großes Polizeiboot ins Auge. Dieses wurde, wie uns eine Infotafel verriet, von der Flutwelle erfasst und bis zum jetzigen Liegeort zwei km weit im Landesinnere getragen. Weitere Schautafeln verdeutlichten das Grauen ziemlich deutlich, das die Menschen, das Land und die gesamte Infrastruktur so plötzlich überkam. Beim Anblick dieser Bilder und beim Gedanken daran, dass die Menschen vor fast 9 Jahren, es war der Morgen des 2. Weihnachtsfeiertages, ein so dermaßen großes Unglück erlitten, überkam uns tiefstes Mitleid. Ein Stück weiter war ein Teil der Gedenkstätte noch im Bau, jedoch scheinbar schon eine Weile lang ohne größeren Fortschritt, sodass wir vermuteten, dass hier einfach die Mittel fehlten. Man kann jedoch unschwer vermuten, dass die Betonformen eine Welle darstellten, durch die man hindurchlaufen konnte. Nachdem wir das Gesehene einigermaßen verdaut hatten, ging die Reise los. Wir mussten uns ziemlich stark durchfragen und recht oft das Verkehrsmittel wechseln, doch am Ende und nach Einbruch der Dunkelheit kamen wir gut in am Tonsai Beach in Krabi an. Die Reise zusammengefasst: Taxi zur Bus Station Khao Lak, Bus nach Kohk Kloi, Bus nach Krabi, Tuk Tuk zum Ao Nang Pier und dann aufs Long Tail Boat zum Strand, welcher nur vom Wasser aus zu erreichen ist. Mit recht nassen Hosen und dreckigen Füßen vom abschließenden Marsch durch den Schlamm checkten wir im Resort ein. Anschließend Abendessen und Gegend erkunden. Wir waren hier an einem Ort, den hauptsächlich kletternde Backpacker und alternative Gemüter für sich erobert hatten. Es gab hier nämlich nicht mehr als einen riesigen Kletterfelsen, einen Strand, haufenweise Bars und Beachclubs und Dreadlocks. Das ganze war - bis auf den Wasserweg - recht gut von der Außenwelt abgeschnitten. Beim abendlichen Strandspaziergang ließen wir uns von der in der Bucht hallenden Livemusik locken und landeten in einer gar witzigen Bar. Die Musiker waren zugleich mehr oder minder gute Sänger, Barpersonal und Feuerpoi-Jongleure in einem. Wir tauchten für den Abend ab in dieser Stimmung, trafen dabei noch die feierwütigen Kanadier aus dem Nachtzug nach Surat Thani wieder und hatten einen tollen Abend, nachdem die Band glücklicherweise durch einen recht passablen House DJ ausgetauscht wurde.

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Tag 13 Similan Islands / Tachai http://goo.gl/maps/vi4ux Heute ging es (für urlaubsmäßige Verhältnisse) verdammt früh raus, denn ein Tagestrip zu den Similan Islands stand auf dem Plan. Dazu wurden wir per Minibus zum Pier gefahren, wie auch gefühlt weitere 20 Busse. Am Pier gab's dann Frühstück, jeder konnte sich Schwimmflossen in seiner Größe raussuchen und anschließend wurden wir dann nach Russe / nicht Russe sortiert. Für die Russen gab es nämlich extra Guides in Landessprache. So schossen wir dann ca. 1,5h per Speedboat übers mehr, bis wir auf Koh Tachai eintrafen. Beim Landgang entdeckten wir sofort einen riesigen, ca. 1m langen Varan, welcher sich gemächlich über den Strand schleppte, um sich aus dem Fokus der Touristen zu bringen. Staunen konnten wir vor allem aber über den weißen, fluffigen