Caprivi Strip
Nach scheinbar unendlichen 650km erreichten wir unsere nächste Unterkunft, das Ngepi Camp. Als selbstversorgendes Camp sticht Ngepi durch seine Ökofreundlichkeit durchaus ins Auge, auch wenn die Sauberkeit dadurch arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ja, wir waren sowohl beim ersten, als auch beim zweiten Anblick unserer Unterkunft nicht sehr begeistert. Angepriesen als Luxury Tree House (mit entsprechendem Preis, versteht sich) wurden wir zu einer Buschhütte dirigiert. Sie befand sich direkt am Ufer des Okavango, welcher die Heimat vieler Hippos ist (Anekdote folgt). Die Buschhütte war eher zweckmässig und den "echten" afrikanischen Buschhütten dadurch unterlegen, als dass sie nicht einmal Lehmwände besass. Nein, ein paar zusammengeknüpfte Bambushalme sollten uns von den Gefahren der Dunkelheit bewahren. Nunja, frische Luft soll ja gesund sein. Das Moskitonetz hatte nebst den normalen Löchern auch noch sehr viele sehr grosse Löcher (und wir sind bitteschön im Malariagebiet). Das Alter der Moskitonetze liess sich auch anhand der halbverrotteten Insekten darauf feststellen. Diese wiederum rieselten in einzelnen Stücken auf unsere Kopfkissen. Sehr romantisch. Nun gut, die Sonne war bereits am Untergehen, ein Wechsel der Unterkunft kam nicht mehr in Frage. Daich gesundheitlich sehr angeschlagen war, legte ich mich in die Hängematte, während David das Auto entlud (sprich: das Nötigste in die kleinen Taschen gepackt, da es a) keinen Platz hatte in der Hütte und b) es einfach eklig war). Kurz nur war die Erholung, als ein Nilpferd gleich unter der Hängematte durchdampfte und ich mich dermassen erschreckte, dass ich ziemlich unsanft aus der Hängematte fiel.... Das Abendessen war erstaunlich gut (Kudu Fleischbällchen mit dem obligatorischen Rotkraut und Kartoffelstock und zum Dessert irgendwas Schoggikuchenartiges) und wir begaben uns dann zurück in unsere noble Unterkunft, gerade rechtzeitig, um noch die Ratten auf den Balken zu sehen. Die liessen sich dann auch nicht mit Wasser verscheuchen. Ab ins Bett und BLOSS KEINE ZEHE RAUSHALTEN. Gleich wurde es bitterkalt und aneinandergekuschelt versuchten wir, die Nacht zu überstehen. Da diente auch die Powerbank als Bettflasche... Kaum war die Sonne draussen und wir hatten Telefonempfang, buchten wir ein neues Hotel und brachen die Zelte ab. Eine weitere solche Nacht hätten wir nicht überstanden... Auch das Duschen liessen wir dank unzähligen Mücken und anderem Getier bleiben - hauptsache weg da!!!!!!! Im neuen Hotel in Katima Mulilo waren wir schon absolut hin und weg, dass unser Zimmer Wände hatte. Echte Wände aus echtem Beton (oder was auch immer, es sah zumindest sehr solide aus). So schnell sinken die Ansprüche....gleich sprangen wir unter die Dusche und ins Bett und wir verschliefen den halben Tag, um uns von den Ngepi Strapazen zu erholen. Das Abendessen war wunderbar, die Protionen so gross, dass wir kämpfen mussten. Später schliefen wir zu den entfernten Klängen der zambischen Trommeln ein. Der zweite Tag in Katima Mulilo starteten wir mit einem super leckeren Frühstück und begaben uns dann auf den Markt. Im kleine Grenzstädtchen pulsierte das Leben und wir erstanden einige Kleinigkeiten auf dem Craft-Market. Alles war von demjenigen gekennzeichnet, der es geschaffen hatte und so kam unser Geld hoffentlich auch an. Da wir die einzigen Touris weit und breit waren, sorgten wir für etwas Aufregung auf dem lokalen Fleisch- (igitt! Nur nicht hinschauen!) und Gemüsemarkt. Die Menschen waren aber freundlich und fröhlich und wir hatten eine wunderbare Zeit! Nun ist die Zeit in Namibia bereits vorbei und morgen gehts nach Botswana und den Chobe Nationalpark.











