Uu~uund eine weitere Fanfiction fĂŒr die Holzcolony. Bald hab ich sie alle durch :D Ist nicht perfekt und ich hĂ€tte noch viel mehr schreiben können, aber irgendwo muss das ja mal zu einem Ende kommen ;P
Eine leichte Brise wehte durch den Raum, der Duft von Blumen lag in der Luft und eine leise Melodie erklang aus der Ferne. Drayco holte tief Luft und drehte sich auf dem weichen Gras um. Er war noch viel zu mĂŒde, um aufzustehen und der kĂŒhle Luftzug tat bei diesem heiĂen Sommerwetter einfach zu gut, nachdem er sich gestern ewig im Bett hin und hergeworfen hatte⊠Moment. Luftzug? Blumenduft? GRAS?!
Erschrocken riss Drayco die Augen auf und war mit einem Ruck aufgestanden, stand nun mit wackeligen Beinen in ungewohnter Umgebung. Das war nicht sein Bett und auch nicht sein Zimmer. Er lag mitten in einer riesigen Ebene, um ihn herum Gras und BÀume, in der Ferne kahle Klippen. Wie zur Hölle war er hier hergekommen? So viel hatte er auf der Communitytreffen am vorigen Abend doch auch wieder nicht getrunken. Und auch wenn die anderen gerne mal bekloppte Aktionen durchzogen, traute er ihnen doch nicht zu ihn mitten im Nirgendwo auszusetzen.
âHallo? Ist hier irgendjemand?â Aufmerksam sah sich Drayco um und auch wenn ihm die Gegend vage vertraut vorkam, hatte er keine Ahnung wo er sich befand. Verdammt. Was zur Hölle war hier los? FĂŒr einen Traum war das alles einfach zu realistisch.
âHey! Hello~o,â ertönte direkt neben ihm eine helle Stimme begleitet von dem LĂ€uten kleiner Glöckchen, dass ihm nur zu vertraut war. Kurz erstarrte er und drehte dann den Kopf langsam, geradezu mechanisch zur Seite. TatsĂ€chlich flatterte dort direkt vor ihm eine leuchtende Kugel mit winzigen FlĂŒgeln. Das war doch⊠Nein! Das konnte nicht sein.
Drayco rieb sich einmal vehement ĂŒber die Augen, doch als er sie wieder öffnete war das Wesen immer noch da und um die Anwesenheit noch reeller zu machen flog es ihm gegen den Kopf in einer Art Kopfnuss. âHey! Hörst du mir ĂŒberhaupt zu?â
Immer noch wie in Trance ignorierte er die Worte des Wesens und streckte seine Hand aus, um sie gegen die blaue Kugel zu drĂŒcken. âHey! Pass doch auf!â
âNatĂŒrlich bin ich echt. Warum sollte ich es denn nicht sein?â Die kleine Fee flog eine Runde um seinen Kopf und schwebte dann wieder vor seiner Nase. âMein Name istâŠâ
âNavi. Du bist NAVI!â
Die Fee schwebte fĂŒr einen Moment schrĂ€g, als wĂŒrde sie den Kopf zur Seite legen und machte dann eine nickende Bewegung. âDie Weisen haben mir gesagt, dass du wissen könntest, wer ich bin. AuserwĂ€hlter, der du aus einer Welt kommst, die einen Spiegel zu unserem Universum besitzt. Du wurdest hierhergerufen, um uns vor dem Untergang zu retten.â
Drayco blinzelte ein paar Mal verwirrt und fing an zu lachen. Er wusste nicht wirklich warum er das tat. Die Situation war alles andere als lustig und er war kein Mensch, der einfach grundlos lachte, aber das hier war alles einfach so unglaublich unrealistisch, dass er einfach nicht anders konnte. âIch? Die Welt retten? HĂ€ttet ihr euch nicht lieber Dwayne The Rock Johnson oder einen Ă€hnlichen Berg von Mensch holen können.â