Strandsand und das klare Wasser. Wie gemalt und wunderschön! Was uns jedoch auch sofort auffiel, war der viele Müll, der vom Meer angespült und auch säckeweise rumlag. Es ist wirklich traurig, wenn man sieht, wie solch ein wundervoller Fleck Erde von den Menschen dermaßen mit Füßen getreten wird, dass es ihn in naher Zukunft in dieser Form vermutlich nicht mehr geben wird. Danach ging es mit dem Boot ein Stück weiter zum Schnorcheln. Dabei bestaunten wir Fische und Korallen in allen möglichen Formen und Farben. Nach einem weiteren Schnorchelgang an einer anderen Stelle ging es dann zurück auf die Insel zum Mittagessen. Gut gesättigt lud uns unser Guide nochmal auf ein kleines Trekking ein. Barfuß (denn unsere Schuhe mussten wir vor der Tour abgeben) wanderten wir über felsige Wege quer durch den Wald bis wir plötzlich eine tolle Aussicht auf eine Bucht hatten, welche auf der anderen Seite der Insel lag. Auf dem Weg dorthin sahen wir mehrere Krabben, welche uns scheu aus ihren Verstecken beobachteten. Während wir wieder zurückliefen und der Rest der Gruppe immernoch jedes Blatt einzeln umzudrehen schien, kam ich mit unserem Guide etwas ins Plaudern. Er erzählte mir, dass sein Wohnort Chiang Rai wäre (Tag 7, weißer Tempel) und dass er dort ein Haus hätte. Hier im Süden sei er nur während der Hochsaison, um Geld für seinen Bruder zu verdienen, der in Bangkok studiert. Er sagte, die Thais seien nunmal so, dass sie grundsätzlich sehr selbstlos leben und, wenn möglich, für ihre Familie und Mitmenschen sorgen würden. Er fragte mich, wie es diesbezüglich in meiner Heimat wäre, was mich ziemlich nachdenklich stimmte. Ich erwiderte, dass es diese Art Umsichtigkeit in meiner Heimat nicht gebe. Danach ging es zurück auf's Boot, wobei wir dann noch zwei kleine Schwarzspitzenhaie sahen, welche sich beim Einsteigen im Wasser tummelten. Ein tolles Gefühl, diese Tiere so nah zu sehen. Am Abend ging es mit Kerstin und Ricardo wieder in die Surferbar zu Diao. Nach einem leckeren Essen musten wir natürlich wieder ran, und unsere gelernten Sachen vom Vorabend weiter ausbauen. War natürlich wieder "alles easy" :-) Diao kümmerte sich wieder sehr herzlich um uns und zeigte uns seinen neun Monate alten Hund, welchen er pflegte, wie sein Kind. Wir kamen dann auch mit einer der Familienangehörigen ins Gespräch, die die Bar betreiben. Wir kamen auch auf das Thema Tsunami zu sprechen, was jedoch nicht einfach ist. Man merkt schnell, was für eine tiefe Trauer auch fast 10 Jahre nach dem Unglück noch in den Menschen steckt. Ein paar gemeinsame Runden Jenga mit Diao lockerten die Stimmung dann aber wieder auf. Und so endete dieser Abend ebenfalls wieder mit dem Taxifahrer, der uns wie bestellt aus dieser geselligen Stimmung holte. Diao stand noch eine Weile auf dem Weg, seinen Hund auf den Armen haltend und winkte uns hinterher, bis wir ihn nicht mehr sahen. Dies war leider nicht der einzige Abschied, der uns an diesem Abend sehr schwer fiel. Auch von Kerstin und Ricardo mussten wir uns verabschieden, wir versprachen jedoch, uns bald in heimatlichen Gefilden mal zu treffen. Wir freuen uns darauf!
