seen from Yemen
seen from United States
seen from Netherlands

seen from Malaysia
seen from United States

seen from Australia
seen from United States
seen from United States

seen from South Africa
seen from United States

seen from United States
seen from United States

seen from Egypt
seen from China

seen from United States
seen from United States

seen from Kenya

seen from Malaysia
seen from China

seen from United States

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
01/01/2020, Punta del Diablo, Uruguay
Jamboree - Gira âUru why notâ de No way Jose 2018
Punta del diablo, Laguna Negra, Cabo Polonio . . . . . #uruguay #rocha #puntadeldiablo #lagunanegrarocha #cabopolonio (en Punta del Diablo) https://www.instagram.com/p/BubvqBaAJnS/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=1h85sutt34oe6
Punta Del Diablo, Uruguay. March 2016.

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Fliegende RĂŒcksĂ€cke und schmachtende Blicke fĂŒr Gingu
1. Dezember, Von Cabo Polonio nach Punta del DiabloÂ
An der Strasse stehend, Daumen raus und die RucksĂ€cke neben uns. Die Sonne scheint unerbittlich auf uns herab und wir ziehen uns unter NadelbĂ€ume und freundlichen Schatten zurĂŒck. Mit unseren kleinen Musikboxen unterstreichen wir den Moment, Jonny Cash besingt unser Hitchhiking Dasein. Die ersten Autos fahren vorbei, nichts da, kein Halten. Egal, wir lassen uns nicht unterkriegen, tanzen auf der Strasse, singen zu âFly like a birdâ, fĂŒhlen uns unbesiegbar und siehe da, der erste Truck hĂ€lt an. Vater und Sohn, etwa 60 und 30 alt nehmen uns ein StĂŒck mit in die Richtung, die wir geplant haben. Sie haben beide dieselben Augen, stammen aus einem Dorf nicht weit von Cabo Polonio und sind auf dem Weg nach Valizas, einem kleinen Dorf nebenan. Der Vater, Juan besitzt einen Bio Garten, pflanzt Zucchetti, Rucola und Radieschen, der Sohn, Frederico fĂŒhrt ein Hostel. Ein Dorf weiter sind sie schon am Ziel und nehmen uns noch mit dem Auto mit auf eine Rundfahrt durch den Ort. Unterwegs wird frischer Fisch, Fleisch und Brot abgeholt. Sie erzĂ€hlen uns vom Ort, vom Land, den Palmen und dem Hippiedasein der Leute. HauptsĂ€chlich die schönen Palmen werden immer wieder erwĂ€hnt und von uns immer wieder bestaunt. Wir erfahren, das Capo Polonio Hippiechic sei und fragen, ob noch mehr Hippiesein ĂŒberhaupt möglich sei. Sie mĂŒssen lachen und meinen ja. Frederico erzĂ€hlt, dass er ein Jahr in der französischen Schweiz gearbeitet hat. Viel gesehen hat er aber nicht in dieser Zeit, da er immer zu mĂŒde war am Abend, um etwas zu unternehmen. Er hat ein Gesicht, das immer zu lachen scheint und freundliche LachfĂ€ltchen um die Augen herum. Juan hat zwei Jahre in Miami gewohnt, irgendwo bei den Latinos, da wo man kein Englisch brauche. Eine Stadtrundfahrt spĂ€ter fahren sie uns wieder zurĂŒck auf die Hauptstrasse, wir hieven unsere RucksĂ€cke aus der LadeflĂ€che und verabschieden uns mit einem muchas gracias und KĂŒsschen auf die Wange. Weiter gehts, RucksĂ€cke am Strassenrand, dieses Mal ohne Schatten. Es dauert nicht lange und ein Ă€lterer Herr hĂ€lt mit seinem Pick up und fragt uns wo wir hin mĂŒssen. Er geht nicht ganz bis zu unserem Ziel aber in die richtige Richtung, die RucksĂ€cke werden auf die nĂ€chste LadeflĂ€che geworfen und wir schwingen uns in die