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Irland 2018 - Tag 10
Samstag, 19. Mai 2018,
Herrschaften!
Was war hier heute Morgen beim FrĂŒhstĂŒck ein Trubel.
Am Wochenende gibt es tĂ€glich irgendeine Hochzeit, dazu noch ein Geburtstag und sonstige Feierlichkeiten. Praktischerweise quartiert man natĂŒrlich die GĂ€ste gleich hier ein - und alle wollen natĂŒrlich gleichzeitig frĂŒhstĂŒcken!
Jeder Raum wurde eingedeckt, um die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes "abzufrĂŒhstĂŒcken".
Wir hatten selbstverstĂ€ndlich das GlĂŒck in einem Raum mit einer GroĂfamilie mit 3 kleineren Kindern zu sitzen, die unter allen Tischen "Fangen-Verstecken" spielten.
Jegliche halbherzigen Versuche der Eltern die Toddlers davon abzuhalten, zog ein ohrenbetĂ€ubendes Geschrei nach sich. Da wĂŒnscht man sich eine Axt!
Bei uns beschleunigte sich der FrĂŒhstĂŒcksprozess dadurch etwas und wir fuhren anschlieĂend wieder in das Zentrum von Kilkenny. Dort herrschte schon das ĂŒbliche GedrĂ€nge.
Unsere heutiges Besichtigungsprogramm gestaltete sich wie folgt:
1. Punkt war die St. Mary's Cathedral im Westen der Innenstadt. Diese Kathedrale ist relativ neu, denn sie wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut, im Stil der damals sehr beliebten "englischen Gotik".
Der Zugang ist rollstuhlgerecht nachgerĂŒstet und der Eintritt ist frei!
Vom Courtyard fĂŒhrt eine Rollstuhlrampe in ein NebengebĂ€ude, das Chapter House, der Kathedrale.
Dort befinden sich unter anderem ein Book-Shop und das Lokal "The Cathedral Café".
GegenĂŒber der Kathedrale befindet sich ein groĂer Parkplatz. Die erste Stunde ist kostenlos, jede weitere Stunde schlĂ€gt mit 1,30 Euro zu Buche.
In allen von uns besichtigten Kirchen lagen aktuell Hirtenbriefe an die GlĂ€ubigen aus, die anlĂ€sslich der Volksabstimmung ĂŒber die Legalisierung von SchwangerschaftsabbrĂŒchen in Irland am 25. Mai herausgegeben wurden.
In dem katholisch geprĂ€gten Land gilt eines der strengsten Abtreibungsverbote in der EU. Wer dagegen verstöĂt, kann mit bis zu 14 Jahren GefĂ€ngnis bestraft werden. Selbst nach einer Vergewaltigung ist in Irland ein Schwangerschaftsabbruch untersagt. Das Gesetz war 2014 minimal gelockert worden. Seitdem ist eine Abtreibung zulĂ€ssig, wenn das Leben der Schwangeren bedroht oder sie selbstmordgefĂ€hrdet ist.
Ăberall hĂ€ngen Plakate, mal Yes, mal No. Autos sind dekoriert, in den Fenstern von PrivathĂ€usern prangen Aufkleber. Buttons und Zeitschriften werden verteilt - nicht nur in Kirchen, sondern nahezu ĂŒberall wird man zur Zeit damit konfrontiert. Der UN-Menschenrechtsausschuss hatte das Abtreibungsverbot 2016 als VerstoĂ gegen internationale Menschenrechtsvereinbarungen kritisiert.
2. Besichtigungspunkt auf unserer heutigen Agenda war das "Rothe House" im mittelalterlichen Stadtkern - direkt gegenĂŒber der Smithwick's Experience
Das GebÀude als Haus zu bezeichnen ist jetzt etwas untertrieben. Vielmehr handelt es sich um ein einzigartiges Tudor-Kaufmannshaus, das zwischen 1594 und 1610 erbaut wurde.
