Nach den Sommerferien 2024
Ich will ja gerne alle Messenger und sonstigen Kommunikationswege willkommen heiĂen, aber dieser bringt fĂŒr mich das Fass zum Ăberlaufen
WhatsApp, Signal, Threema, E-Mail, SMS: Ich will mich da nicht festlegen â obwohl ich mit dem möglichst weitgehenden Agnostizismus gegenĂŒber möglichen Kommunikationswegen auch nicht ganz glĂŒcklich bin.
In den Sommerferien bekommen wir eine Nachricht aus der Schule des Sohnes: Nach den Sommerferien wĂŒrde die Kommunikation mit den Eltern nicht mehr ĂŒber private Mailadressen, sondern nur noch ĂŒber die von der Schule bereitgestellten elektronischen PostfĂ€cher* stattfinden. Wir bekommen dafĂŒr Logindaten fĂŒr das schulische Mailsystem in der Art "erzb.vorname.nachname"; "erzb" steht dabei fĂŒr "Erziehungsberechtigte/r".
Ich verstehe ja, dass Banken, Versicherungen, Steuerbehörden, Telefonanbieter, Gasversorger, Wasserversorger, Gerichte, Domainhoster usw mit mir nicht ĂŒber private Mailadressen kommunizieren möchten und deshalb immer entweder ihre eigenen elektronischen PostfĂ€cher bereitstellen (Banken, Versicherungen, Steuer, Telefonanbieter, Gasversorger, Wasserversorger, ...) oder gleich lieber ganz auf moderne Kommunikationswege verzichten und lieber weiter auf Fax setzen (Gerichte). SchlieĂlich ist "Datenschutz" das aller-allerwichtigste Grundrecht in Deutschland und darf unter gar keinen UmstĂ€nden angekratzt werden.
Aber von meiner Bank, der Versicherung, der Steuerbehörde, dem Telefonanbieter, dem Domainhoster und dem Wasserversorger bekomme ich wenigstens eine E-Mail oder eine SMS, wenn eine neue Abrechnung oder Ăhnliches im jeweiligen Postfach bereitliegt und von mir angeguckt werden will. Dann sehe ich die Mail, logge mich im entsprechenden Portal ein und kann die neue Rechnung (oder was auch immer es ist) herunterladen.
Aber die Schule will, dass ich daran denke, mich mit meinem "Erziehungsberechtigten"-Account "mindestens einmal pro Woche" im schulischen Postfach anzumelden, um zu schauen, ob es dort wichtige Nachrichten von der Schule gibt. Ăber einen anstehenden Flohmarkt, eine anstehende Klassenreise, einen Elternabend oder Ăhnliches.
Ich finde auch keinen "Weiterleiten"-Button in dem Mailsystem der Schule und bin wirklich völlig ratlos, wie ich mit diesem Ansinnen umgehen soll. Ich bin gerne bereit, mir den fĂŒnfzehnten Messenger auf meinem Handy zu installieren. Aber eigeninitiativ daran denken zu sollen, mich einmal pro Woche aktiv in einem weiteren Account, in dem vermutlich ungefĂ€hr 2x im Laufe des Schuljahres eine wichtige Nachricht eingehen wird, anzumelden â ich weiĂ jetzt schon, dass mich das ĂŒberfordern und es nicht funktionieren wird, und ich halte das fĂŒr die schlechtestmögliche Lösung moderner Kommunikationswege.
Ich werde der Schule vorschlagen, mich lieber per Fax zu kontaktieren oder werde ihnen alternativ gerne eine Schulung anbieten, wie Mailverteiler funktionieren.
* Nachtrag und Klarstellung wegen dieses sehr berechtigten Hinweises: Es handelt sich hier, soweit ich das erkennen kann, um eine Lernplattform, in der eine MailfunktionalitĂ€t integriert ist. Die Mails lassen sich also erstmal nur ĂŒber die WeboberflĂ€che der Lernplattform abrufen; bzw. sollte dahinter ein vollwertiger Mailserver stecken (was ja nicht unwahrscheinlich ist, was ich aber nicht weiĂ), ist mir seine Serveradresse nicht bekannt. Ah, und: Es lassen sich nur Mails innerhalb der Schule versenden und empfangen, und Weiterleitungen sind deaktiviert.
(Molinarius)