Navi schĂŒttelte sich vehement und flog ihm noch einmal mit voller Wucht gegen die Stirn. Und verdammt, auch wenn es sich um einen winzigen Ball aus Licht handelte tat das doch ganz schön weh. âDu musst mir glauben. Du musst an dich glauben. Du kannst die Welt retten. Du wurdest von allen Menschen eurer Welt auserwĂ€hlt. Die Magie der Weisen tĂ€uscht sich nicht. AuĂerdem trĂ€gst du-â
âUnd warum kann Link nicht wie immer eure Welt retten. Ich meine das hier ist dochâŠâ Drayco sah sich noch einmal um und auch wenn um ihn herum nur wenige markante Orte zu sehen waren, konnte er die Umgebung nun zuordnen. âOcarina of Time. So friedlich wie es aussieht wĂŒrde ich sagen, dass der junge Link noch im Dorf der Kokiri lebt und du ihn bald fĂŒr sein Abenteuer abholen musst.â
âDie Abenteuer unseres Königs Link liegen nun schon lange Zeit zurĂŒck. Er und Königin Zelda sind mittlerweile zu alt, um das aufkommende Böse zu bezwingen. Sie nutzten die Magie der Weisen um dich hierherzubringen. Link hat mich entsandt dich zu finden und ins Schloss zu geleiten, Held der Dimensionen, â erklĂ€rte Navi mit einer SelbstverstĂ€ndlichkeit, die Drayco fast glauben lieĂ, dass all das der Wahrheit entsprach. âUnd sieh dich doch an. Auch unser Held König Link war kein groĂe KĂ€mpfer bevor er in die Welt zog um uns alle vor dem bösen Ganon zu retten.â
Drayco schnaubte amĂŒsiert und rollte mit den Augen. âAber er hatte einen Teil des Triforce. Und ich? Eins meiner besonderen Talente ist, dass ich jederzeit mit den Fingern knacken kann. In einem Kampf ist das alles andere als beeindruckend. Sieh mich an; Ich bin ein normaler-â Drayco deutete an sich hinab und folgte der Bewegung mit dem Blick, nur um innezuhalten. Das war nicht sein Schlafshirt. Er trug tatsĂ€chlich die gleichen Klamotten, wie Link sie im spĂ€teren Part dieses Spieles getragen hatte. An seinem GĂŒrtel hing sogar eine grĂŒne MĂŒtze befestigt. Wie zur Hölle hatte er das erst jetzt bemerkt? âIchâŠâ
âDu bist unser neuer Held, sieh es endlich ein. Und wenn du mir immer noch nicht glaubst sieh auf deinen HandrĂŒcken.â
Drayco schluckte nervös und hob dann langsam die Hand. ZunĂ€chst war nichts zu sehen, doch als sich Navi auf seine ausgestreckten Fingerspitzen setzte leuchtete ein goldenes Dreieck auf seinem HandrĂŒcken auf.
âDas TriforceâŠ? Aber wieso?â
âIch sagte doch, wir brĂ€uchten deine Hilfe. Das Leben hier ist mittlerweile alles andere als friedlich. Eine uralte böse Macht bedroht unsere Welt und das Triforce wurde in seine Bestandteile zerlegt. Die TrĂ€ger wurden neu auserwĂ€hlt. Du trĂ€gst das Triforce des Mutes und dein Schicksal ist es in Links FuĂstapfen zu treten und Hyrule zu retten, â erklĂ€rte Navi in einem etwas irritierten Tonfall. Sie war es scheinbar nicht gewohnt, dass ihr auserwĂ€hlte Helden wiedersprachen. Das war auch kein Wunder, wenn Drayco an die Spiele dachte. Falls Link wirklich so wenig gesagt hatte wie dort, hatte es sicher in dessen Abenteuer keine Widerworte gegeben.
âEs muss doch noch zwei andere TrĂ€ger des Triforce geben. Reicht das nicht aus? Vielleicht sind das fĂ€higere KĂ€mpferâŠâ, versuchte Drayco noch einmal das alles von sich abzuwenden, aber so langsam war er sich sicher, dass er hier nicht raus kam und wusste nicht mehr ob er das wirklich wollte.