Das Anwesen besteht aus drei HĂ€usern, drei geschlossenen Höfen und einem groĂen Garten auf der RĂŒckseite.
Das GrundstĂŒck ist deutlich gröĂer als es von der StraĂe aussieht! John Rothe Fitz Piers baute auf seinem langen, engen GrundstĂŒck drei hintereinander liegende HĂ€user mit gepflasterten Innenhöfen, fĂŒr seine stetig wachsende Familie.
Auf der RĂŒckseite ist ein halber Morgen Garten, der den ganzen Weg zurĂŒck zur Stadtmauer entlang verlĂ€uft.
Der Garten im Rothe Haus ist eine getreue Nachbildung des Rother Familiengartens, wie er im frĂŒhen 17. Jahrhundert entstand und ist der einzige stĂ€dtische Garten dieser Epoche, der der Ăffentlichkeit zugĂ€nglich ist.
ArchĂ€ologische Ausgrabungen im Jahr 2008 haben die ursprĂŒngliche Anordnung des Gartens und sogar die Samen und Pollen der Pflanzen, die hier angebaut wurden, zu Tage gebracht.
DarĂŒber hinaus wurde auch das Skelett des Familienhundes, der dort seine letzte Ruhe fand, gefunden.
Offenbar ist es auch gelungen irgendwelche Inklusions-Töpfe anzuzapfen und Geld locker zu machen, denn der Garten verfĂŒgt ĂŒber Tafeln in Blindenschrift, Rollstuhlrampen aus Tropenholz sowie einen Rollstuhlaufzug.
Leider hat sich darum seit der Eröffnung, die mit viel Brimborium erfolgte, niemand mehr darum gekĂŒmmert - und so verrotten die Rampen und der tofte Aufzug ist auch seit Ewigkeiten nicht mehr funktionstĂŒchtig.
Der Eintritt betrĂ€gt 7 Euro und fĂŒr den Garten werden noch einmal 4 Euro berechnet. An der Kasse gibt es eine Beschreibung, unter anderem auch in deutscher Sprache
Achtung I: hier greift auch der Discount von dem Bimmelbahnticket - von daher unbedingt an der Kasse darauf hinweisen!
Achtung II: Die Tour ist bedingt durch die vielen Treppen und Stiegen komplett untauglich fĂŒr Rollstuhlfahrer und andere FuĂkranke!
3. Programmpunkt: "The Black Abbey".
Durch eine mittelalterliche Gasse und an einem Bach entlang ging es durch das Black Freren Gate langsam zurĂŒck .
Auf dem Weg lag noch die Black Abbey, eine katholische Abtei des Dominikanerordens, die der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht ist.
Black Abbey wurde 1225 als eines der ersten HĂ€user des Dominikanerordens in Irland gegrĂŒndet.
Im Jahr 1349 wurde die Gemeinde innerhalb des Priorats vom Ausbruch der Beulenpest betroffen - bekannt auch als der Schwarze Tod.
Acht Mitglieder der Gemeinschaft starben innerhalb von drei Monaten wÀhrend dieser Seuche. Der Legende nach soll sich der Name "Black Abbey" darauf beziehen.
Der Zugang zur "Black Abbey" ist Rollstuhl tauglich und der Eintritt ist frei!
Jetzt war es an der Zeit fĂŒr einen Mittagsimbiss und da kam uns das zuvor bereits entdeckte Lokal "The Cathedral CafĂ©" wieder in den Sinn - und auĂerdem lag es prima auf dem RĂŒckweg.
Und wie wir so durch die StraĂen laufen, kommt die Bimmelbahn wieder angefahren. Plötzlich sehen wir wild winkende Menschen darin sitzen, die tatsĂ€chlich uns meinten.
Es handelte sich um das deutsche Paar, das mit uns gestern zusammen die SmithwickÂŽs Tour gemacht hat. Den Beiden hatten wir nĂ€mlich wĂ€hrend der Ale-Verkostung von dem Bimmelbahn-Ticket und den VergĂŒnstigungen bei den verschiedenen SehenswĂŒrdigkeiten erzĂ€hlt.