nĂ€chste Mitfahrgelegenheit. Ich frage den Mann, woher er kommt und er gibt eine knappe Antwort, fragt nicht zurĂŒck, woher wir seien und wir merken, dass er nicht an einem GesprĂ€ch interessiert ist. Eine stumme Fahrt. FĂŒr uns auch gut. Ich geniesse die GesprĂ€chspause, die Ruhe, das Dahinziehen der Landschaft. Es ist unglaublich, wie sehr ich mich hier im Unbekannten wohl fĂŒhle und wie wenig mir das Bekannte fehlt, umso mehr ich mich von allem entferne. Die Landschaft gefĂ€llt mir, die NadelbĂ€ume, die Weite und die endlosen grĂŒnen Felder mit gelben BlĂŒten drauf. Von Juan weiss ich nun, dass das Grundwasser hier nur zwei Meter tief unter der Erde vor sich hin fliesst und mir ist nun klar, wieso hier in der ewigen Sonne alles trotzdem so grĂŒn und voller Leben sein kann. Schafe, Pferde und KĂŒhe tummeln sich auf dem Gras um uns herum, wir fahren an Bergen vorbei, alles hat Platz hier und nichts scheint zu klein. Eine halbe Autostunde vor unserem Ziel lĂ€sst uns der stumme Herr aus seinem Auto, wir bedanken uns und er fĂ€hrt still weiter. Auf seine Art sehr sympathisch. Wir warten wieder. Kurze Zeit spĂ€ter hĂ€lt ein Auto hinter uns und lĂ€sst drei Jungs, eine Gitarre und die dazugehörenden RucksĂ€cke raus. Andere Autostöppler. Sie kommen zu uns, sagen hallo und geben uns den Fortritt auf der Strasse. Wer zuerst kommt, fĂ€hrt zuerst. Gentlemen. Sie scheinen noch sehr jung, vielleicht achtzehn Jahre alt. Rastas, leicht abgefuckt und so als wĂ€ren sie mit allen Wassern gewaschen. Sie erinnern an die Strassenkatzen aus Aristocats, aber sehr sympathisch und hoch anstĂ€ndig und ich hole unsere Kamera, um sie zu fotografieren. Sie freuen sich, erzĂ€hlen, dass zwei von ihnen aus Chile seien und der Dritte aus Argentinien. Vor ein paar Tagen haben sie sich in Montevideo kennen gelernt und sind nun zusammen unterwegs zu einem Zirkus in Santa Teresa. Sie machen Musik, spielen Gitarre und singen dazu, alles leicht schrĂ€g aber doch irgendwie mitreissend und möchten damit sowie mit einigen JonglierfĂ€higkeiten beim Zirkus teilnehmen. SĂŒsse Jungs, jung und verwegen, so als wĂ€ren sie sich kein anderes Leben gewöhnt, als das ewige Vagabundendasein. ZukĂŒnftige Herzensbrecher. Ich stelle mir den Zirkus vor, muss irgendwie an eine Freakshow denken und an geheime Magier aus aller Welt, die sich da treffen werden. Sogar Wehrwölfe und Vampire wĂŒrde ich da erwarten, wo diese Jungs hinwollen. Sie freuen sich ĂŒber die Fotos, wir werden Facebook Freunde da im Nirgendwo in Uruguay und ich verspreche ihnen die Bilder zu schicken.
Wieder haben wir GlĂŒck oder sehen einfach sympathisch aus und der nĂ€chste Autofahrer haltet, noch ein Truck. Zum dritten Mal heute werden unsere RucksĂ€cke durch die Luft geworfen, dieses Mal in Eile, da das Auto nirgends richtig halten kann und mitten auf der Strasse stehen bleiben muss. Ich sitze vorne, fange an zu plaudern mit dem etwa 70 JĂ€hrigen. Er ist umwerfend sĂŒss mit seinen wenigen feinen Haaren, die in alle Richtungen gehen nur nicht nach unten, erzĂ€hlt mir eine halbe Stunde lang ĂŒber die Geschichte des Landes. Ăber Leute, die in den Bergen wohnen, ĂŒber eine schwarze Lagune, erzĂ€hlt, dass der Name der hĂŒbschen gelben Blumen âMargeritas de las dunasâ ist und er Uruguay möge, da es hier Menschen aus aller Welt