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Aber was wenn das Alles nicht reell ist? Wenn unser Weltbild nur ein Bild und nicht die Welt ist. Aber was wenn in Wirklichkeit die Realität ganz anders geht?
Weltbilder (Jennifer Rostock)
In den 70er und 80er Jahren veränderte sich das Verständnis von Gesellschaften erneut. Dies geschah durch unterschiedliche Krisen auf die wir hier nicht eingehen können. Allerdings verfestigte sich aus dieser Krise heraus das neoliberale Weltbild. Foucault meint, dass sich das neoliberale vom liberalen Weltbild durch zwei Sachen unterscheidet. Erstens blicken die Menschen im Neoliberalismus anders auf das Verhältnis zwischen Staat und Ökonomie. War es im klassischen Liberalismus noch so gewesen, dass der Staat die Marktfreiheit überwacht und sicherstellt, so wird der Markt selbst nun das Prinzip nach dem der Staat gestaltet werden soll. Der Markt befindet nun nicht mehr unter der Aufsicht des Staates, sondern übt andersherum die Kontrolle über den Staat aus. Der Markt ist nun das Idealbild, nach dessen Vorbild auch politisch gehandelt werden soll. Zweitens ändert sich allerdings auch die Grundlage des Regierens. Waren dies im Liberalismus noch die natürlicherweise frei handelnden Individuen, so wird Freiheit im Neoliberalismus zu einem künstlich hergestellten Verhaltensstil. Diese künstlich hergestellte Freiheit schlägt sich nieder in einem unternehmerischen Verhalten von ökonomisch denkenden Individuen, die sich mit ihren Mitmenschen in einer Beziehung der Konkurrenz befinden. Was das genau meint werden wir uns anhand der Ordoliberalen in Deutschland und der Neoliberalen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika genauer ansehen.
Weiterlesen: Bröckling/Krasmann/Lemke: Gouvernementalität, Neoliberalismus und Selbsttechnologien.; Foucault: Die Geburt der Biopolitik.; Lemke: Eine Kritik der politischen Vernunft: Foucaults Analyse der modernen Gouvernementalität.
Internationaler Tag der Pressefreiheit
Heute ist Internationaler Tag der #Pressefreiheit. Sie ist zunehmend in Gefahr.
Heute ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Doch wie steht es weltweit um die Pressefreiheit? Die Korrespondenten des -Gott sei Dank- öffentlich-rechtlichen, deutschen Fernsehens geben Einblicke in die Situation in ihren Berichtsgebieten.
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USA: Keine Ärzte für die Armen | WELTBILDER | NDR

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Trügerische Stille
Die Nacht über der Stadt
Vögel die den Morgen herbeirufen und mit dem Herbst verschmelzen
Eine Frau am Balkon mit Kaffee und Morgendlichem Zigarettenritual
Lauschend dem Trällern der Spatzen über den Dächern einer schlafenden Stadt
Unbemerkt von der geschäftigen trügerischen Ruhe der aufgehenden Sonne
Langsam kriecht sie über den Horizont
Pärchen die hinter verschlossener Tür ihre Anonymität auskosten
Kinder die wie jeden Samstag früh auf das Erwachen der Eltern hoffen
Motten die zur falschen Jahreszeit aus ihren Kokons schlüpfen
Das Wetter zu mild für einen Herbst
Rosarot schleicht die Sonne heran und legt ihren Schleier ab
Keine Klirrende Kälte die die Luft erhellt und klare Bilder bringt
Insekten verwirrt. Menschen verwirrt
Die qualmenden Essen die über den Häusern thronen
Wie die Wächter über dem Trubel
Doch unbemerkt und eingeschlossen fühlen sich die Menschen
Hunde in den Gassen. Katzen in den Höfen
Kinder in den Straßen
Grau der Alltag.
Wer kennt wen?
Entschwunden in den Mengen und verschlungen von den Vielen
Eine kleine Spinne webt ihr Netz
Wer sieht sie?
