Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
â Live Streamingâ Interactive Chatâ Private Showsâ HD Qualityâ Free Actions
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Zu gern gibt sich die moderne BĂŒrgerlichkeit der Tugend der WertschĂ€tzung hin(Achtung:Werte werden geschĂ€tzt ). Sie mahnt die WertschĂ€tzung von QualitĂ€t an, die durch romantisch-ökologische Nachhaltigkeit, eine sakrosankte Tugend der Konservativen, begrĂŒndet wird. Aus dieser Ecke wehte nun wellenweise der Föhn der Teepackungsansprache den Anwesenden ins Antlitz, derer zufolge jener ein ganz besonderer Tee sei, den sie aus ihrem Urlaub in Sri Lanka vor ein paar Wochen (um MissverstĂ€ndnisse zu vermeiden, wiederhole ich fĂŒr die Normalsterblichen: âSRI LANKAâ) mitgebracht hĂ€tten und natĂŒrlich nicht einfach dort gekauft, sondern unter den besonders authentischen UmstĂ€nden einer Teeverkostung auf der ihrem Hotel gegenĂŒberliegenden Teeplantage erstanden und, ich glaube mich zu erinnern, mit Kenntnis der Namen und Personen sĂ€mtlicher an der Herstellung des Inhaltes dieser TĂŒte Tee beteiligten TeepflĂŒckerInnen, denen sie schon morgens, wie sie barfĂŒĂig zur Arbeit gingen, achtungsvoll grĂŒĂend begegnet seien! Vor meinem geistigen Auge lĂ€uft der durchidealisierte Werbespot. Ich könnte meinen, gehört zu haben, dass die ArbeiterInnen sogar auf dem PflĂŒckzertifikat namentlich erwĂ€hnt seien. Es fehlte nur noch der Hinweis, dass die ArbeiterInnen dafĂŒr bezahlen, dort arbeiten zu dĂŒrfen.
So wechselte dann diese âTĂŒteâ, nein, dieses Couvert erlesenen Tees seinen Besitzer und wenn ich der neue Besitzer gewesen wĂ€re(Neid?), hĂ€tte ich vor lauter Demut diesen Tee, einem Kunstwerke gleich, niemals anrĂŒhren, geschweige denn anbrechen können und es entzĂŒndete sich ein Familienkrach, wenn der erste Konsument auch nur den Hauch einer NichtwertschĂ€tzung ahnen liesse, so wie es Jugendliche manchmal gedankenlos tun: Das sei doch schlieĂlich der Tee aus Sri Lanka von Onkel T., höre ich ich mich schon mahnen, den könne man doch nicht einfach offen stehen lassen! Wobei mir dazu, um von mir abzulenken, wert-und nichtwertschĂ€tzungsmĂ€ssig, die Geschichte einfĂ€llt, mit der dann dieser denkwĂŒrdige Vor-Weihnachtsnachmittag beschlossen wurde und deren mĂ€rchenhafter Inhalt sich anlĂ€sslich der aufgeflammten FlĂŒchtlingskrise zutrug und sich nun ĂŒber uns ergieĂen sollte.
Wegschauen ist wie Nicht-Himschauen, es dient nur dem Erhalt des Bestehenden. Doch genau genommen ist Wegschauen schlimmer, da man anders als beim Nicht-Hinschauen nicht wirklich sagen kann, es nicht gesehen zu haben.
Dr. Dr. Immanuel Fruhmann
alias I.G. Fruhmann
Y 8:8; Y 7:14
đDie politische Landschaft der Jugend wandelt sich, wie eine Analyse der Financial Times zeigt. Die Politikwissenschaftlerin Simone Abendschön betont, dass neben dem Geschlecht auch Bildung, sozioökonomischer Status und weitere Faktoren die Wahlentscheidung beeinflussen. Menschen als vielfĂ€ltige Individuen zu sehen, ist dabei entscheidend. Quelle: zdf Heute đ€ Was denkst DU ĂŒber diesen Trend?
âŒïž Geld âŒïžverĂ€ndert nicht eine Person sondern verstĂ€rkt nur schon vorhandene CharakterzĂŒge. Fakt ist : Geld ist nicht alles aber fĂŒr fast alles brauchst du Geld. So nutze auch du jede Möglichkeit dir zusĂ€tzlich was zu verdienenđ Konservativ und FamiliĂ€rđ So kannst auch du bei uns 500-1000 ⏠nur nebenberuflich verdienen. Hol dir einfach unverbindlich alle Infos bei mir Laurent Glodt und kommentiere mit âTeamworkâ #arnoldschwarzenegger #family #konservativ #business https://www.instagram.com/p/CmYx2D1KdNB/?igshid=NGJjMDIxMWI=
Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
â Live Streamingâ Interactive Chatâ Private Showsâ HD Qualityâ Free Actions
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Vor vielen Jahren, als es noch keine Automobile gab, gingen die Menschen entweder zu FuĂ oder sie fuhren mit der Kutsche. Jedenfalls die, die es sich leisten konnten. Ganz Reiche hatten sogar ihre eigenen Kutschen. Damals, in der guten alten Zeit, von der die Konservativen nur trĂ€umen können, war es fĂŒr hochgestellte oder angesehene Personen das Fortbewegungsmittel der Wahl. Doch die ZeitenâŠ
PĂŒnktlich um PUNKT ACHT UHR MORGENS, da sind sie vorgefahren, mit ihrem Ford Transit, denn diese Kundschaft, ja die erwartet es schlieĂlich noch, dass man um âPUNKTâ anfĂ€ngt und nicht davor oder danach.
