Zusammenfassung
1. Woche: Überleben 4h Schlaf/Nacht - keine freie Minute ohne Unterrichtsplanung Träumen von misslungenem Unterricht und juristischen Auseinandersetzungen mit Eltern weinen in der Straßenbahn, weil ich mir das einfacher vorgestellt habe 2. Woche Euphorie es scheint ungefähr zu klappen: ich mache Unterricht, die Schüler finden es halbwegs interessant, ich denk mir ein paar lustige Sachen aus, ich schlafe wieder 7h/Nacht und im Vergleich zu den anderen Anfängern bin ich scheinbar halbwegs entspannt. vielleicht...vielleicht habe ich wirklich einen job, der mir spaß macht und der wirklich sinnvoll ist 3. Woche hmm, kranksein ersten Unterrichtsbesuch überlebt, aber ich stecke in einer mentalen Sackgasse: ich wollte inspirieren, stattdessen habe ich Angst, dass ich den Lehrplan nicht einhalte und versuche möglichst viel Stoff durchzukriegen und bin sauer, wenn die Kinder nicht zuhören
und warum soll ich nochmal quer durch Berlin zu Seminaren fahren? morgens um 8 nach Britz, dann nach Zehlendorf, am nächsten Tag nach Westend. ist ja nett, dass wir “Raum für Reflexion” bekommen, aber “Indokrination” und “Anwesenheitspflicht” bleiben leider mehr in meinem Kopf hängen. Muss man, um Lehrer zu werden, selbst nochmal die Zwänge eines Schülers erleben?