Grüne Scheine blitzen
Augen glitzern. Leuchten und strahlen
Die kleine kluge Frau mit den großen Augen geht unter
Geht unter in dem Lärm der Leute
Zu beschäftigt. Zu gezogen von dem Knäul der Welt
Idyllisch dem Ruf der Elster folgend verliert sich der Weg
Hin zu Allen. Hin zum Strudel der Gedankenlosen
Der Nicht-Schätzenden.
Jene die die Welt sehen ohne sie zu sehen
Gedanken über die Welt
Manchmal fühlt man sich einfach so leer. Man sucht den Sinn in den Dingen. Warum sind andere Menschen glücklich und zufrieden mit dem was sie haben und andere zweifeln immer nur an sich? Diese Frage scheint für viele unsinnig. Doch für den der unglücklich ist, für den ist diese Frage mehr als gerechtfertigt. An manchen Tagen wacht man auf und alles was man möchte, ist sich wieder verkriechen und die Decke über den Kopf ziehen. Denn man weiß, man ist wieder allein. Den ganzen Tag. Kein Kontakt nach außen. Nur man selbst. Man läuft im Schneckentempo zum Supermarkt um wenigstens kurz Teil der Gesellschaft zu sein. Das ist schon traurig. Aber für mehr Menschen Realität als man denken würde. Man ist weder unattraktiv noch ungebildet. Aber fühlt sich dennoch isoliert. Es fällt einem schwer sich zu öffnen und Kontakte zu knüpfen. Socializing oder Networking, solche neuartigen Anglizismen fliegen im Raum herum. Mir liegt sowas nicht. Menschen empfinden mich als anstrengend und ich würde immer alles so persönlich nehmen. Ja das tue ich auch. Ich habe eine sehr feine Antenne für Menschen und ihre Intensionen. Oft sind sie hässlich und egoistisch. Das Gegenteil von mir. Mit solchen Menschen komme ich nicht so gut zurecht. Cliquenbildung wie sie in der Schule praktiziert werden, daran beteilige ich mich nicht. Ich bin mein eigener Mensch. Kein Gruppentier. Nur leider ist das ein Phänomen das nicht nur in der Schule auftaucht. Nein. Jeden Tag ist es so. Passt man nicht ins Bild der Allgemeinheit wird man gleich ausgegrenzt. Ich grenze niemanden aus. Akzeptiere immer alle so wie sie sind. Ich muss niemanden verändern. Ja ich bin kompliziert. Wirke nach außen anders als ich es innen bin. Warum ist das schwer? Warum kann man mich nicht so akzeptieren?
Wer nicht ins Raster passt, der wird aussortiert. Was für eine beschissene Gesellschaft ist das eigentlich? Man soll doch immer sich selbst finden. Das predigen doch alle. Und ist man dann so wie man sich fühlt, wird man ausgegrenzt. So ein Müll. Oder ist das alles nur Pech? Ein klassischer Fall von zur falschen Zeit am falschen Ort? Aber wenn man sich selbst bei seiner eigenen Familie oft unwohl, missverstanden fühlt, wo dann sicher fühlen? Einige würden sagen, du nimmst das nur zu eng. Tue ich das wirklich? Oder hat mich meine Kindheit einfach so gezeichnet? Ich hinterfrage alles kritisch und bewerte Verhaltensmuster die ich sehe. Zeige mich nicht gleich, sondern warte erst ab ob die Person vertrauenswürdig ist. Meine Mauer ist schon recht hoch. Das stimmt wohl. Einige wenige Menschen nur dürfen dahinter schauen. Eine erlesene Auswahl oder bin ich wirklich verdreht? Vorsichtig würde ich es bezeichnen. Aber wer hat in der schnelllebigen Zeit schon die Geduld jemanden kennen zu lernen. Entweder man passt in die Form die vorgegeben ist oder man kann sich anderswo umsehen. Nicht ich bin verdreht, sondern die Welt. Die Menschen die darin leben. Die die sich diktieren lassen, was sie anzuziehen haben, die gern auf der Welle der Oberflächlichkeit mit schwimmen und sich beeinflussen lassen. Wenn ich dann mit meinen kontrairen Einstellungen und Gedanken komme, wirkt das komisch. Kann man das nicht akzeptieren oder will man nicht. Es wird doch immer propagiert das man mehr Toleranz zeigen soll. Für die Homo´s und die Migranten. Aber was ist mit den Normalen, den Dichtern und Denkern die sich in keine Passform quetschen lassen. Die wollen auch akzeptiert werden und gehört werden.