Tag 12 Strandtag & Spiel mit dem Feuer http://goo.gl/maps/hTt1G Nach dem gestrigen Abend haben wir tief und fest geschlafen. So tief, dass wir glatt das Frühstück verpasst haben. Was solls, ab zum Strand, kurzes Wechselbad - Wasser - Sonne - Wasser - Sonne und dann direkt das Mittag zum Frühstück gemacht. Rotes Curry (und ich sag noch "European spicy") war dann auf den leeren Magen aber doch ne Erfahrung, die mich zum ersten Mal in diesem Urlaub daran hinderte, auch den letzten Rest aus dem Schälchen zu löffeln. Während die Fischerboote vor uns hin- und herknatterten, gönnten wir uns eine "Pause" auf den Liegen, in deren Besitz wir nach einiger Wartezeit endlich gekommen waren. Denn es waren zwar nicht allzu viele Menschen zugegen, jedoch alle Liegen vermutlich bereits schon vor Sonnenaufgang belegt, geschuldet den deutschen Tugenden in Form von überall verteilten Handtüchern. Den Sundowner genossen wir heute wieder gemeinsam mit Kerstin und Ricardo an unserer Strandbar. Es war wiedermal ein malerisches Schauspiel am Horizont, während Hunde, Jogger, und Fischer das Gesamtbild mit Leben füllten. Am Abend ging es dann gemeinsam in eine andere Strandbar, welche zugleich eine Surfstation war, jedoch an diesen Tagen (noch) recht leer war. Umso mehr Aufmerksamkeit wurde uns vom Kellner, sein Name ist Diao, geschenkt. Wir wurden köstlich bedient und genauso haben wir uns auch amüsiert, als Diao uns nach dem Essen seine Künste mit den Feuerpoi vorführte. Doch damit nicht genug, Diao war der festen Überzeugung, dass wir das auch können. "Easy, easy" sagte er immer und immer wieder, während er uns mit sagenhafter Geduld die Handgriffe zeigte und sich freute, wie wir schnell dazulernten. Wir jedoch waren froh, dass er uns das Feuer in den Poi ersparte, denn unsere Klamotten waren hinterher übersäht mit Rußflecken. Hätte unser bestellte Taxifahrer uns nicht unterbrochen, hätten wir vermutlich noch bis spät in die Nacht hinein weitergeübt. Ein toller Abend!
Die letzte Nacht im Baumhaus ist überstanden. Beim Frühstück noch schnell ein paar Erfahrungen mit anderen Backpackern ausgetauscht, die gerade von unserem nächsten Ziel kamen. Ab in den Minibus, ein paar weitere Backpacker eingesammelt und nun unterwegs nach Khao Lak.
Tag 10 Khao Sok Nationalpark / Ratchaprapha Nationalpark http://goo.gl/maps/hwYsZ Nachdem wir gestern Abend noch Besuch von einem faustgroßen fliegenden Insekt auf der Baumhausterasse hatten, welches wohl von unserem Licht angelockt wurde, ging es schnell ins Bett. Heute der Tag im Nationalpark war sehr imposant. Tolle Natur und ein paar "interessante" Tierchen. Morgen werden wir den Dschungel wieder verlassen, nach Khao Lak zurück in die Zivilisation fahren und den Strandteil unseres Urlaubs einläuten.
Die Geräuschkulisse der letzten Nacht ... erinnert zum Ende etwas an nen Gebäudealarm aber mit ohrenbetäubender Lautstärke.

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Tag 9 Ankunft im Süden http://goo.gl/maps/h5iu8 Geschafft. Der Ritt mit dem Nachtzug war ja wirklich mal ein Erlebnis! Ein Haufen feierwütiger Kanadier, enge Betten unter nem schrägen Dach und eine Zugtoilette, die während der wackeligen Fahrt eine ähnlich große Herausforderung war, wie ein Parcours Minigolf, in dem es bekanntlich darum geht, mit so wenig wie möglichen Versuchen das Loch zu treffen ... Mit 2h Verspätung kamen wir dann recht zerknautscht um 9Uhr Ortszeit in Surat Thani an, von wo es nach einem kurzen Frühstück per Minibus weiterging zu unserer Unterkunft. Diese ist diesmal für 2 Nächte ein Baumhaus mitten im Khao Sok Nationalpark. Von hier starteten wir heute gleich noch eine 2-stündige Kanutour, während der uns Affen und bunte Vögel begegneten aber auch dicke Kröten von Bäumen fast direkt in Boot sprangen. Später erfuhren wir, dass wir mit dem Wetter (aktuell tagsüber knapp über 30Grad und Sonnenschein) richtig Glück haben. Bis vor 2 Tagen sah das anders aus ... "Heavy rainfalls" tagelang ... Morgen geht es dann auf eine ganztägige Trekkingtour zum Ratchaprapha-See und wiedermal eine Höhlentour, während der wir diesmal sicherlich nicht trocken bleiben werden.