gebe. Deutsche, Italiener, Spanier und Franzosen. Zwischendurch mach ich mir etwas Sorgen, da seine GesprĂ€chigkeit dazu fĂŒhrt, dass er sich nicht mehr so gut auf die Strasse konzentrieren kann und das Auto ab und zu ins Wanken kommt. Aber der alte Herr scheint die Strecke in und auswendig zu kennen und wir dĂŒsen weiter wacker voran. Seine Mutter war aus Frankreich, er spreche aber kein Französisch. Er war schon einmal in Brasilien und Argentinien, weiter noch nicht. Pferde seien zum Arbeiten hier und er verstehe nicht, warum man so viele Tiere immer als Haustiere haben wolle. Alles auf Spanisch und schnell wie sein Fahrstil, aber ich komme ganz gut mit und halte mich gut beim antworten und nachfragen. Geschichtsstunde, Spanischunterricht, eine gratis Fahrt und eine rĂŒhrende Spontanbekanntschaft, das hat sich gelohnt. Er lĂ€sst uns in Punta del Diablo raus, erklĂ€rt uns noch wo was ist und steigt dann aus dem Auto, um uns richtig und mit einem Kuss auf die Wange zu verabschieden.
Wir kommen an in dem jetzt noch kleinen verschlafenen Surferdorf. KĂŒste, Sonne, Wellen und Hostels lassen hier im Sommer die Puppen tanzen. Ein Traumziel fĂŒr junge Backpackers mit Surfboard, jetzt in der Nebensaison aber wunderbar ruhig und leer. Wir finden schnell ein Hostel und quartieren uns ein und kurze Zeit spĂ€ter treffen wie wieder auf die Strassenkinder mit Zirkusflair. Sie verlassen gerade mit RucksĂ€cken und Gitarre unser Hostel. âHier gibt es keine Arbeit fĂŒr uns, wir versuchen es wo andersâ, meint der GruppenanfĂŒhrer mit Rastas zu mir. âVielleicht sollten wir auch am Strand ĂŒbernachten, die Aussicht da wĂ€re fantastischâ, sagt der Argentinier gedankenverloren zu sich selbst und schaut dabei mit der Hand ĂŒber den Augen Richtung Strand. Irgendwie umhauend und bewundernswert diese drei und Noemi sagt zu mir: âWenn ich jemals ein Kind haben werde, das mit 18 meint, es wolle durch SĂŒdamerika trampen per Autostopp, werde ich ihm eins schmieren.â Alles Gute ihre drei Musketiere.
Am Abend sitzen wir mit einer Flasche Wein in den Garten, ein Verschlag aus Containern, ein paar Tischen und einem riesigen Grill. Ein paar Jungs machen ein Feuer. Ein paar Minuten spĂ€ter probieren sie unseren Wein, wir bestaunen ihre lausigen FeuerkĂŒnste und alle zusammen erzĂ€hlen wir lachend ĂŒber dies und das. Einer der drei hat ein Gesicht wie ein nordisches Supermodel und wir fragen ihn, ob wir ihn fotografieren dĂŒrfen. âSureâ, meint er und wir machen Portraits im Abendlicht von ihm. Blonde Locken, Wimpern zum dahinschmelzen und ein schelmisches Lachen lassen unsere Herzen höher schlagen. SĂŒsse zwanzig ist der Argentinier, heisst Gingu und arbeitet hier fĂŒr die nĂ€chsten paar Monate zusammen mit seinem gleichaltrigen Kolleg, der ebenfalls zfotografiert. Die beiden wohnen in einem Zimmer mit sieben anderen Hostelangestellten, darunter vier Frauen. âPrivatsphĂ€re ist das einzige Problem hier, aber wenn es nötig ist, weiss man schon, wohin man mal ein leeres Zimmer mit einem Bett findetâ, erzĂ€hlt der andere Fotograf mit einem verschmitzten LĂ€cheln. âEinigen ist es aber auch einfach egal, ich bin auch schon aufgewacht, weil zwei unter mir Sex hatten und das ganze Bett wackelte.â Nun macht es mir auch durchaus Sinn, weshalb in den Toiletten der MassenschlĂ€ge auch oft ein Zettel hĂ€ngt mit der Info: Bitte keine Kondome die Toilette runterspĂŒlen.