Gerede über Make-Up und Schminke und Lotionen und Cremes langweilt mich. Klar ich liebe diesen Mädchenkram. Habe Tonnen davon. Aber ich muss keine Stunden darüber philosophieren. Ich nutze es einfach. Ich gehe gern shoppen und rede über Jungs wie jede vernünftige Frau. Aber ich lese auch gern, genieße einen Sonnenuntergang und verschwinde in meinen Erinnerungen oder ehre alte Dinge. Ich sehe tussig aus, bin es aber nicht. Vielleicht ist das das Problem. Ich strahle irgendeinen komischen Vibe aus, den viele fehldeuten. Auf Partys fühle ich mich unwohl. Zu viele Menschen auf einem Fleck, zu viele laute Stimmen, zu viel Gekreische und oberflächliches Gelaber. Zu viel Balzverhalten. Zu viele Bewertungen. Jeder redet über jeden. Oder sind das nur meine Komplexe? Menschenmengen geben mir auf jeden Fall eine Gänsehaut und das nicht im positiven Sinn. Schon als Jugendliche habe ich solche Massen nur in Kombination mit viel Alkohol ausgehalten. Da hab ich mich nie wohl gefühlt. Der klassische Einzelgänger. Mit Männern hatte ich nie Probleme, nur Frauen. Das ist eine komische Spezies. So gehässig, neidisch und wertend. Pure Oberflächlichkeit. Vielleicht bin ich ja der Megaego, weil ich das allen erst mal unterstelle. Meist bewahrheitet sich das ja auch. Ich beobachte stets die Situation, schaue was das für Menschen und entscheide dann ob ich mit denen etwas anfangen kann. Währenddessen komme ich natürlich nicht wirklich sympathisch einher. Ich weiß nicht genau wieso ich das mache, aber ich glaube ich wurde einfach schon so oft von Menschen enttäuscht denen ich vertraut habe. Da wird man vorsichtig. Es wirkt wie eine Verschwendung das man diese Leute an sich herangelassen hat. Aber eigentlich sucht man ja nur nach Vertrauten, Menschen die einen verstehen und die einem Sicherheit und Kraft geben. Schließlich sind wir naturgemäß Herdentiere. Soziale Wesen wie es eine Dozentin mal sagte. Wahrscheinlich fällt es daher schwer. Man will den Anschluss, die Nähe, aber die Vergangenheit hat einem gezeigt das es mit Enttäuschung einhergeht. Da lässt man es lieber bleiben mit der Nähe. Man hat Angst vor dem Schmerz der dann wohl wieder folgen wird. Ein kluger Mann sagte einst. Man hat Angst vor der Angst. Genau das ist es. Wie ein Schatten den man einfach nicht loswird. Man will die Nähe, aber hat Angst davor. Und genau das macht einem das Leben schwer. Weil man immer mit sich kämpft. Soll man? Soll man nicht? Ein ständiger innerer Konflikt den man auf dem Rücken seiner Mitmenschen austrägt. Sie können nichts dafür. Man selbst aber auch nicht.
Man hofft nur dass man eines Tages aufwacht und nur Sein kann, ohne Angst. So frei wie all die anderen, die sich um genau so etwas eben keine Gedanken machen müssen.
Wo ist Nordkorea?