Der schleimige, zugeknöpfte und innerlich sehr wĂŒtend wirkende Vertreter, welcher âZur Beobachtung der VorgĂ€ngeâ abgestellt wurde, öffnet Cayman und dem Kameramann die TĂŒr und geleitet sie sogleich ins Innere des metaphorischen ParteigebĂ€udes...
Der Zeitgenosse, welcher mit nur wenig MĂŒhe und Vorstellungskraft auch problemlos gerade eben erst aus dem Jahr 1950 entlaufen sein könnte, prĂ€sentiert unseren beiden Helden das groĂe Problem: âDies hier, meine Herren, ist DAS HERZ UNSERER PARTEI! Unsere Existenzgrundlage sozusagen! Aber es ist nun leider nicht mehr ZeitgemĂ€Ă, deshalb also, da werden wir gewissermaĂen ein paar... âAnpassungenâ vornehmen mĂŒssen, damit das ganze auf die Bevölkerung, insbesondere natĂŒrlich auf die jĂŒngere Wahlvölkerschaft wieder attraktiver wirkt!â.
Cayman und der Kameramann stellen ihre Malerutensilien ab und blicken entsetzt in jenen Raum, welcher sich da vor ihnen auftut: Möbel aus den 1950ern, dunkelbesch bezogene Sitzgelegenheiten, Massivholz-Schnörkelmöbel in Dunkeleiche-Lackiert, eine hellbesch-weiĂe Stofftapete mit LĂ€ngsstreifenmuster, eine Schrankwand aus echter Dunkeleiche, eine Stofflampe mit Kordeln und auch in hellbesch, Gardinen aus schwerem Stoff in Senfbesch und ein dicker, dunkelgrauer Teppich... Und das alte Transistorradio spielt gerade dezent im Hintergrund DIE FLIPPERS.
Cayman schaut seinen Kollegen an, der blickt daraufhin fragend zu dem CDU-Jungster, welcher stolz in eben diesen Raum schaut, sich sein Jackett glatt streicht und sagt: âJa, DIES ist das Herz unserer Partei! Aber da diese linksgrĂŒn-versifften Chaoten sich mit ihrer scheuĂlichen Propaganda aktuell sehr stark in die Köpfe der Bevölkerung eingeschlichen haben, werden wir wohl oder ĂŒbel unsere AttraktivitĂ€t etwas steigern mĂŒssen, und es diesen Kifferchaoten dann mal so richtig zeigen! Denn KONTINUITĂT UND STANDHAFTIGKEIT, TRADITIONSBEWUSSTSEIN UND PATRIOTISMUS sind und bleiben, meiner Meinung nach, die Grundpfeiler eines guten Deutschlandes! Eines wirtschaftstarken Deutschlandes, eines...â.
Da unterbricht ihn der Kameramann: âĂhm... Ja! Aber es ist ja nur so... Also eigentlich mĂŒssten wir den gesamten Raum einfach abfackeln, damit das hier was wird! Oder noch besser gleich in ein völlig neues GebĂ€ude umziehen! Das wissen Sie schon oder?â.
Der sattgefressene âJungpatriotâ aber lĂ€sst sich seinen âStandhaften Patriotismusâ nicht verderben und frohlockt: âAch was! Ein paar optische Ănderungen und schon sieht das alles gleich viel besser aus wissen Sie! Also wir dachten an so dieses âStreamer-Zeugsâ! Also sprich eine Neonröhre unters Sofa legen, eine Neonreklame mit einem kecken Spruch an die Wand, das Sofa vielleicht ein bisschen weiter zur Seite und dann so moderne Farben als Hintergrundbelichtung wie âLilaâ oder âKnallblauâ oder so! Wir wollen ja unseren Markenkern nicht verraten! FĂŒr die paar Jahre! Bis wir dann wieder an der Regierung sind und wieder DURCHGREIFEN! Ach was! Sie beide, Sie bekommen das schon gemeistert! Ich schaue nachher noch mal nach ihnen!â.
Dann marschiert der Traum einer jeden Schwiegermutter Ende 70 auch schon wieder davon...
Cayman lĂ€uft durch den miefigen Raum, in all seinem Besch und dem âWirtschaftswunderflairâ, betrachtet vor allem das sehr groĂe Portrait von Angela Merkel an der Zimmerwand und streckt den Arm danach aus...
Da ruft der Kameramann: âNEIN! PACK DAS BLOĂ NICHT AN! Der Typ hat am Telefon gesagt, wir können notfalls ALLES Ă€ndern im Raum, aber NICHT ANGELA MERKEL! Dieses Bild trĂ€gt das gesamte GebĂ€ude! Wenn wir das abnehmen oder auch nur schief angucken, dann kracht hier alles zusammen!â.
Cayman tritt erschrocken zurĂŒck und fragt: âJa aber, das ist doch gefĂ€hrlich! Haben die denn nicht im Hinterkopf gehabt, dass Mutti irgendwann weichen muss, weil das Leben nun mal VerĂ€nderung mit sich bringt?!â.
Der Kameramann stemmt die HĂ€nde in die HĂŒften, schĂŒttelt mit dem Kopf und sagt: âNenene... So funktioniert das bei diesen Leuten hier in diesem Laden nicht! Aber pass auf! Ich erklĂ€r dir das! MIT DEM NUN FOLGENDEN BEITRAG!â:
Dieses Mal:
Die CDU im Wahldebakel, ihre âNeuaufstellungâ und das groĂe Problem des âKonservatismusâ
âDie Post-Merkel-Apokalypseâ
Sie dachten, die mĂŒssten sich keine MĂŒhe geben, weil es wird schon irgendwie so weitergehen...
Sechzehn Jahre lang, da saĂ sie dort, in ihrem Thron, auf ihrem Hintern.