Wo wir schon dabei sind, halten wir auch noch die anderen zwei Feuermacher mit unseren Kameras fest, einer aus Vancouver, der andere aus Kalifornien. Sie bieten Fokuhila und kanadisches HolzfĂ€llerhemd sowie lange Haare, Bart und durch und durch ein gechilltes Dasein. Der Fokuhila vielleicht schon etwas zu verchillt und er lĂ€sst vermuten, dass so einige chemische Zaubermittel nicht ganz unbeteiligt daran sind. Das Feuer will nicht so recht, klappt dann aber doch noch und wir kommen in den unverhofften Genuss von Fleisch, GemĂŒse und Kartoffeln. Wir sitzen da wie alte Freunde, trinken Wein und lachen ab den Hunden, die beim Anblick des Essens schier vergehen. Mittlerweile ist es dunkel und wir reden ĂŒber den Amazonas und das Abenteuer Leben. Auf Anhieb verstehen wir uns alle super, haben den selben Humor. Immer wieder frage ich mich in solchen Momenten, was diese Menschen Zuhause wohl fĂŒr ein Leben fĂŒhren. Ich denke mir, dass ein Alltag, eine Struktur so gar nicht zu ihnen passt und frage mich, ob sie das Gleiche ĂŒber uns denken. Vermutlich. Aber es ist eh egal, das Leben Zuhause hat hier fĂŒr andere wenig Bedeutung und man ist einfach so, wie man gerade ist. Diese Menschen die wir hier treffen, bekommen ein Bild von uns, was vielleicht nichts mit dem von Zuhause zu tun hat. Vielleicht aber dafĂŒr umso mehr mit uns selbst. Es ist als wĂŒrde man sich hier in einer Parallelwelt befinden, die gleiche Person sein, nur mit einem immer wieder anderen Leben. Ein Leben hier, ein Leben dort, immer wieder in einer anderen Haut, so wie einem gerade zumute ist, mit immer neuen Menschen um einen herum. Doch es fĂŒhlt sich richtig an, nichts ist gespielt, weil man auch niemandem etwas vormachen muss. Man ist irgendwie echter noch als Zuhause, einfach dadurch, dass man nichts und niemandem gerecht werden muss und sich einfach treiben lassen kann. Der Kalifornier mit den langen Haaren hat ein lautes Lachen, das ansteckt. Der junge, schöne Argentinier sitzt im Schneidersitz auf der Holzbank und raucht, wĂ€hrend ihm seine Haare immer wieder fabulös ins Gesicht wehen und der Fokuhila ist einfach durch und durch sympathisch auf seine Art und auf eine fĂŒr uns nicht ganz klare Weise ebenfalls sehr angetan von dem jungen Gingu. âCome to visit me in California, Gingu. You can work there on a weed farmâ, sagt der Fokuhila zu Gingu. âAnd we could spend more time togetherâ, meint er mit bedeutungsvollem Unterton in der Stimme, wĂ€hrend er ein Herz auf ein Papier malt, in das er Ginguâs und sein Name schreibt. Gingu lĂ€chelt verlegen, ganz abgeneigt scheint der schöne LockentrĂ€ger auf jeden Fall nicht zu sein. Es ist kĂŒhl. Sterne ĂŒber uns und der fast Vollmond. Ich mache immer wieder ein paar Fotos. Ein Hund legt sich auf meine FĂŒsse, geniesst die gelassene Stimmung genau so wie ich auch. Ich fĂŒhle mich pudelwohl. Noch mehr Wein, noch mehr Bilder.
Etwas spĂ€ter fallen wir todmĂŒde in unsere Betten. Ein Massenschlag von sechs KajĂŒttenbetten und wir sind wieder einmal alleine darin. Noch eine Weile liege ich wach im Bett, beschĂ€ftigt mit Gedanken ĂŒber die Erlebnisse des Tages und beginne alles aufzuschreiben.
