WINDY WAVES
Es war lĂ€ngst dunkel, als wir einfuhren - in den coolsten Ort von SĂŒdeuropa. Unseren kleinen Polo parkten wir vor den mĂ€chtigen Mauern der Stadt, hinter denen sich die engen, verwinkelten und vom Wind geschĂŒtzten GĂ€sschen Tarifas versteckten. Und hier schlenderten wir - auf mit Kopfsteinpflaster gesĂ€umten Wegen - Hand in Hand - vorbei an bunten SurferlĂ€den, dröhnenden Nachtclubs und rustikalen Bars bis hin zu unserem Hotel. Â
Dem Kook Tarifa, das wir auf der Fahrt hierher spontan online gebucht haben. Und auch wenn uns die Empfangsdame leicht zugedröhnt ĂŒber die VorzĂŒge der Windgeschwindkeiten aufklĂ€rte und die Historie des Hotels ĂŒber uns ausbreitete, wir fĂŒhlten uns auf Anhieb wohl. Angekommen in der Szene. LĂ€ssig und unkonventionell. Shabby schick. Mit Dachterrasse und Weitblick ĂŒber Tarifa, der bis nach Marokko reichte. WOW.Â
Und tatsĂ€chlich gesellten wir uns zu ihnen. Zu all den Aussteigern, Surfern und LebenskĂŒnstlern dieser Welt, die sich die Sonne des SĂŒdens auf den Bauch scheinen lieĂen, die FĂŒĂe im Sand vergruben und mit ihren Surfbrettern auf die nĂ€chste Welle warteten. Denn fĂŒr eines ist Tarifa bekannt: fĂŒr seinen kilometerweiten Sandstrand, gigantische Wellen und Kitesurfer am Limit.Â
Auch wir waren am Limit und hielten die Luft an, als sich die Wellen peitschten und ĂŒber der MilitĂ€rbrĂŒcke zwischen Mittelmeer und Atlantik kĂŒssten. Ein Naturschauspiel, was ich wohl nie wieder vergessen werde. Ich war verliebt. Verliebt in Tarifa mit seinen Naturgewalten. Verliebt ins Leben. Und verliebt in dich.Â