Und es konnte kommen, was da wollte, sie blieb fest sitzen, Wirtschaftskrise, FlĂŒchtlingskrise, WahlkĂ€mpfe, AffĂ€ren in der eigenen Partei, TotgesĂ€nge, Katastrophen, Donald Trump, die AfD, die VerĂ€nderungen in der Gesellschaft in egal welchen Facetten... Nichts davon rĂŒttelte auch nur ansatzweise stark genug an ihr, als dass auch nur daran zu denken war, dass sie auf absehbare Zeit aus ihrem Thron purzeln wĂŒrde. Christian Wulff, Anette Schawan, Karl-Theodor âMeine Doktorarbeit ist nicht C&P!â Zuguttenberg, Martin Schulz, der alte Steinmeier... Der Friedhof der âPolitisch Plattgesessenenâ, er ist groĂ und die Grabsteine darauf, ja sie berichten von jenem grauenhaften Zugrundegehen, Versanden oder im Blitzlichtgewitter der Medien Verbrennen, denn keiner von ihnen schaffte es der geballten âAussitzkraftâ der Merkel standzuhallten. Denn das Volk wollte SIE - âMUTTIâ, das Volk liebte oder hasste sie, aber beide Seiten brauchten sie, um entweder ihre LobgesĂ€nge oder aber ihre âSie ist an allem Schuldâ-Tiraden anzustimmen. Doch âMuttiâ hat auch all das mit einer apokalyptischen, politischen Langeweile in Grund und Boden ausgesessen, welche man in der Form in den GeschichtsbĂŒchern lange suchen muss. Das Fakenews-Durchfallblatt BILD konnte noch sooft titeln und schreiben, dass SIE mal wieder an allem Schuld und Deutschland kurz davor ist, wegen IHR unter zu gehen, zu einer Diktatur oder zu einer FlĂŒchtlingshochburg zu werden. Sie blieb sitzen, der damalige Chefredakteur der BILD hingegen nicht, auch er (Oder waren es sogar mehrere?) wurde mehr oder weniger einfach ausgesessen.
Angela Merkel hat alles ausgesessen, was logischerweise aber auch so allerhand Probleme mit sich brachte, wie wir jetzt, im Zeitalter von immer fortschreitenderer Technisierung, Klimakrise, Naturkatastrophen, politischen wie auch sozialen und kulturellen UmbrĂŒchen und VerĂ€nderungen feststellen mĂŒssen. DEUTSCHLAND ist was den Ausbau des Internets angeht, die Versorgung ĂŒberhaupt mit Internet weit abgeschlagen, vor allem fĂŒr den Anspruch, welchen wir haben, haben sollten... Ich erinnere mal an eine gewisse Frau Bildungsministerin, welche darauf vor einigen Jahren lapidar argumentierte: âWir brauchen kein 5G an jeder Milchkanne!â. Deutschland wurde zwar (, davon bin ICH ĂŒberzeugt!) sehr sicher, gut gepolstert und weitestgehend katastrophenfrei durch die beinahe zwei Jahrzehnte gefĂŒhrt â Jedoch bin ICH ebenfalls davon ĂŒberzeugt, diese âPolsterungâ, mit der dieses Land durch all die Untiefen gekugelt ist, hat auch groĂen Schaden angerichtet, was das âVorbereitet seinâ auf die Zukunft anbelangt. Denn die To-Do-Liste dessen, was âDie Aussitzerinâ Merkel und ihre Leute hinterlassen haben, sie ist mittlerweile kaum noch zu ĂŒberblicken.
Und in Muttis Windschatten, ja da hatte es sich die CDU sehr gemĂŒtlich gemacht, denn es war, wie eben beschrieben gut gepolstert, kuschelig, gemĂŒtlich und vieles blieb somit mindestens eine lange Zeit ganz genau so, wie man es kannte und mochte. Sicherheit und KontinuitĂ€t wurden nicht selten verwechselt mit RĂŒckstĂ€ndigkeit und Fortschrittsfurcht â Aber wen kĂŒmmerte das schon? Unsere Bildungsministerin mit ihrer imaginĂ€ren Milchkanne mit eingebautem W-LAN zumindest nicht â Und die meisten anderen bei der CDU dito.
Dann aber, ja da kam das, wovor sich alle Konservativen, welche ihrer Natur nach ja âDem Erhaltâ stets den Vortritt lieĂen, DIE GRĂĂTE ANGST HABEN...
Die VerÀnderung.
Denn âDas Sitzgebirgeâ von Berlin, der âAtombunker der politischen GemĂŒtlichkeitâ, âDie Herbergsmutti des parteipolitischen Machterhaltesâ, âMadame No!â wie der Satiriker Urban Priol sie immer schimpfte...
KĂŒndigte an, nicht noch eine weitere Amtszeit anzutreten.
SpÀtestens JETZT, da hatte man ein Problem!
Ein Plan B musste her. Und da man keine zweite âMuttiâ fand, brauchte es eben einen âVatiâ, welchen man installieren hĂ€tte können. Denn Merkels eigener Plan, AKK als ihre Nachfolgerin zu etablieren, ja der verlief... Ich will mal sagen: âEher so suboptimal-semi mit starkem Hang zum Instant-Failâ. Nun sitzt die einst erdachte âMutti 2.0â im Verteidigungsministerium und langweilte sich und alle Beteiligten zuletzt mit halbgaren Lobreden auf den vollkommen verbratschten Afghanistan-Einsatz durch die Rest-Regierungszeit, vermutlich aber sowieso nur noch mit einer GehirnhĂ€lfte ĂŒberhaupt anwesend, weil auch sie es kaum noch erwarten kann, bis es dann ENDLICH daran geht, im eigenen BĂŒro die Umzugskartons zu packen.
