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Roadtrip

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Kleines doodle dump für die Fic von @daughterofhecata because AAAAAAAAAAAAH
Ein kleiner, verschwitzter Wespe bei den Horror-Temperaturen grade (*´Д`)
Snippet zum Chaostrio, bit sad. Thema: Warum sind sie zur Polizei gegangen?
Tamina und Wespe hatten Schalavsky miteinbezogen, als sie gesagt hatten, dass sie feiern wollten. Schalavsky hatte versucht sich herauszuwinden, aber Wespe hatte sich bei ihm untergeharkt und versprochen, dass sie nur im kleinen Kreise feiern wollten und man es wirklich nicht oft schaffte so einen Erfolg zu erreichen. Außerdem würde er eingeladen werden.
Schalavsky hatte nachgegeben und so endeten sie in einer Bar, die mitten in der Woche angenehm ruhig war und Tamina und Wespe probierten die verschiedenen Cocktails aus, während sich Schalavsky erst an Bier hielt und dann einen der Whiskeys probierte.
Es dauerte nicht lange bis die drei nach einem zu geringen Abendessen deutlich angetrunken durcheinander quatschen. Wespe und Tamina hatten nach dem zweiten Cocktail angefangen Schalavsky zu duzen und er ließ es ihnen durchgehen, weil er sich dann nicht so alt fühlte und nicht als wäre er in der Verantwortung den Moralapostel für die beiden zu spielen. Sie sprachen über Gott und die Welt und stellten Fragen übereinander von den sie manchmal tatsächlich noch nicht die Antwort kannten.
Irgendwann sah Tamina fragend in die Runde: „Warum seid ihr zur Polizei gegangen?“
„Weil meine Boyband nicht so steil gegangen ist, wie erwartet.“, grinste Wespe und steckte sich sein Cocktailschirmchen in die Haare.
Tamina schlug spielerisch nach ihm: „Ich mein’ das ernst. Ich bin zur Polizei gegang’n, weil ich was verändern wollte. Weil meine Eltern immer Angst hatten sich an die Polizei zu wenden, weil sie nich von hier sind und nie wussten, ob man ihnen helfen würde oder nich. Und ich dachte das könnte ich besser machen.“
Wespe lächelte sie an wie ein stolzer großer Bruder und stahl einen Schluck von ihrem Cocktail.
Schalavsky ließ sich hinreißen zusagen: „Ich wollte etwas weniger Ungerechtigkeit. Oder zumindest zur Gerechtigkeit beitragen.“
Zwei Augenpaare richteten erwartend auf Wespe.
Der zeigte ein konzentrierten Ausdruck: „Wegen Schalavsky.“
Tamina machte ein fragendes Geräusch. Schalavsky hielt das für einen Scherz: „Als wir uns kennengelernt haben, waren Sie bereits ausgelernt.“
Wespe schüttelte etwas zu sehr den Kopf und musste sich am Tisch festhalten: „Nein, du hast den Mord an meinem kleinen Bruder aufgeklärt.“
Tamina runzelte die Stirn: „Ich kenne doch deinen Bruder.“
„Das ist mein großer Bruder. Ermordet wurde mein kleiner.“, sagte Wespe klang nun erstaunlich nüchtern.
Schalavsky schluckte und fragte: „Wann war das?“
„Vor einundzwanzig Jahren.“, sagte Wespe ohne auch nur einen Moment darüber nachdenken zu müssen. Schalavsky brauchte etwas länger, um sich an den Fall zu erinnern, weil sein Gehirn ihm eiskalt klar machte, wie alt Wespe vor einundzwanzig Jahren gewesen war. Und dann würde ihm klar wie jung der kleine Bruder gewesen sein musste. Und das ließ nur noch einen Fall übrig, der sich in Schalavskys Gehirn eingebrannt hatte. Er hatte die Eltern des Kindes noch gut im Gedächtnis und den Täter. Weniger klar erinnerte er sich an die beiden älteren Brüder des Ermordeten, die noch zur Grundschule gingen und nicht im Kreis der Verdächtigen waren.
Der Jüngere von ihnen wurde ständig Spatz genannt und war ein sehr süßes Kind gewesen das bittere Krokodilstränen geweint hatte und seinen kleinen Bruder zurück haben wollte.
„Spatz? Das waren Sie?“, fragte Schalavsky entgeistert. Wespe nickte.
„Was ist passiert?“, rief Schalavsky. Wespe runzelte die Stirn und antwortete fragend: „Mein Bruder wurde ermordet?“
Schalavsky schüttelte den Kopf: „Ich meine den Kleidungsstil! Sie waren so ein süßes Kind.“
Es kam selten vor, dass Wespe sprachlos war, aber das war so ein Moment. Er starrte seinen Vorgesetzten nur unterwältigt an.
