Viso Di Giovane Fanciulla, 1490 by Leonardo Da Vinci
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Viso Di Giovane Fanciulla, 1490 by Leonardo Da Vinci

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Study of Horse and Rider by Leonardo da Vinci c. 1481
Der zweite geniale Baumeister des 15. Jahrhunderts war Leon Battista Alberti (1404-1472), der weder in der Baukunst noch in irgendeinem anderen Handwerk ausgebildet war. Tatsächlich repräsentiert er als Gelehrter, Schriftsteller, Mathematiker und Athlet mit umfassenden Kenntnissen in den bildenden Künsten den Typ des allseits begabten Genies. Als einer der brilliantesten Köpfe der gesamten Renaissance war er dazu bestimmt, in der Kultur jener Tage seine Spuren zu hinterlassen. Für ihn hieß das, wie sein Freund Brunelleschi die Überreste der antiken römischen Architektur eingehend zu studieren, um die moderne Baukunst auf eine solide Basis zu stellen. Doch während sich Brunelleschi hauptsächlich mit Fragen der Konstruktion befaßte und der Unterscheidung der antiken Säulenordnung kaum Beachtung schenkte, interessierten Alberti stärker die den Entwürfen zugrundeliegenden Prinzipien im dekorativen Umgang mit den Ordnungen. Seine Untersuchungsergebnisse faßte er in der ersten von zahlreichen in der Renaissance publizierten Abhandlungen zur Architektur, "De re aedificatoria" (1452 dt. Über die Baukunst,Wien und Leipzig 1912), zusammen, deren erste Ausgabe er Papst Nikolaus V. widmete. Nach Vitruvs römischem Vorbild war sie in Cicero-Latein abgefaßt und bezeichnete Kirchen sogar als "Tempel" und Gott und die Heiligen als "Götter", obwohl kein Augenblick daran gezweifelt werden konnte, daß er sein gesamtes Bild der antiken Kultur fest im Christentum verankert hatte, denn er war auch katholischer Priester.
David Watkin, Geschichte der abendländischen Architektur
Die Lösung kam schließlich von Fillipo Brunelleschi (1377-1446), Sohn eines wohlhabenden florentinischen Notars und Diplomaten, der nach einer fundierten humanistischen Erziehung die Goldschmiedekunst erlernt hatte. Nachdem er sich der Bildhauerei zugewandt hatte, nahm er im Jahre 1401 an dem für die Gestaltung der zweiten Bronzepforte des Baptisteriums in Florenz ausgeschriebenen Wettbewerb teil. Da dieser Auftrag an Ghiberti ging, unternahm er mit dem Bildhauer Donatello eine Romreise, um die antiken Skulpturen zu studieren. Es war sein erster von zahlreichen Romaufenthalten, die auch dem Studium der antiken römischen Ruinen und besonders deren Konstruktionsprinzipien galten. Brunelleschi und Ghiberti fertigten im Rahmen eines Wettbewerbs im Jahr 1418 Ziegelmodelle für den Kuppelbau an. Diesmal wurde Brunelleschis Vorschlag angenommen und um 1420-1436 zum Erstaunen der Welt ausgeführt, denn seine selbsttragend eingewölbte Kuppel fand allenfalls in der Hagia Sophia und dem Pantheon ihresgleichen. Brunelleschi bewies seine Genialität durch die Einführung einer aus der folgenden Bauschritten bestehenden Konstruktionsweise: [Zunächst..]
David Watkin, Geschichte der abendländischen Architektur

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