âJa⊠Zwei weitere TrĂ€gerâŠâ Navi lieĂ ihre FlĂŒgel und ihren Kopf etwas hĂ€ngen und ihr Licht schien auch gedĂ€mpfter zu werden. âDas Triforce der Weisheit ist, wie damals das Triforce der Kraft, in den HĂ€nden des Bösen gelandet. Das Triforce der Kraft trĂ€gt die mĂ€chtigste KĂ€mpferin in ganz Hyrule â Prinzessin Impa, die Tocher von Link und ZeldaâŠâ
âPrima! Wo ist sie? Sie kann doch sicher diese böse Macht bezwingen und ich helfe einfach bei dem Kleinkram. Rubine sammeln, Besorgungen machen und bei Budenspielen mitmachen um bessere GegenstĂ€nde zu gewinnen. SieâŠâ
Doch Navi unterbrach ihn mit einer recht forschen und kĂŒhlen Stimme. âSie kann nicht kĂ€mpfen. Nicht jetzt. Sie ist schwanger. Wir haben es gerade so geschafft sie in Sicherheit zu bringen, bevor ihr und dem zukĂŒnftigen Kind der Königsfamilie etwas Ernsthaftes passieren konnte. Du bist die einzige Hoffnung fĂŒr unsere ganze Welt, Drayco.â
âOkâŠâ Drayco holte tief Luft. âOkâ, wiederholte er noch einmal und nickte nun. Es gab hier scheinbar keinen anderen Ausweg und auch wenn er wusste, dass die Welt von Zelda gefĂ€hrlich war, so war in ihm der kleine Junge, der sich wie wild darĂŒber freute selbst zum Helden zu werden. Ein groĂes Abenteuer⊠Die Welt retten⊠Links FuĂstapfen? Das klang wie etwas, dass er sich schon immer ertrĂ€umt hatte. âWo fangen wir an? Ich habe noch nicht einmal eine einzige Waffe. Du erwartest hoffentlich nicht, dass ich mit Stöcken und NĂŒssen anfange.â
Ein helles Klingeln kam von der kleinen Fee, als wĂŒrde sie sich herrlich ĂŒber Draycos Frage amĂŒsieren. âNatĂŒrlich nicht. Die Königsfamilie hat ein Schwert fĂŒr dich bereitgestellt. Warte kurzâŠâ Ohne auf eine Antwort zu warten flog die kleine Fee davon und lieĂ Drayco alleine zurĂŒck. Und jetzt? Er konnte es einfach immer noch nicht glauben. Er, ein Held? Etwas unsicher löste er die MĂŒtze vom GĂŒrtel und betrachtete sie nachdenklich, ehe er sie mit einem entschlossenen Blick aufsetzte. Er verstand das hier alles noch nicht so ganz, aber er konnte nicht ablehnen, wenn er wirklich der einzige war, der dieser Welt helfen konnte.
Drayco sah sich nun noch einmal genauer um. Was er fĂŒr die friedliche Welt aus Links jungen Jahren gehalten hatte, hatte sich wirklich verĂ€ndert. Die Spitze des Todesberges war verschwunden, als wĂ€re sie durch eine Explosion zerstört worden. Da wo eigentlich die Verlorenen WĂ€lder sein sollten waren nur kahle Klippen. Kein Wunder, dass er gedacht hatte es wĂ€re noch friedlich. Diese Seite der Ebene sah nun genauso kahl aus wie die zur WĂŒste fĂŒhrende und er hatte in all der Aufregung nur einen kurzen Blick darauf geworfen. Was zur Hölle war hier nur geschehen? In keinem der Spiele fand das hier ErwĂ€hnung⊠Allerdings war in keinem der Spiele Link ein alter König und scheinbar bereits mit Zelda verheiratet. Und vor allem kam in KEINEM der anderen Spiele ein Charakter namens Drayco vor.
âHey! Heeeey!â Drayco seufzte leise und drehte sich um. Er wusste jetzt schon, dass ihm dieses GerĂ€usch bald genauso sehr auf den Nerv gehen wĂŒrde wie in den Spielen. Aber immerhin konnte die Fee hier auch noch etwas anderes sagen als âHey, Hello, Look, Listen und Watch outâ. Das bedeutete er wĂŒrde auf seiner Reise nicht einsam werden.
Als er die kleine Fee sah wurde ihm schnell klar, dass sie nicht alleine war. Was hatte er auch erwartet? Das eine kleine Kugel aus Licht ein riesiges Schwert tragen wĂŒrde. Nein, an ihrer Seite trottete ein braun-weiĂes Pferd, dass ihm nur zu bekannt vorkam und an dessen Sattel ein Schwert befestigt war.
Das Pferd wieherte und blieb direkt vor ihm stehen. Nein, das war nicht Epona. Das Pferd sah Epona nur unglaublich Àhnlich.
âDas ist eins von Eponas Kindern â Sheik. Er wird dich auf deiner Reise begleiten. Du⊠kannst doch reiten oder?â Auf Draycos geweitete Augen, seufzte die Fee entnervt und sackte ein wenig nach unten. âNaja das wirst du auch noch lernen. Bei Link haben wir auch klein angefangen⊠Und das hierâŠâ Sie flog zu dem Schwert und Drayco zog es aus seiner HĂŒlle, hĂ€tte es beinahe fallen lassen vor Schreck, als ihm klar wurde, was er da in den HĂ€nden hielt. âDas ist das Masterschwert. Es soll dir so gut dienen, wie es auch Link gedient hat.â
Drayco schwang das Schwert einige Male vorsichtig durch die Luft und auch wenn er es noch nie verwendet hatte oder ĂŒberhaupt irgendein Schwert in der Hand gehalten hatte, kam ihm das hier so seltsam vertraut vor, ganz so als hĂ€tte er sein ganzes Leben nur darauf gewartet es in seinen HĂ€nden zu halten.
âLass uns gehen, Navi. Hyrules Zukunft liegt in unseren HĂ€nden.â