Die passende âVati-Figurâ, die glaubte man dann in Armin Laschet gefunden zu haben, einem Mann, welcher mit nur wenig MĂŒhe schon so wirkt, wie eine entlaufene Figur aus Disney`s âGummibĂ€renbandeâ. Aber die grundlegenden, charakterlichen Merkmale, das Auftreten, all das stimmte halbwegs ausreichend. Man glaubte also, seinen passenden, konservativen Kandidaten, mit dem alles immer so weitergeht, wie bisher ausfindig gemacht und nun auch bereits so gut wie im Kanzlerstuhl installiert zu haben. Denn die Wahl gewinnen, ja also das versteht sich doch ganz von selber! SchlieĂlich will das deutsche Volk doch keine Links-Rot-GrĂŒne-Gesinnungsdiktatur, welche ihm mehr wegnimmt, als sie jemals zurĂŒckzugeben bereit ist! Man mĂŒsste zwar gewisse Anstrengungen im Wahlkampf unternehmen, um bei den Leuten zu punkten, aber das wĂŒrde schon werden. Denn immerhin: Das Bollwerk CDU, es hat SECHZEHN JAHRE allem standgehalten und der Spirit Merkels, ja der wĂŒrde vermutlich noch lange halten. Zumindest lange genug, bis man Armin Laschet fest installiert hat, der ganze Rest, ja der passiert dann von alleine.
âFotzen-Fritzâ, Der Narkosearzt, Norbert Clooney und die anderen SchrankwandmĂ€nner
Nach diesem Debakel ist es also an der Zeit, dass man Konsequenzen zieht, dass man sich auf macht, zu neuen Ufern, dass man âmodernerâ wird, dass man nun endlich, nach fast zwanzig Jahren Stillstand und âReicht doch aus, also weiter so!â als Arbeitsmotto nun also endlich dafĂŒr Sorge trĂ€gt, dass die CDU in der Gegenwart ankommt, ihr Profil erneuert, sich selber erneuert, die Parteispitze sich erneuert, neue Horizonte angesteuert werden, weil sich die Gesellschaft verĂ€ndert hat, weil man selber mit der Zeit gehen muss, aber gleichzeitig den Spagat schaffen muss, dennoch seinen Markenkern beizubehalten, diesen aber möglichst modern und an die heutigen Probleme, Fragen und Herausforderungen angepasst... Hust!!HUsT!! hust.... hĂŒstel.... Schuldigung! Habe mich vor lauter Ironie glatt verschluckt!
Also, wo waren wir?
Ach ja!
Und die erste Idee, welche der CDU dazu einfĂ€llt ist: NORBERT RĂTTGEN, FRIEDRICH MERZ und RALPH BRINKHAUS (Update: Und jetzt also auch HELGE BRAUN, Merkels DoppelgĂ€nger). Drei Ă€ltere, hellhĂ€utige, rĂŒckstĂ€ndig-konservative MĂNNER (Und ein Merkelklon), zwei davon hetzen gegen alles, was irgendwie âLinksâ ist und der dritte tut zwar so, als sei er modern, ist er aber im Grunde genommen ebenfalls nicht (Und der Doppelmerkel verkörpert auch nichts andere als das ĂŒbliche âWeiter so!â).
Hey, wie wĂ€re es denn mit einer Frau UND einem Mann? Dann sind beide Geschlechter abgedeckt. Vielleicht ein Duo, das sich bereits kennt, welches auch schon zusammengearbeitet hat, welches zwar verschiedene Ansichten hat, aber auch kompromissbereit ist, um so das Ă€uĂere, wie das innere Erscheinungsbild der Partei auf moderne Art und Weise zu reprĂ€sentieren. Solche Leute hat man doch bestimmt irgendwo in der Partei herumstehen, man ist ja keine Garagenpartei mit nur einer Hand voll Leuten, man ist doch keine Partei, die in den 1950ern hĂ€ngen geblieben ist, man ist doch keine Partei, die noch immer nicht begriffen hat, was eigentlich die groĂen Probleme sind, welche man lösen muss, um nicht immer weiter in Richtung der AfD zu driften...
Oder?
Wie die Wahl verlaufen und auch enden wird, ja das kann man schon jetzt sehr gut vorhersehen:
Pfffhhh.... Joa... Aber man KANN ja auch Friedrich Merz zum neuen Vorsitzenden wĂ€hlen, der vom ich glaube es war das âTitanic-Magazinâ (Update: Ja gefunden! Es war das Titanic-Magazin) bereits Anfang des Jahres hĂ€misch (Zu recht) betitelt wurde: âMit Fotzen-Fritz zurĂŒck in die alte BRDâ.
Ja klar, das klingt jetzt erst mal ziemlich beleidigend, das ist bestimmt irgendwo sehr unfair, der Mann ist bestimmt mehr als die Klischees, welche man ihm immer wieder nachsagt!
Dann arbeitet er halt mit den Methoden der AfD... (Wobei ich ihm immerhin TEILWEISE beim Gendern in der Tat ein klein wenig recht gebe).
Aber er ist doch so reich! Er hat doch so viel Erfahrung in der Wirtschaft! Der kennt sich doch aus! Und wenn so einer, der viel Geld verdient hat und immer davon redet, vor allem, dass die FleiĂigen in der Gesellschaft vor den ganzen faulen Geringverdienern, Minijobbern und insbesondere vor diesen widerlichen Arbeitslosen geschĂŒtzt werden mĂŒssen, ja dann hat er doch recht damit! Der Mann ist reich, der kennt sich aus! Der hat doch diesem faulen Obdachlosen, der ihm damals seinen Laptop wiedergegeben hat, SEIN EIGENES BUCH GESCHENKT... Solch ein Herzensguter, bodenstĂ€ndiger Mann! Schenkt einem Obdachlosen ein selbstgeschriebenes Buch! Seit dem geht es fĂŒr den Obdachlosen doch bestimmt auch bergauf, weil er von Merz weisen Worten so sehr inspiriert wurde, dass auch er heute einer von diesen âFleiĂigenâ ist, welche Fotz... Ich meine Merz immer hochhĂ€lt!