Tamina hingegen trat Schalavsky volle Möhre vors Schienbein. Zu seinem Glück konnte sie im Sitzen nicht viel Schwung holen, sonst wäre das noch stärker ausgefallen: „Was ist denn falsch mit dir?“
„Tschuldigung.“, sagte Schalavsky kleinlaut und schmerzverzehrt. Wespe nickte ein wenig verwirrt, weil er nicht gesehen hatte, was Tamina gemacht hatte, und nur Schalavskys Reaktion als Anhaltspunkt hatte.
Tamina blickte Wespe an: „Willst du drüber reden?“
Wespe zuckte mit den Schultern: „Gibt nicht viel darüber zu reden.“
„Wie alt war dein Bruder als es passiert ist.“, wagte sich Tamina vor. Wespe nahm einen großen Schluck aus seinem Cocktail und Schalavsky antwortete schneller als er: „Er war 5.“
Wespe sah ihn interessiert an. Aber Schalavsky sprach nicht weiter. Er wusste nicht wie viel Wespe über den Fall wusste. Seine Eltern hatten ihm damals mit Sicherheit nicht alles gesagt.
Wespe machte eine auffordernde Handbewegung: „Ich habe die Akte gelesen.“
„Das ist nicht Ihre Abteilung.“
„Ich habe sie in meiner Grundausbildung gelesen.“ Damit gab Wespe zu, dass er sich auf irgendeinem Weg Zugang verschafft hatte, der ihm nicht gebührte. Aber Schalavsky sagte nichts dazu. Er hätte nicht weniger gemacht. „Und Sie sind meinetwegen zur Polizei? Ich war nicht mal der leitende Beamte damals.“
„Nein, aber du warst ehrlich. Du hast mir gesagt, was los war und dass du dein Bestes gibst um den Täter zu finden aber dass du es trotzdem nicht garantieren kannst.“, sagte Wespe. „Und du warst da, als man den Täter gefasst hat und hast uns davon zu erzählt. Du warst auf der Beerdigung da.“
„Sie und ihr älterer Bruder haben auch in das Opferprofil passen können. Sie hatten die gesamte Ermittlung über Personenschutz.“
Wespe nickte: „Ich weiß. Aber für mich als Kind... Du warst dabei, als man uns gesagt hatte, dass man ihn tot gefunden hat und auch als wir uns von ihm verabschiedet haben und du warst derjenige, der uns gesagt hat, dass der Täter gefasst ist.“
Schalavsky verarbeitete die Information.
„Was ist mit dem Täter?“, fragte Tamina vorsichtig.
„Tot.“, sagte Wespe und Schalavsky horchte auf. „Er war nicht besonders beliebt bei den anderen Insassen nachdem bekannt wurde, was er mit kleinen Kindern machte.“
„Kindern? Mehrzahl?“, fragte Tamina schockiert.
„Mein Bruder war der dritte.“, sagte Wespe düster. „Von denen, die er gestanden hat.“
„Wie ist der Täter gestorben?“, fragte Schalavsky nun.
„Zu Tode geprügelt.“, sagte Wespe kalt. „Von einem Insasse der lebenslänglich und eine Herzkrankheit hatte. Er war der Meinung, dass er ohnehin nicht mehr lebend den Knast verlässt und dass der andere Typ auch nicht weiterleben dürfte.“
„Woher weist du das?“, fragte Tamina.
„Ich habe ihn gefragt. Nachdem ich gehört habe, was geschehen ist, habe ich ihn im Gefängnis besucht.“, sagte Wespe.
„Warum?“
„Um danke zu sagen.“, sagte Wespe. „Der Mörder meines Bruders wäre irgendwann wieder frei gekommen und hätte wieder Kinder quälen und töten können… das hat er verhindert."
„Sie sind doch nicht für Selbstjustiz?“, fragte Schalavsky nach.
„Nein. Aber ich bin auch froh, dass ich nicht in Versuchung geführt wurde.“, sagte Wespe und trank seinen Cocktail aus.
Tamina runzelte die Stirn und Schalavsky wirkte als hätte sein 1000 Teile Puzzle gerade eine alternatives zweites Motiv bekommen.
Hatte er wirklich Wespe inspiriert?
German Wespe self-propelled howitzers make their way along a country road during Operation Citadel - Kursk, July 1943

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Wespe self-propelled howitzers from the 2nd Battalion of the Großdeutschland Artillery Regiment, moving towards the front line along a country road during Operation Citadel (Battle of Kursk), July 1943
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