Wer die ersten Schritte im 3D-Druck erfolgreich mit PLA gemeistert hat, stößt bei fortgeschrittenen Projekten schnell an funktionale Grenzen. Ob es die mangelnde Hitzebeständigkeit oder die mechanische Belastbarkeit ist – irgendwann reicht das Standard-Material nicht mehr aus. Genau hier kommt PETG (Polyethylenterephthalat-glykolmodifiziert) ins Spiel. PETG vereint das Beste aus zwei Welten: die unkomplizierte Druckbarkeit von PLA und die hohe Stabilität sowie Temperaturbeständigkeit von ABS. Mit einem stetig wachsenden Marktanteil hat sich PETG als das Go-To-Material für funktionale Bauteile und den technischen Einsatz etabliert. Was ist PETG? Der modifizierte Alltags-Kunststoff Die meisten kennen PET bereits aus dem Supermarkt – es ist das Material, aus dem herkömmliche Getränkeflaschen hergestellt werden. Für den 3D-Druck wird dieser Kunststoff mit Glykol modifiziert (daher das „G“). Diese Modifikation sorgt dafür, dass das Material beim Drucken langsamer abkühlt, weniger kristallisiert und dadurch extrem transparent, flüssig und vor allem weniger spröde bleibt. Es ist chemisch hochbeständig, schlagfest und extrem widerstandsfähig. Die technischen Eigenschaften von PETG im Detail PETG gilt in der 3D-Druck-Community als der ultimative Allrounder. Doch warum ist das so? Schauen wir uns die Vor- und Nachteile genauer an. Die entscheidenden Vorteile Die Herausforderungen beim Drucken Typische Anwendungsbereiche: Wann solltest du PETG wählen? Wann immer ein Bauteil mehr leisten muss als nur gut auszusehen, ist PETG die richtige Wahl: Optimale Druckeinstellungen für PETG (Richtwerte) Um ein perfektes Druckergebnis ohne Fädenziehen zu erzielen, empfiehlt sich die Orientierung an folgenden Richtwerten: Parameter Empfohlener Wert Drucktemperatur 230 °C – 250 °C Heizbetttemperatur 70 °C – 90 °C (Zwingend erforderlich) Druckgeschwindigkeit 30 – 60 mm/s (Sollte etwas langsamer als PLA gedruckt werden) Bauteilkühlung 20 % – 50 % (Weniger Kühlung erhöht die Schichthaftung erheblich) 💡 Dein nächstes 3D-Druck-Projekt präzise planen! Planst du ein robustes Bauteil aus PETG oder möchtest du die genauen Produktionskosten für deine maßgeschneiderten Prototypen ermitteln? Nutze ganz einfach unseren [integrierten Produktionskosten-Konfigurator], um den Materialverbrauch, die Druckzeit und die optimalen Parameter für dein nächstes Projekt im Handumdrehen zu kalkulieren. So behältst du von Anfang an die volle Kostenkontrolle! Fazit PETG ist das ideale Upgrade für alle, denen PLA zu spröde und unbeständig ist, die aber gleichzeitig den verfahrenstechnischen Aufwand und die Geruchsbelästigung von ABS scheuen. Mit den richtigen Einstellungen liefert es extrem haltbare, wetterfeste und hochfunktionale Bauteile für anspruchsvolle Projekte.
Wer die ersten Schritte im 3D-Druck erfolgreich mit PLA gemeistert hat, stößt bei fortgeschrittenen Projekten schnell an funktionale Grenzen. Ob es die mangelnde Hitzebeständigkeit oder die mechanische Belastbarkeit ist – irgendwann reicht das Standard-Material nicht mehr aus. Genau hier kommt PETG (Polyethylenterephthalat-glykolmodifiziert) ins Spiel. PETG vereint das Beste aus zwei…

