Dann ist der Mann eben ein zwielichtiger GeschĂ€ftemacher, dem die Leute gerne mal auf den Leim gehen, weil sie ihn, gemÀà des âFleiĂigen Deutschenâ fĂŒr das Wirtschaftswunder in Person halten und den Rest einfach ausblenden! Oder all das sogar noch gut finden, was dieser Mann so an schmutzigen GeschĂ€ften ableistet, soll es ja auch geben.
So wie der hier unter diesem Post der HEUTE SHOW - Ist zwar von 2018, aber geÀndert hat sich am Grundproblem rein gar nichts:
(Vielleicht SOLLTE man erwĂ€hnen, dass jene, welche sich hier schĂŒtzend vor Blackrock-Fritz werfen fast allesamt MĂ€nner sind und offensichtlich zu einer ganz Ă€hnlichen Klientel gehören)
Dann ist der Mann eben ein unsozialer, ĂŒberbezahlter, selbstverliebter, menschenverachtender, sexistischer Schrankwand-Erzkonservativer.
Ja okay, aber vielleicht stellen die linken Medien ihn aber auch einfach nur so dar, weil sie ihn nicht mögen, vielleicht ist ja was dran an seinen Behauptungen, wie an dieser hier:
Die können sich voll durchsetzen die GrĂŒnen! Hat Fakenews-Fritz vollkommen recht! Die bösen GrĂŒnen blockieren gerade total jedes Gesetzvorhaben, welches nichts mit radikalem Klimaschutz zu tun hat! Darum berichtet ja auch ausgerechnet die LINKE Zeitung âtazâ davon, wie schlecht die GrĂŒnen darin sind, sich auf irgendeine Art und Weise durchzusetzen!
Darum hat Deutschland ja auch so eine grĂŒne Vorreiterrolle bei den in England beschlossenen Klima- und Umweltschutzzielen eingenommen und AUSSCHLIEĂLICH ökologisch wertvolle Vorhaben und Gesetze mitunterschrieben oder sogar selber veranlasst!
Die grĂŒne, von DEN GRĂNEN angefĂŒhrte Ăkodiktatur steht ganz kurz bevor, da bin ich mir wie Merz aber echt vollkommen und ganz doll sicher!
KAPPA
Auch dass Merz behauptet, dass das Gendern uns allen aufgezwungen werden soll, kann ich aktuell nur bei den ganz militanten Linken erkennen, in immer mehr Medien, so stelle ich es jedenfalls fest, ist es langsam, kaum merkbar, aber doch bereits schon wieder auf dem RĂŒckzug. Gamingmagazine beispielsweise, die ich viel lese, haben gröĂtenteils alles was mit Gendern zu tun hat, schon wieder eingestellt, nach dem die eigene Leserschaft sich durchgehend beschwert hat darĂŒber. Einzig die GAMEPRO spielt weiter den âSocial-Justice-Warriorâ und gendert die eigenen Leser in Grund und Boden â Wobei es in der Gamingszene ja auffĂ€llig ist, wie viele âJunge Leuteâ weit unter 40, sogar oftmals weit unter 30 das Gendern ablehnen â So viel also dazu. Viele andere Medien schleichen sich derweil immer weiter aus der ganzen Angelegenheit heraus (Oder mit der Wischiwaschi-Vogabe âIhr alle könnt gendern wie ihr wollt, oder auch nicht!â) oder in dem sie entweder nur noch sehr inkonsequent gendern oder aber Mann UND Frau einfach gleichauf erwĂ€hnen. Aber meistens auch nur immer so lange, wie es dem jeweiligen Autor nicht zu anstrengend wird, die zusĂ€tzlichen Buchstabengebilde immer und immer wieder in den eigenen Text zu hĂ€mmern.
Aber zurĂŒck zur CDU!
Immerhin in einem Punkt hat Merz aber vollkommen recht:
Problem dabei aber ist bloĂ, dass ausgerechnet Leute wie ER SELBER eben genau das Problem, die Ursache des ganzen sind, sich aber selber als die Lösung betrachten.
Und von der âJungen Unionâ, ja von der rechtserzkonservativen Gurkentruppe wollen wir am besten mal gar nicht erst anfangen. Ich denke, da haben der episch-peinliche Auftritt von Amthor bei Twitch oder Die âCSYOUâ bereits alles gesagt, was man wissen muss.
Oder wie es der Kabarettist Urban Priol schon vor ĂŒber zehn Jahren einst ausdrĂŒckte: âDie Mitglieder der JUNGEN UNION sind im Geiste Ă€lter, verknöcherter und rĂŒckstĂ€ndiger, als es selbst das Ă€lteste, noch lebende CDU-Mitglied jemals sein könnte!â.
Niemand sagt, dass die CDU mit dem neuen Oberhaupt gleich sofort eine modernistische Regenbogenpartei mit 5G an jeder Milchkanne sein muss, bloĂ gewisse, grundlegende Dinge, SOLLTEN sich VIELLEICHT doch langsam mal Ă€ndern. Es sein denn natĂŒrlich, man WILL UNBEDINGT ein erzkonservativer Anker in der sich immer schneller und stetig wandelnden Gesellschaft sein, der nicht merkt, dass er immer mehr braunen Rost ansetzt.