Der Wagen rollt … Schlafwagon 2. Klasse von Bangkok nach Surat Thani, 11h Fahrt … nicht die bequemste Art zu reisen aber auf jeden Fall nen Erlebnis wert!
Tag 7+8 http://goo.gl/maps/J1eaL Letzte Etappe unserer Autotour, vom Goldenen Dreieck zurück nach Chiang Mai und Weiterreise in den Süden.
Nach einem ausgiebigen Frühstück (mittlerweile zu viert, Ricardo und Kerstin lernten wir in den vergangen Tagen kennen, da sie die gleiche Reise wie wir absolvierten) im Hotel mit einem wunderbaren Blick auf den Mekong ging es direkt zur Hall of Opium, ein Museum, in dem alle Facetten des Opiumanbaus von Beginn an bis heute sehr ausführlich dargestellt sind. Reichtum, Welthandel, Kriege, Tod … die zentralen Begriffe, welche chronologisch äußerst akribisch aufgearbeitet und uns in Wort, Bild, und Ton sehr professionell dargestellt wurden und zum Nachdenken anregen sollen. Vermutlich kann man hier einen halben Tag verbringen, aber nach 2h beschlossen wir, die Weiterreise anzutreten, da wir noch einiges an Wegstrecke zu bewältigen hatten. Da wir am Vorabend bereits bei Sonnenuntergang am Länderdreieck ankamen, fuhren wir nochmal zum Aussichtspunkt, um das obligatorische “Wir waren hier”-Bild zu machen. Ein Abstecher zu einem Wat in den nahe gelegenen Bergen verschaffte uns einen abschließenden, beeindruckenden Panoramablick über die Landschaft. Auf dem Weg nach Chiang Mai stoppten wir dann am Wat Rong Khun, einem von Künstlerhand geschaffenen weißen Tempel, in dem alles etwas anders ist als bei herkömmlichen Wat’s. Sah überaus beeindruckend aus und eine interessante Message im inneren gab’s außerdem. Leider waren drinnen keine Foto’s erlaubt und jede Berührung der weißen glitzernden Steine wurde mit einer sofortigen Lautsprecherdurchsage “Don’t touch this, don’t touch this!!” bestätigt. Am Abend kamen wir aufgrund der Freitagabend-Rushhour mit einiger Verspätung in unserem kleinen gemütlichen Hotel in zentraler Lage der Innenstadt an. Die Bar “Tiger Kingdom” kannten wir schon vom vorangegangenen Chiang Mai-Abend und so trafen wir uns dort mit Ricardo, Kerstin und Oliver (lernten wir ebenfalls auf der Reise kennen) und verbrachten noch einen wundervollen Abend bei wahnsinnig guter Livemusik, gutem Essen, und einigen Chang’s…
Tag 8
Heute ist Reisetag und deswegen finde ich während des Fluges nach Bangkok Zeit, die Eindrücke wieder etwas ausführlicher zusammenzufassen. Mittlerweile sind wir in Bangkok angekommen und schwitzen bei 10Grad mehr als in Chiang Mai. Hier sind es jetzt satte 36 Grad. Nun heißt es warten auf den Nachtzug und dann wachen wir morgen früh im Süden Thailands, in Surat Thani auf, von wo es dann weiter geht nach Khao Sok in unsere Baumhausunterkunft.
Frühstück mit tollem Blick auf den Mekong. Heute letzte Etappe zurück zum Ausgangspunkt Chiang Mai.
