Leselisten und ProjektplÀne
Der zweite Blogbeitrag fĂŒr 2019 steht in den Startlöchern. Heute möchte ich mich mit zwei Punkten befassen, die mich beschĂ€ftigen: Leselisten und ProjektplĂ€ne. Da ich naturgemÀà in meiner Existenz als Autorin sowohl gerne schreibe als auch lese, sollen mir diese zwei Faktoren weiterhelfen. Vielleicht könnt ihr diesem Beitrag ja ebenfalls etwas NĂŒtzliches fĂŒr eure eigene Situation entnehmen. Ich wĂ€re erfreut, wenn der Post euch ebenso hilft wie mir.
(Anmerkung: Ich benenne explizit Unternehmen, Titel sowie Autoren im Beitrag. Demnach enthÀlt das Posting unbeauftragte Werbung.)
In letzter Zeit kam ich kaum dazu, ein Buch zur Hand zu nehmen, um es tatsĂ€chlich zu lesen. Ein Grund dafĂŒr sehe ich in der Plattform Netflix. Vielleicht sitzt ihr jetzt mit einem fetten Grinsen vor eurem Bildschirm. Vielleicht kennt ihr das Dilemma sogar selbst. Ich fĂŒr meinen Teil liebe Serien (aktuell âThe Big Bang Theoryâ, âGilmore Girlsâ und âLove O2Oâ). Das fĂŒhrt dazu, das enorm viel Zeit beim Gucken âdraufgehtâ. Zeit, die fĂŒr das Lesen von handfesten BĂŒchern fehlt. Mir ist klar, dass ich hier neu priorisieren muss, wenn ich es wirklich ernst meine. Deshalb erstelle ich jetzt eine Leseliste, die mir zeigen soll, was ich dieses Jahr âschaffenâ möchte. Klingt nach einer Herausforderung? Jup. Es ist eine Herausforderung. Ich fordere mich selbst heraus, weil ich den Lesegenuss vermisse. Das GefĂŒhl, zwischen den Seiten zu leben und vollkommen ins Kopfkino abzutauchen.
Keine Angst, ihr bekommt jetzt keine ellenlange Liste vorgesetzt. In meinem Bullet Journal habe ich das 1. Quartal 2019 festgelegt. Da lesen auch immer etwas mit Launen zu tun hat (bei mir zumindest), möchte ich keinen starren Plan bis zum Jahresende erstellen. Stattdessen regel ich das quartalsweise, um nach jeweils drei Monaten neu entscheiden zu können, ohne mich schlecht zu fĂŒhlen. Aktuell habe ich drei BĂŒcher begonnen: âEmmaâ (Jane Austen), âBasar der Bösen TrĂ€umeâ (Stephen King) und das Hörbuch âWolfsherzâ von Wolfgang Hohlbein. Diese drei Romane bzw. Kurzgeschichtensammlung möchte ich definitiv noch im Januar beenden.
FĂŒr den Februar wandern drei BĂŒcher von meinem SuB auf die Liste: Stephen Hawkings âKurze Antworten auf groĂe Fragenâ, Jojo Moyesâ âMein Herz in zwei Weltenâ sowie Lori Nelson-Spielmans âHeute schon fĂŒr morgen trĂ€umenâ. Im MĂ€rz soll es dann zwei neue BĂŒcher geben, die ich baldmöglichst lesen möchte: âSturmtochter 2âł von Bianca Iosivoni erscheint Anfang Februar und die Hardcover-Ausgabe von âBatman Nightwalkerâ, die Ende Januar erscheint. Von meinem SuB lese ich dann im Idealfall âHarry Potter und das verwunschene Kindâ.
Damit ich es auch wirklich schaffe, will ich versuchen, ein bisschen weniger zu ânetflixenâ und dafĂŒr etwas mehr zu lesen. Mal schauen, ob ich das hinbekomme, ich halte euch wenigstens einmal im Monat auf dem Laufenden. :)
Punkt B: der (grobe) Projektplan
Ich tracke seit Beginn dieser Woche meine tatsĂ€chliche Schreibzeit bzw. Arbeitszeit. Das Elfenprojekt möchte ich gerne in diesem Jahr veröffentlichen. Das Projekt habe ich im NaNoWriMo 2016 gestartet und seitdem ein paarmal im Jahr 2017 ĂŒberarbeitet. Auf meiner Festplatte existiert seitdem eine Version Nr. 3. Jetzt habe ich eine 4. Version begonnen. In dieser Version will ich einige stilistische SchwĂ€chen ausmerzen und zugleich den Plot mit seinen Charakteren auf Vordermann bringen. Ich erinnere mich, dass es da noch einige logische Löcher zu stopfen gibt. Dementsprechend wird diese Version aller Voraussicht nach recht anspruchsvoll.
Irgendwann habe ich irgendwo aufgeschnappt, dass es hilfreich sein soll, wenn man die Zeit, die man sich fĂŒr einzelne Ziele nehmen möchte, am besten verdoppelt, um eine realistische Vorgabe zu erhalten. D. h. meine spontane Idee sagt mir, ich könnte diese "Rotstiftrundeâ bis Ende Februar beenden. Realistisch wĂ€ren wohl eher vier Wochen mehr, also Ende MĂ€rz. In Zahlen hieĂe das: Das Werk umfasst rund 80.000 Wörter, knapp 300 Seiten derzeit. Setze ich 45 Arbeitstage bis Ende MĂ€rz als Durchschnitt an, wĂŒrde das bedeuten, dass ich pro Tag rund 7 Seiten ĂŒberarbeite oder pro Woche ungefĂ€hr 8k bis 9k Wörter korrigiere.
Im April landet das Ganze dann (hoffentlich) im Lektorat. WĂ€hrend ich auf die RĂŒckmeldung warte, arbeite ich an dem nĂ€chsten Projekt (z. B. im Rahmen des Camp NaNoWriMo). Sobald die RĂŒckmeldung erfolgt, ĂŒberarbeite ich das Werk bis Ende Juni. Danach geht es ins kleine Lektorat mitsamt Korrektorat, evtl. zum ersten Testleser. Anhand dieser RĂŒckmeldungen ĂŒberarbeite ich das Buch ein letztes Mal bis Ende August. Im Idealfall erscheint das Elfenprojekt somit im Herbst als eBook.
In den letzten Jahren habe ich immer wieder versucht, einen solchen Plan zu erstellen, um zeitlich besser planen zu können. Jedesmal habe ich die von mir gesetzten Deadlines zu kurz gegriffen, sodass das Ziel stets von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Ich hoffe, bei dieser Zielsetzung kann ich mich besser positionieren, sodass im Herbst tatsĂ€chlich das Elfenprojekt das Licht der Welt erblicken kann. WĂŒnscht mir GlĂŒck! \o/Â