Statt einem Tag Pause mit Ausruhen am Bras-dâOr-See ein Tag Autofahrt (naja, eigentlich nur etwa vier Stunden). Das Wetter an unserem geplanten Stop war kalt und stĂŒrmisch, wir hĂ€tten diesen Tag dann wohl vor allem im Camper verbracht. Also weiter nach Halifax. GroĂstadt! Ist mit unserem Laster natĂŒrlich besonders aufregend.
Ein paar Zahlen zu unserem Camper. Es ist ein Ford, also so Ă€hnlich wie Fiesta oder Focus. Aber unserer hat zehn Zylinder, einen Hubraum von 4,5 Liter und verbraucht 25 bis 30 Liter. Wenn man ihn ganz besonders soft und sparsam bewegt, dann braucht er: 25 bis 30 Liter. Nach etwa einer Woche habe ich noch keine Möglichkeit entdeckt, das irgendwie spĂŒrbar zu beeinflussen.
Tanken soll man spÀtestens, wenn der Tank noch ein viertel voll ist. Dann passen rund 130 Liter rein und man zahlt etwa 170 Dollar.
LĂ€nge ist nach unserer SchĂ€tzung fast neun Meter. Es gibt zwei Slide-Outs, 6-7 SchlafplĂ€tze (fĂŒr 2 Personen; wir hatten das nicht so gebucht!), ein richtiges Schlafzimmer, Sitzgruppe, Sofa, KĂŒhl-Gefrierkombination, Heizung und Klimaanlage.
Es fehlen eher die praktischen Kleinigkeiten: eine RĂŒckfahrkamera, die man uns in Deutschland schon fĂŒr einen Kleinwagen andrehen wollte, wĂ€re praktisch. Ohne einen Helfer drauĂen geht gar nix. Ein Thermometer wĂ€re ebenfalls hilfreich, weil wir Schadenersatz leisten mĂŒssen, wenn ĂŒber Nacht etwas einfriert. Wir sollen Radio hören, hieĂ es, da kommt halbstĂŒndlich eine Vorhersage der Temperaturen. Und zwei einfache Bretter zum Ausgleich bei Schiefstand wĂ€ren auch einfach bereit zu stellen.
Aber wir wollen nicht meckern: Wir wollten es kanadisch und im Vergleich zu anderen Campern ist unserer im unteren Durchschnitt und völlig ok fĂŒr uns.