#Ansichtskarte
Berlin Hauptstadt der DDR Ihr Gastgeber . Nationalitätengaststätten
Berlin: PLANET-VERLAG BERLIN (III/26/13 A4-3138/80-290083 12646)
1980
seen from Ukraine
seen from United States
seen from China
seen from Guatemala
seen from United States

seen from China

seen from Malaysia
seen from Australia
seen from China

seen from Germany

seen from Malaysia
seen from United States
seen from China
seen from United States
seen from Singapore
seen from Yemen

seen from China
seen from United Kingdom

seen from Poland
seen from Russia
#Ansichtskarte
Berlin Hauptstadt der DDR Ihr Gastgeber . Nationalitätengaststätten
Berlin: PLANET-VERLAG BERLIN (III/26/13 A4-3138/80-290083 12646)
1980

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch • No registration required • HD streaming
Ich Träume von Berlin
7. April 2016
Ich wohne und weiß nicht, wo
Auf dem Weg zum Hotel merke ich, dass ich zu Fuß schon länger, vermutlich seit Jahren nicht mehr nach Straßennamen und Hausnummern navigiere. Ich gebe den Namen des Ziels bei Google Maps ein und folge der gepunkteten Linie. Daher weiß ich jetzt zwar, wo mein Hotel im Verhältnis zu seiner Umgebung liegt, könnte aber seine Adresse nicht angeben.
Über die Stadtteile zwischen Start und Ziel bin ich dadurch eher besser informiert als vorher. In der Zeit vor dem Smartphone, also vor 2008, hätte ich mir die Strecke auf dem Stadtplan am Bahnhof angesehen und die Straßennamen und Kreuzungen eingeprägt. Ich hätte danach ein paar Straßennamen der Stadt gewusst, aber die Gegenden rechts und links vom Weg wären mir unbekannt geblieben. Jetzt merke ich mir gar nichts, sehe deshalb etwa alle hundert Meter aufs Handy und finde so ein bisschen mehr über die Umgebung der Strecke heraus.
Weil ich nicht verlorengehen kann, bin ich experimentierfreudiger; heute habe ich das Hotel auf einem mittelgroßen Umweg erreicht, weil ich vorher noch etwas herausfinden wollte. Das ging ohne Google Maps auch schon, selbst wenn man keinen papierenen Stadtplan besaß; ich habe mit Aleks Scholz ein Buch über die Vorteile des Herumirrens geschrieben. Aber jetzt geht es eben auch, wenn man Pläne hat und nicht den ganzen Tag damit zubringen möchte, aus der Verirrung wieder herauszufinden.
Beim Einchecken ins Hotel lag auf dem Tresen ein Block, von dem man sich Innenstadtpläne abreißen konnte. Ich bekam einen Stadtplan angeboten und lehnte ab. Auf meinem Schreibtisch habe ich einen weiteren Faltplan vorgefunden. Er ist nicht durch Kleinanzeigen finanziert, wie ich zuerst dachte, sondern von der Stadt herausgegeben.
(Kathrin Passig)
Hamburg map
Vom Trödelmarktfund zur Gigapixel-Datei: Leipziger Stadtplan von 1964 VEB Landkartenverlag Berlin Watch the Gigapixel-Photo here: https://www.danielreiche.de/layout_typo/vom-troedelmarktfund-zur-gigapixel-datei-leipziger-stadtplan-von-1964.html