Am nĂ€chsten Abend wiederholen wir das ganze mit den selben Leuten und noch ein paar mehr. Ăber den Tag haben wir noch einen zwanzig jĂ€hrigen Schweizer kennengelernt, der etwas kiffend und ab und an Drogen probierend alleine durch SĂŒdamerika schlendert. âIhr mĂŒsst das wirklich auch mal ausprobieren mit den Pilzchen, alle haben immer Angst davor, aber was viele nicht wissen ist, dass es einfach nur lustig istâ meint der drogenbegeisterte Junge mit den kleinen Augen, wĂ€hrend er ein Bier trinkt. Wohl eher nicht, denken wir fĂŒr uns. Am ersten Tag in Uruguay ging er mit einem Fremden im Auto mit irgendwohin ans Stadtende, nachdem er ihn nach Gras gefragt habe, erzĂ€hlt er. Dort trafen sie einen Kolleg von jenem Fremden, der den Schweizer Reisenden versorgte. Faszinierend, wie der Kleine so durch SĂŒdamerika kommt, von Ort zu Ort gespĂŒlt wird ohne jede Vorbereitung und doch irgendwie ĂŒberlebt. Ebenfalls mit am Tisch sitzen noch Luis und sein französischer momentaner Reisekolleg, die wir schon aus Cabo Polonio kennen. Sie sind gerade in irgendwelche Kartentricks vertieft, zwei die sich gefunden haben. Heute steuern wir einen grossen Salat bei fĂŒr alle, den die Jungs mit Freuden begrĂŒssen. âIch habe das GefĂŒhl nur Fleisch gegessen zu haben die letzten Tageâ, sagt der Kalifornier. Auch davon gibt es aber natĂŒrlich nicht zu wenig und wir essen tatsĂ€chlich etwa ĂŒber zwei Stunden hinweg. Luis geht in zwei Wochen wieder zurĂŒck nach Schweden, wo der aus Guatemala stammende seit einigen Jahren lebt. Seit acht Monaten ist er nun unterwegs und bis vor kurzem habe er noch gedacht, er freue sich aufs Heimkehren, aber jetzt als es immer nĂ€her kommt, nicht mehr. âIch glaube, wenn ich wieder Zuhause bin, werde ich mir ein Hostel suchen, um da immer ein wenig im Aufenthaltsraum rumzuhĂ€ngenâ, sage ich zu ihm und er erwidert lachend: âJa das habe ich mir auch schon ĂŒberlegt!â Es werde ihm fehlen Leute kennen zu lernen und er habe das GefĂŒhl, dass das Leben Zuhause nicht so âEchtâ sei, wie das Leben unterwegs.Â
Gingu, den wir heute Nachmittag bei einem zweistunden Shooting nochmals von jeder Seite einfangen durften, sitzt dabei neben mir und raucht eine. âFast schon unheimlich wie unfassbar schön jede seiner Bewegungen istâ, schwĂ€rmt Noemi. âWie ein junger Gott, der sich seiner Person noch nicht bewusst ist.â Stimmt schon, selbst die Bewegung wie er sich eine Zigarette anzĂŒndet wirkt wie aus einer Marlboro Werbung.
Der Fokuhila lĂ€dt uns nach Kalifornien ein, wir sollen mit ihm zusammen an das Burning Man Festival. Dazu bauen er und seine Freunde jedes Jahr einen grossen Festivalwagen und wĂŒrden dann Tagelang feiern. Anstrengend und amĂŒsant.Â
Bis irgendwann spĂ€t in der Nacht reden wir, immer wieder sitze ich an einem anderen Platz. Der Schweizer sitzt ganze zwei Stunden still am immer selben Ort am Tisch und schaut zufrieden verklĂ€rt vor sich hin, wĂ€hrend er ein Joint nach dem anderen inhaliert. Zwischendurch trinkt er etwas Bier, das brauche er, da es ihn wieder munterer mache. Was fĂŒr ein Ausgleichssystem! Ich lerne noch einen Kartentrick, der wirklich an Magie grenzt genauso wie dieser ganze Abend. Fokuhila flirtet mit Gingu, der auch von uns immer wieder mit schwĂ€rmenden Blicken angestarrt wird. Ein Abend von dem ich wĂŒnschte, er wĂŒrde nie zu Ende gehen.
by Nora
Day 3: Punta del Diablo Silencio por favor, escuchemos el mar.