Wir geben uns zu wenig Rechenschaft darüber, wie viel Enttäuschung wir anderen bereiten.
Heinrich Böll (yourwaytosucces)

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Wir geben uns zu wenig Rechenschaft darüber, wie viel Enttäuschung wir anderen bereiten.
Heinrich Böll (yourwaytosucces)

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Wir geben uns zu wenig Rechenschaft darüber, wie viel Enttäuschung wir anderen bereiten.
Heinrich Böll
Wo der Gedanke zur Rechenschaft gezogen wird - auch noch für das, was angeblich aus ihm folgt -, das ist die Grenze, an der die Barbarei beginnt.
Max Horkheimer
Der Gärtner war gerade dabei, das Laub zusammenzurechen, als er ein paar liegengebliebene Äpfel entdeckte. Um diese aufzuheben, musste er zuerst den Rechenschaft ablegen.
…
AMTSENTHEBUNG: Demokraten wollen Donald Trump zur Rechenschaft ziehen was originally published on

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Trump will China „zur Rechenschaft“ ziehen was originally published on schunck.info
Ich werde nie in der Lage sein, vor dem Anderen Rechenschaft für mich abzulegen, weil ich undurchschaubar schon für mich selbst bin, und ich werde vom Anderen nie eine erschöpfende Antwort auf das 'Wer bist du?' erhalten, weil der Andere auch für sich selbst ein Mysterium ist. Den Anderen zu erkennen heißt daher nicht zunächst oder zuletzt, den Anderen als Eigentümer einer bestimmten wohldefinierten Eigenschaft zu erkennen ('ich erkenne, daß du rational, gut, liebesnwert bist'), sondern ihn im Abgrund seiner Unergründ- und Undurchschaubarkeit zu erkennen.
Slavoj Zizek: “Die politische Suspension des Ethischen”, S.17
- Sie haben neulich vom reduzierten Bewusstsein gesprochen. Das ist mir so neu und es macht mich neugierig.. Können Sie ein bisschen mehr darüber sagen?
- Was möchten Sie wissen?
- Überhaupt das Ganze, was Sie damit meinen.
- Das ist ein ziemlich großes Feld. Wissen Sie, das ist eben das Problem: Es ist bei uns ”normal”, ein reduziertes Bewusstsein zu haben. Deswegen kann es auch kaum jemandem auffallen.
- Sie sagten, es hätte auch mit Angst zu tun.
- Ja, u.a. Viele Menschen trauen sich nicht, sich selbst zu hinterfragen. Man macht etwas und hält das für richtig. Aber ist es wirklich so? Warum muss man etwas vehement verteidigen? Der Mensch macht sich klein, um nicht mit seinem Unwissen konfrontiert zu werden. Diese Welt, ja überhaupt das Leben kann einen Menschen sehr verunsichern. Davor hat man aber Angst. Also sucht man nach Wegen, wie man der Verunsicherung entgehen kann und findet als “Ausweg” die Lüge. Man belügt sich selbst. Man macht sich was vor. Man hinterfragt sich nicht, um nicht mit seiner tief liegenden Versunsicherung konfrontiert zu werden.
- Mit klein meinen Sie das reduzierte Bewusstsein?
- Ja. Man legt sich eben fest, obwohl man etwas auch aus anderer Perspektive betrachten könnte. Das will man aber oft nicht.
- Warum nicht?
- Die Angst davor, die tief in einem liegt: Die Angst vor der Unsicherheit. Weil man sich keine umfassende Rechenschaft geben will über das, was man tut, versteift sich vielleicht auf eine Sicht, auf eine Perspektive, auf einen Aspekt und verwirft die anderen. Man “verkleinert” sich gewissermaßen. Man könnte auch sagen, dass man sich selbst dumm macht. Eine Art künstlicher Dummheit. Künstlich, denn man könnte auch anders, aber das will man nicht. Es gibt also nicht nur die künstlich Intelligenz, die mit Technik bzw. Maschinen und lernenden Systemen zu tun hat, sondern es gibt auch eine Künstliche Dummheit, nämlich die gewollte Entscheidung von Menschen, sich selbst dumm zu machen, auch wenn sie natürlich dieses Wollen nicht zugeben würden, denn sie verstecken es vor sich selbst und meistens zwingend, unbedingt und vehement, mit aller Kraft. Dieses Verstecken ist praktisch eine Voraussetzung, damit die Künstliche Dummheit existieren kann. Denn ihre Aufdeckung würde der Anfang von ihrem Ende sein. Die Künstliche Dummheit verschafft einem ein Gefühl von Sicherheit, einer Art sicheren Bodens.
- Das ist ja interessant!
- Ja. Es hat aber auch sehr viele negative Folgen.
- Warum?
- Na ja, was denken Sie, passiert, wenn sich zwei Menschen mit einem Thema auseinandersetzen und nicht bereit sind, sich zu öffnen? Jeder agiert mit einem kleinen Bewusstsein und so geht es dann mehr darum, wer sich durchsetzt, anstatt gemeinsam an etwas zu arbeiten. Übrigens ist das mit ein Grund, warum es so viele verschiedene Meinungen zu einem Thema gibt: Man weigert sich zu öffnen, sich zu hinterfragen, verengt also sein Bewusstsein und versteift sich dadurch auf einige Aspekte, die man dann verteidigt. Die so hoch gehaltene Meinungsfreiheit führt uns eigentlich vor Augen, wozu es führt, wenn Menschen ihr Bewusstsein klein halten wollen. Jeder hat dann zu zig Themen eine Meinung, die vor allem Folge eines reduzierten Bewusstseins ist. Da es sehr viele Menschen sind, die ihr Bewusstsein klein halten, haben wir ständig sehr viele Meinungen.
- So gesehen erscheint die Meinungsvielfalt in einem anderen Licht!
- Absolut. Wenn man genau hinschaut (was man aber doch nicht tut!), wird man denken, dass man eigentlich auch eine Münze werfen könnte. Dass jemand dies oder jenes glaubt, ist im Grunde ein Produkt von etwas anderem. Wie sollte es auch anders sein, wenn man nicht bereit ist, sich zu öffnen? Wie soll es anders sein, wenn man sich selbst gegenüber nicht ehrlich sein will? Deswegen ist ein reduziertes Bewusstsein “normal”. Es durchdringt unsere Beziehungen, unseren Alltag, die Politik, kurz: unser Leben.