Da hat Jens Spahn schon die richtige Denkrichtung, aber diese Worte kommen ausgerechnet von jemandem, der alleine bereits nur mit der Masken-AffÀre bewiesen hat, dass er vielleicht besser GAR KEINEN hohen Posten mehr in dieser Partei innehaben sollte:
Und der werte Herr Brinkhaus... Ja also DER:
Widerspricht sich auch gerne mal selber: Auf der einen Seite, da warnt er vor einer âStrammen Linksagendaâ und auf der anderen betitelt er die âinhaltlichen Grundlagen als NICHT STABILâ - Ja was denn jetzt?! Kriegen wir nun unsere klimaneutrale, durchgegenderte, gesellschaftsspaltende, grĂŒngewaschene, linksideologische Gesinnungsdiktatur oder nicht?!.
Also dann vielleicht doch lieber Norbert âIch kann meine Kaffeetasse halten wie George Clooneyâ Röttgen. Der bekommt zwar auch nicht viel gebacken, hat als Umweltminister damals ebenfalls keine sonderlich lange Liste an wirklichen âErfolgenâ oder bemerkenswerten Leistungen vorzuweisen (E10 zĂ€hlen wir mal bekanntermaĂen eher zu den ganz groĂen Misserfolgen), aber immerhin fĂ€llt er nicht dadurch auf, dass er andauernd ideologische Wurfgeschosse abfeuert, welche aus dem Baukastensatz der AfD kommen (könnten).
Aber was war denn jetzt noch mal mit den Frauen in der CDU? Mit einer Doppelspitze?
Na? WÀre dies nicht EINE Chance von vielen möglichen, das Gesicht der Partei in ihrer Grundstruktur zu erhalten, aber dennoch mit der Zeit zu gehen?!
Dumm dabei nur, dass sich solche PlĂ€ne dann meistens daran zerreiben, dass Frauen die sind, an denen es dann meistens hĂ€ngen bleibt, wenn sie Kinder bekommen. Oder die eigene Partei einfach mal modernere Formen der ParteifĂŒhrung ablehnt, weil man ist halt Konservativ und will auf gar keinen Fall so diversversifft enden, wie beispielsweise die SPD. Also lĂ€sst man lieber alles so, wie es halt immer war und ist:
Oder drĂŒcken wir es mal anhand dieses Kommentars aus:
Das Problem ist aber bloĂ dabei: WOHER SOLL DIESER / SOLL DIESE CHARAKTERKOPF / CHARAKTERKĂPFIN DENN BITTESEHR HERKOMMEN?
Einfach einen backen geht ja wohl kaum und bei der aktuellen Auswahl, wird es nicht passieren, dass da noch aus irgendeiner blinden Ecke jemand kommen wird, der/die diese Angaben erfĂŒllt.
Wird aber vermutlich jedoch ohnehin egal sein, welche Hackfresse da nun in den Chefposten gesetzt wird oder auch nicht...
Meint zumindest ZEIT.de
UND NOCH WĂHREND ICH DIESE ZEILEN HIER EINSCHREIBE:
Wir können also gespannt sein, wo das noch hinfĂŒhren wird. Aber Fakt ist, durch bloĂes âMöbelverrĂŒckenâ, was aber offenbar Leute wie Merz, Brinkhaus, Braun und Röttgen bereits als âErneuerungâ werten, wird die CDU nicht aus ihrer Krise kommen, keine neuen, dringend benötigte Taktiken oder Antworten finden und schon mal gar nicht aus ihrer inhaltlich tiefen Krise kommen. Egal wie viele âcooleâ Internetformate fĂŒr âdiese jungen Leute da drauĂenâ sie produzieren (Oder was auch immer CDU-Marketingagenturen dafĂŒr halten) oder wie oft sie âZocker-Amthorâ auch vor einen Gaming-PC setzen und ihn den Echten Gangster am PC zitieren lassen. Es wird nicht reichen. Zumindest nicht, wenn es darum geht, die eigenen, ja nun irgendwo klar definierten Ziele, insbesondere dieses eine Hauptziel, der âErneuerungâ zu erreichen. Denn die selben Ă€ltlichen MĂ€nner, welche schon ohnehin seit Jahrzehnten zur Inneneinrichtung gehören einfach an neue Posten zu setzen, das ist gewiss keine Erneuerung oder Modernisierung. Das wĂ€re eine Farce, ein schlechter Witz und vor allem die ultimative BestĂ€tigung des bereits ja jetzt schon von nicht wenigen zurecht hĂ€mischen Kommentatoren vorhergesagte, unterstellte Plan: âDie CDU denkt, wenn sie ihr altes Personal einfach nur umsetzt und dann vier Jahre lang von âVerĂ€nderungâ redet, dann glauben das die Leute irgendwann und schon ist die CDU wieder voll angesagt bei der immer bunter werdenden Gesellschaftâ.
Man will maximale Wirkung, durch minimalen Einsatz erreichen. Das KĂNNTE auch funktionieren, aber nicht auf die Dauer.
Wobei Leuten wie Merz oder Röttgen garantiert selbstverliebt genug sind, um tatsĂ€chlich zu glauben, dass sie âDER NEUANFANGâ sind. Aber da kannste auch Omas verspeckte Wohnzimmerschrankwand nach ihrer Meinung dazu fragen, ob es nicht an der Zeit wĂ€re, sie langsam auf dem SperrmĂŒll zu entsorgen und neue, moderne Möbel zu kaufen.