Tag 6 Durch Berge und Täler http://goo.gl/maps/hkNBZ Heute ging es hoch hinaus. Quer durch die Berge schlängelte sich unsere Route und die Steigung der Straßen war stellenweise eine echte Herausforderung für unseren Mietwagen. Aber es lohnte sich, denn die Ausblicke über die Bergregionen von Myanmar waren phänomenal. Nun sind wir sicher am Mekong angekommen und staunen über die Mächtigkeit dieses Flusses, welche zugleich die Landesgrenze zwischen Thailand und Laos bildet.

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Die 3. Etappe
Tag 5 Potholes over potholes ... http://goo.gl/maps/Q07iY Gegen 18:00 bei fast untergegangener Sonne trafen wir endlich ohne Navi-Unterstützung aber mit dem Bauch voller Tee in unserer Unterkunft für die kommende Nacht ein. Was für eine Tour ... aber nochmal zurück zum Anfang. Der Tag startete mit den Besuchen zweier Wat's. Zur kurzen Erklärung, ein Wat ist ein Tempel und hierzulande so wie liegende oder stehende Säulen in Griechenland eigentlich an jeder 2. Ecke zu finden. Man gilt hier also nicht als Kulturbanause, wenn man den ein oder anderen Wat bei den Besichtigungen auslässt. Stattdessen lassen sich doch einige witzige Wortspiele bilden, auf die ich jetzt nicht weiter eingehe. Heute jedoch konnten wir in einem dieser Tempel eine interessante Szene miterlebten. Die Straßen hier sind nicht die besten und die Einhaltung von Verkehrsregeln wird von vielen Thailändern auch nicht unbedingt als wichtig empfunden und das wissen scheinbar auch die Mönche. Ein Mönch, welcher sich gerade von autofahrenden Bekannten verabschiedete, wollte vermutlich ganz sicher gehen, dass diese zusammen mit ihrem Vehikel gesund ihr Ziel erreichen würden. Der Mönch tauchte ein zu einer Art Pinsel gebundenes Häufchen Stroh in eine Schale mit einer Flüssigkeit ein und besprenkelte das Auto damit. Dies tat er gründlich und von allen Seiten und übergab schließlich den restlichen Inhalt der Flüssigkeit, vermutlich geweites Wasser, dem Reisenden in eine Tupperdose. Mit ungeweihtem Auto fuhren wir dann weiter zu heißen Wasserquellen und verregneten Wasserfällen, vorbei an riesigen Weihnachtssternen und durch Städte, in denen die Hauptstraße auch gern mal als erweiterte Nutzfläche umfunktioniert wird. Kurz vor Ende der Tour landeten wir dann eher zufällig in einem Bergdorf der "Akha". Diese zeigten uns sehr unmissverständlich, dass Zufriedenheit auf dieser Welt eine sehr relative Geschichte ist. Ganz nebenbei wurde im Dorf während unserer Anwesenheit auch noch eine Sau geschlachtet, was den Jugendlichen dort sichtlich Freude bereitete. Zum Abschluss unserer heutigen Route machten wir eine kurze Teepause, bei der uns zu Verkostungszwecken jedoch gleich 2 Teekannen und drei kleinere Tees gereicht wurden. Mit dieser letzten Erfahrung für heute und viel leckerem Tee im Bauch machten wir uns auf, unser Hotel zu suchen. Da wir von der Mietwagenfirma scheinbar ein falsches Navi bekommen haben, in dem unsere Wegepunkte nicht wie versprochen verzeichnet waren, sind wir auf unser Handy und die verbalen Routenempfehlungen angewiesen. Die Sonne ging so langsam unter, der nicht vorhandene Handyempfang machten die Handynavigation unmöglich und die Routenbeschreibung an dieser Stelle war ebenfalls verbesserungswürdig. Naja, zum Glück sind viele Thais des Englischem mächtig und somit fanden wir dann doch noch pünktlich zum Sonnenuntergang unser Tagesziel.