ZurĂŒck zum Cathedral CafĂ©: ein super Geheimtipp, abseits der ĂŒblichen Touristenfallen, die jeder ReisefĂŒhrer vom anderen abschreibt. Jetzt nahmen wir aber den anderen Eingang von der "Black Mill Street".
Es gibt FrĂŒhstĂŒck, leichte Mittagsgerichte, Kaffee und Kuchen, sowie wechselnde Tagesgerichte.
Einen Courtyard zum drauĂen Sitzen gibt es auch, allerdings fegen dort die Fallwinde der Kathedrale das Essen vom Teller. Von daher verzogen wir uns doch wieder nach innen.
Die Preise sind moderat, das Essen ist handgemacht und top frisch, was will man mehr? Und sogar die vegetarische und Gluten-free Fraktion wird hier fĂŒndig.
Nach dem Essen lösten wir unser Auto aus und fuhren zurĂŒck zum Hotel. Inzwischen war es bereits Nachmittag geworden und die nĂ€chste Hochzeit in vollem Schwung.
So entschlossen wir uns noch eine Runde durch den hauseigenen Tierpark zu drehen. Ganz hinten stehen zwei bedauernswerte Esel, deren Zustand mir die Wutröte ins Gesicht trieb.
Die armen Geschöpfe können keinen Schritt mehr gehen, da die Hufe seit Ewigkeiten nicht mehr gepflegt wurden. Ăbelste Schnabelhufe machen selbst das Stehen zur Qual.
Somit war mein nÀchster Gang zur Rezeption, vor der die Hochzeitsgesellschaft fröhlich feierte. War mir wurscht - und wenn es Harry & Megan persönlich gewesen wÀren.
Der armen Rezeptionistin froren leicht die GesichtszĂŒge ein und sie benachrichtigte umgehend den Manager.
Der kam dann etwas spĂ€ter auch, nachdem ich klar gemacht hatte, dass ich hier schön warten wĂŒrde (selbstverstĂ€ndlich mitten in der Hochzeitsgesellschaft). Er beteuerte der Schmied sei nunmehr fĂŒr Mittwoch bestellt worden.
Naja, das kann man jetzt glauben oder nicht. Jedenfalls, nichts zu sagen ist ja auch keine Option!Â
Nachtrag: ich wurde spÀter noch einmal vom Manager per Email wegen der Esel kontaktiert!
Den Abend verbrachten wir noch einmal in dem Hotel angeschlossenen Restaurant ScottŽs, einem Ableger des legendÀren Lokals in London...
...dort wo sich die âRich and Famousâ die Klinke in die Hand geben.
Recht herzlichen Dank fĂŒr die Aufmerksamkeit! Es grĂŒĂen Angie, der Monsieur le Chauffeur und der HasenbĂ€r
The Lure
Clifden, April 2015

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Got to work on an amazing fun project recently, posters for a series of gigs put on by Smithwicks. The idea was a band would play gigs around Ireland covering/reinventing the soundtrack of iconic films. The line up is Le Galaxie covering Apocalypse Now and Barq covering Pulp Fiction. I was back in Dublin a couple of weeks ago for the launch and I caught a couple of tracks from each band, two very different but amazing approaches. Gutted that Iâll miss the full gigs themselves. Tickets are on sale here: www.smithwicks.eventbrite.ie As well as the two finished posters and the combo line up poster, Iâve included a couple of gifs running through the development of each. They went though quite a journey from a questionably cartoonish beginnings to moody, atmospheric end.
Top of the mornin to ya. Da nameâs Smitty. Iâm the brawn part of the group. Meaning i do the heavy-lifting and bouncing round here. So if ye be needin anyting, feel free to call me over.
Mod: Hi there. Iâm the latest member Chaos-Necros. I hope we can get along.
Gained 10lbs on the last vacation. Thanks Ireland! #tbt #smithwicks #ireland #rubylighthouse (at Kilkenny, Ireland)