Also deshalb mal sehen, wohin sich das alles noch entwickeln wird, wobei ICH fĂŒr mich ja irgendwie wenig Hoffnung habe, dass sich ĂŒberhaupt irgendwas groĂartig Ă€ndern wird bei den Christdemokraten. Denn erstens sind Omas Uraltmöbel ja erstens einfach noch immer zu gemĂŒtlich! Und zweitens bedeutet solch eine radikale VerĂ€nderung (âRadikalâ ist fĂŒr viele Konservative ja schon, die WĂ€nde mal neu zu streichen) auch immer zwangslĂ€ufig, sich tiefgreifend mit sich selber beschĂ€ftigen zu mĂŒssen. Tja und DAS will man, trotz aller gesagten Parolen und VerĂ€nderungsaufrufe dann aber wohl eher doch nicht.
Und das könnte zu einem Problem werden.
Sehe zumindest ich so.
Rechts, neben der AfD ist noch ganz viel Platz
Ein groĂes Problem wird sein, wird werden und auch bestehen bleiben, wie man als konservative CDU darauf reagieren will, wenn man dann seine Existenzzeit als Opposition neben der AfD verbringen muss. Denn Konservative stehen im politischen Spektrum ja eher rechts. Und nicht erst seit Hans-Georg MaaĂen wissen wir, wohin das fĂŒhren kann (JA, ich weiĂ... Sarrazin ist oder war SPD! Manchmal verlaufen sich auch Rechte in die linke Ecke). Der Rechtsdrall ist also irgendwo bereits vorhanden, die magnetische Kraft, welche hier von Natur aus (LEIDER) existiert, sie wird sich weder weglĂ€cheln, noch schönreden lassen und mit einem Friedrich Merz wĂ€re ein ideologisches und inhaltliches Kentern auf die rechte Schlagseite nur noch eine reine Frage der Zeit oder der Gelegenheiten.
Ein weiteres Problem wird sein, in wichtigen Momenten und Reaktionsentscheidungen auf Handlungen der Regierung, wie man, ob man, was man macht, wenn auch die AfD reagiert. Grenzt man sich grundsĂ€tzlich von ihr ab? Aber wie soll das immer möglich sein? Was ist, wenn man sich bei bestimmten Punkten einig ist, also denselben Standpunkt vertritt? Vielleicht nur die BeweggrĂŒnde und Absichten dahinter andere sind, im Kern aber auf dasselbe hinauslaufen? Wo zieht man die Linien? Wie verhindert man, dass die gemĂ€Ăigten bei der AfD mit dem eigenen Personal âkuschelnâ? Was passiert, wenn die christdemokratischen, konservativen Werte und Sichtweisen auf einmal beginnen, wie zwei Wasserfarben mit den âWertvorstellungenâ der AfD ineinander zu verlaufen? Was denken dann die StammwĂ€hler davon, sollte es dazu kommen, dass man vielleicht dann doch irgendwann mit der âAfD herumknutschtâ? Oder nur ein Teil der eigenen Belegschaft?.
Man KĂNNTE natĂŒrlich versuchen auf gleich zwei Hochzeiten mit immer nur jeweils einem Bein zu tanzen. Aber versuch das mal, wenn dich deine potentielle WĂ€hlerschaft, der Mittelstand, die normale Bevölkerung und die Presse immer im Auge haben. Zumal bei einer Gesellschaft, die immer diffuser, bunter, jĂŒnger und weltoffener wird. WĂŒrden sich âKuscheltendenzenâ dann so einfach mal weglĂ€cheln und vom Tisch wischen lassen?
Die CDU muss Antworten finden â Insbesondere auf eine rechtspopulistische Partei, welche ihre braunen FĂ€hnchen immer so in den Wind hĂ€ngt, dass sie möglichst viele damit ansprechen kann. Man erinnere sich daran, dass die AfD unter Alice Weidel mit die ersten waren, welche einen Lockdown und HygienemaĂnahmen forderten, als Corona gerade im Begriff war, sich in Deutschland auszubreiten (Die Ălteren erinnern sich vielleicht noch). Unter Leuten wie Merz oder Brinkhaus wĂŒrde ein ideologisches Anbiedern auf alle FĂ€lle aber wesentlich wahrscheinlicher und vor allem gefĂ€hrlicher sein, als ohnehin schon. Und ob ein Röttgen oder ein Braun in der Lage wĂ€ren, den Laden dann die vielleicht kommenden acht Jahre, SOLLTE Scholz wiedergewĂ€hlt werden, auf diese Weise zusammenzuhalten, kann irgendwie bezweifelt werden.
Ob all das Gerede, speziell von Laschet, dass die CDU eine KONSTRUKTIVE OPPOSITIONSPARTEI sein und trotz aller GegensĂ€tze der nun kommenden Regierung helfen sollte, etwaige Fehler und Probleme, Differenzen und WidersprĂŒche zu beheben und nicht einfach immer nur âDagegenâ zu sein, um dagegen zu sein, kann man unter diversen UmstĂ€nden ebenfalls fĂŒr eher unwahrscheinlich halten, auch wenn genau das wĂŒnschenswert wĂ€re. Denn schon jetzt, speziell mit der Pandemie oder auch allem was mit Klima zu tun hat, hĂ€ufen sich die Fragezeichen und Probleme, die FDP gibt rĂŒcksichtslos wie immer den Ton an und Scholz scheint das merkelsche âAUSSITZENâ auf ein neues Level zu treiben.
Eine meinungsstarke Opposition, welche nicht nur konstruktiv, sondern auch ausdauernd kritisch, aber stets fair und mit sich selbst im Reinen ist, wĂ€re in der Tat etwas wirklich GroĂartiges.
Aber dafĂŒr muss die CDU, vor allem mit ihrem AnhĂ€ngsel der CSU insbesondere eine grundlegende Frage klĂ€ren: Welchen Weg wollen wir gehen?
