Pläne nach dem Wenn-dann-Prinzip können dabei helfen, eine Depression langfristig in Schach zu halten
Eine Depression bleibt häufig kein einzelnes Ereignis: Nach einer durchlittenen Episode liegt das Risiko, später noch einmal zu erkranken,  bei rund 50 Prozent. Wer bereits zwei oder mehr depressive Phasen erlebt hat, fĂĽr den ist das Risiko eines RĂĽckfalls sogar noch höher. Oft vergehen nur wenige Monate zwischen dem Ende einer Therapie und dem erneuten Versinken in Schwermut. Wie also könnte man die Patienten und Patientinnen langfristig besser stabiliÂsieren?
Dieser Frage ging ein Team um Michael Lucock von der University of Huddersfield nach, indem es die Wirksamkeit einer Intervention namens SMArT (kurz fĂĽr »Self-Management after Therapy«) untersuchte. An der RĂĽckfallprävention nahmen 107 Versuchspersonen teil. Alle hatten eine depressive Episode sowie eine Psychotherapie hinter sich und galten als genesen. In der ersten SMArT-Sitzung, die kurz nach dem Ende der eigentlichen Therapie erfolgte, vereinbarten die Betroffenen mit dem Therapeuten bis zu fĂĽnf persönÂliche »Pläne«. Diese basierten auf dem Wenn-dann-Prinzip und sahen eine konkrete Handlung vor, sobald eine bestimmte Situation eintrat, beispielsweise: »Jeden Abend unmittelbar vor dem Zubettgehen werde ich die positiven Dinge aufschreiben, die mir an diesem Tag widerfahren sind« oder »Wenn ich mich niederÂgeschlagen fĂĽhle, werde ich meinen Partner darauf ansprechen«. AnschlieĂźend wurden die Teilnehmenden noch dreimal im Abstand von etwa einem Monat angerufen. Dabei fragten die Therapeuten nach dem Befinden der Probanden und ihren Erfahrungen mit den Plänen.


