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch • No registration required • HD streaming
3.12.2019
Orientierung über Pokéstop, Teil soundsoviel
Ich bin beruflich in Hamburg in einer Ecke, in der ich auch noch nie war. Morgens treffe ich mich mit zwei Kollegen in einem Café in der Nähe des Bürogebäudes, in dem nachher unsere Veranstaltung stattfindet. Auf dem Weg vom Hotel zum Café und vom Café zum Bürogebäude spiele ich nebenbei Pokémon Go.
In dem Spiel gibt es sogenannte Pokéstops, an denen man drehen kann und aus denen dann hilfreiche Gegenstände für das Spiel purzeln. Ein Pokéstop, den man noch nie gedreht hat, sieht dabei optisch etwas anders aus als einer, den man schon mindestens einmal besucht hat. Er hat einen zusätzlichen weißen Ring und man bekommt beim ersten Drehen auch etwas mehr Punkte als sonst.
Abends bin ich noch alleine in der Innenstadt unterwegs, als mein Chef anruft, weil wir noch zusammen etwas essen wollten. Er schlägt die Gegend vor, in der auch das Frühstückscafé war, und wir vereinbaren, dass wir uns an diesem Café treffen. Ich fahre mit der Bahn bis zur nächsten Station, die genau am Bürogebäude ist und muss jetzt genau den gleichen Weg zurücklaufen, den ich am Morgen hingelaufen bin.
An einer Stelle bin ich nicht so ganz sicher, in welche Straße ich einbiegen muss. Ich kann aber in Pokémon Go sehen, dass in einer Straße zwei Pokéstops offensichtlich schon mal gedreht wurden, alle umliegenden sind noch jungfräulich unberührt. Das wird dann wohl die Straße sein, die wir am Morgen entlanggelaufen sind, ich biege in diese Straße ein und bin wenige Minuten später am vereinbarten Treffpunkt.
(Anne Schüßler)
25. Mai 2019
Karte und Gerät
Ich kann dieses Touristenpaar nur mit leichter Verspätung fotografieren, weil viele Menschen zwischen uns stehen. Im Moment der Entdeckung waren beide gemeinsam über die Papierkarte gebeugt, das Smartphone wurde aber bereits parallel genutzt oder jedenfalls bereitgehalten.
“Das gibt es immer noch!”, sage ich zu meinen Begleitern als Begründung für mein Stehenbleiben, und tatsächlich kommt es mir in dem Moment so vor, als hätte ich schon lange niemanden mehr in einer fremden Stadt mit einer Papierkarte hantieren sehen. Gleich danach denke ich aber, dass das eigentlich nicht stimmen kann. Halten wir also fest, dass der Anblick mich spontan überraschte und nicht mehr allgegenwärtig ist, aber auch noch kein wirklich exotisches Relikt aus einer vergangenen Zeit.
(Kathrin Passig)
Anfang 2017
Das Dazugelernte ist schon wieder obsolet (teilweise)
Ich öffne nach längerer Pause mein “Lessons Learned”-Googledoc, das ich seit ungefähr 2002 führe. Diverse Punkte darin sind gar nicht mehr so aktuell:
1. Keine Faxbestellformulare benutzen
Das steht dort seit diesem unschönen Vorfall. Seitdem bin ich nicht mehr in Versuchung gekommen, ein Faxbestellformular zu verwenden. Das liegt weniger an dieser Notiz als an der Abwesenheit von Faxgeräten in meinem Leben, seit ich 2003 aus dem Gemeinschaftsbüro ausgezogen bin, das noch eines enthielt.
19. Kreditkartenrechnungen immer sofort aufmachen.
Seit ich von der Deutschen Bank zu Number26 umgezogen bin, bekomme ich gar keine Kreditkartenrechnungen mehr. Kreditkartenbuchungen werden wie alle anderen Buchungen behandelt und gleich nach dem Bezahlvorgang auf dem Handy angezeigt. Brieföffnungsdisziplin ist nicht mehr erforderlich.
27. “Your luggage will be checked through” – NOT!
Ich verreise schon sehr lange nur noch mit Handgepäck, was unter anderem damit zu tun hat, dass meine Reisetechnik nicht mehr so schwer und sperrig ist wie zum Zeitpunkt des Aufschreibens. Aber im Prinzip wäre diese Regel vermutlich immer noch aktuell.
37. a) Wenn jemand mit unterdrückter Rufnummer anruft, nicht drangehen, es ist ein Idiot. b) Und wenn man doch drangegangen ist, und der Idiot ein zweites Mal anruft: Wenigstens nicht noch mal drangehen. Falls es kein Idiot, sondern eine Redaktion ist, werden sie schon eine Nachricht hinterlassen, wenn es wichtig ist. Und überhaupt sollen die Leute mailen, statt immer anzurufen.
Hat sich erledigt, seit ich mehrmals die Telefonnummer gewechselt habe und das Handy immer stummgeschaltet ist. Jetzt ruft mich niemand mehr an, und wenn, dann bemerke ich es nur zufällig. Es kommt mir so vor, als seien Anrufe von unterdrückten Nummern auch seltener geworden, aber meine Stichprobe ist so klein, dass ich darüber eigentlich nichts weiß.
57. Nicht auf die selbstgemachten Stadtpläne von Veranstaltern verlassen. Immer Google Maps konsultieren.
Ich glaube, ich habe seit Jahren keine selbstgemachten Stadtpläne mehr von Veranstaltern bekommen. Wahrscheinlich verlassen sie sich inzwischen darauf, dass jeder Gast selbst weiß, wo er nachsehen muss.
78. Kleidung einfach immer nur bei H&M einkaufen. Alles andere ist sinnlos, es gibt exakt dasselbe unter scheußlicheren Umständen (Beratung!) und zum dreifachen Preis.
79. Wenn man schon anderswo hingeht: An der Musik orientieren. Wo Musik direkt aus der Hölle gespielt wird, gibt es auch nichts, was man anziehen möchte, und umgekehrt.
Hat sich erledigt, seit ich Kleidung nicht mehr in Läden kaufe.
137. Menschen, die länger als ein paar Sekunden in einen Stadtplan starren, immer fragen, ob man ihnen helfen kann, auch wenn es peinlich ist.
Ich habe im letzten Jahr niemanden mehr in einen Stadtplan starren sehen. Dafür bin ich mehrfach von Menschen angesprochen worden, die wenig Deutsch konnten und eine Adresse suchten, die sie mir auf ihrem Smartphone zeigten. Ich weiß zwar nicht, warum sie dann nicht selber Google Maps oder dergleichen bemühen, habe das aber jeweils für sie getan und sie schienen sich über das Ergebnis zu freuen.
(Kathrin Passig)