Denn eines der wohl gröĂten Probleme dieser Zeit ist, wie man beispielsweise in den USA beobachten kann, dass Konservative dort von ganz alleine immer radikaler werden, sich von ganz alleine nicht nur dem rechten Spektrum angleichen, sondern dieses sogar noch zu ĂŒbertrumpfen versuchen, weil in dieser aktuellen Zeit der universellen Eskalation in so ziemlich allen Lebens- und Denkbereichen Radikalisierung, Provokation, Zerstörung von Geschmacksgrenzen gerade mal wieder der neueste Schrei sind. Dieses Problem ist bei CDU in dieser brutalistischen Form (NOCH) nicht angekommen, doch dieser Trend könnte sich jedoch verstĂ€rken oder ĂŒberhaupt erst seine InitialzĂŒndung erleben. Da ist die Sitznachbarschaft zur AfD eigentlich nur noch eine reine Formalie, sich diesem Ideologiemagnetismus frĂŒher oder spĂ€ter, langsam, aber sicher, immer weiter hinzugeben.
Ich fĂŒr meinen Teil kann es bereits kaum erwarten, bis genau DAZU die allerersten Schlagzeilen erscheinen.
Der CDU obliegt somit also die Mammutaufgabe, ihr konservativ-bĂŒrgerliches, politisches Weltbild nicht nur zu modernisieren, sondern auch so weit wie möglich von der AfD abzusetzen, es sein denn, man WILL am rechten Rand fischen oder sogar gleich mit einem beherzten Kopfsprung hinein ins trĂŒbbraune Nass.
Ein spannendes, wie ach gleichzeitig gefĂ€hrliches Experiment â Denn auf die nur noch in jĂ€mmerlichen Spurenelementen vorhandene LINKE kann man eh nicht mehr zĂ€hlen. Zumal sich ja nicht nur die LINKE als PARTEI immer weiter zerlegt, sondern auch die einstige, linke RestwĂ€hler oder NichtmehrwĂ€hler-Klientel.
Wie man anhand nicht nur dieses Artikels wunderbar begutachten kann, sondern auch an den Kommentaren darunter, der immer weiter ins Bescheuerte eskalierenden âDiskussionâ, sowie den zum Teil doch sehr abstrusen Ansichten der dortigen Kommentierenden:
Dass die CDU also nun in dieser, ihr neuauferlegten Rolle alles andere als zu beneiden ist, sollte also klar sein.
Es sei denn, man findet ein passendes Konzept, mit dem man sich als Oppositionspartei nicht nur mit den vergraulten und abgewanderten WĂ€hlerschichten neu bewirbt, sondern auch bei stets unentschlossenen WechselwĂ€hlern und vor allem bei JĂŒngeren.
Denn es soll ja noch Wunder geben.
Das Zeitalter des... â modernen Neo-Konservatismusâ(?)
Wie bereits erwÀhnt, sagte ausgerechnet Jens Spahn auf dem CDU-Partei-Nachwahldebakel-Treffen unter anderem, dass:
Quelle ZEIT.de
Was interessant ist... âDas Ăberwinden von Ungleichheiten und den sozialen Friedenâ - Was rein charakterlich Merz schon mal kategorisch ausschlieĂen wĂŒrde. Problem dabei aber ist, dass auf der anderen Seite der doch ziemlich linke Kurs von Merkel auch nicht der allerbeste Weg war, zumindest nicht aus konservativer Sicht. Denn das gewaltige Loch, das politische Vakuum, welches sie hinterlassen hat und Laschet nicht einmal im Ansatz ausfĂŒllen konnte, ist mehr als nur ein einfaches âLochâ, es ist eine tiefgreifende SelbstverstĂ€ndniskrise, ein IdentitĂ€tskonflikt. Denn neben den merkelschen âLinkskonservativenâ, gibt es in der CDU ja noch die âNormalkonservativenâ, die âErzkonservativenâ und dieses Gefliege zwischen âWerteunionâ, âJunger Unionâ und Friedrich Merz. Und sie alle mĂŒssen wieder unter einen Hut gebracht und auf einen gemeinen Kursus motiviert werden, den sie alle im Bestfall mittragen oder immerhin mit schmerzverzogenen Gesichtern, aber ohne zu sabotieren hinnehmen, weil es halt sein muss.
Denn wie in jedem postapokalyptischen Endzeitfilm, zumindest in allen, in denen die Gesellschaft versucht, nach der groĂen Katastrophe wieder eine funktionstĂŒchtige Gemeinschaft zu werden, welche nicht nur ĂŒberleben, existieren, sondern auch gestalten und sich behaupten, wieder wachsen kann, muss also nun auch die CDU sich aus ihrer ganz persönlichen âPost-Merkel-Apokalypseâ aus dem gewaltigen Krater hangeln, welcher Muttis In-Rente-Gehen hinterlassen hat. Denn sein wir mal ehrlich: Viele haben auf sie geschimpft, doch waren ihre Umfragewerte die meiste Zeit ziemlich gut und nicht wenige Leute haben âMuttiâ gewĂ€hlt, weil sie âALTERNATIVLOSâ war, weil man letzten Endes in den Bundestag geschielt hat, all die anderen dumpfen, unfĂ€higen Hackfressen sah und sich dann dachte: âAber naja! Wenn man mal so vergleicht... Gibt sonst keinen, der das besser machen könnte! Eher schlimmer!â.
Ich selber habe mich bei Diskussionen immer wieder genau darĂŒber beeumelt, wenn mein GegenĂŒber auf Merkel schimpfte und ich dann die einfache Frage stellte:
âNA WER AUSSER MERKEL SOLL DENN SONST KANZLER ODER KANZLERIN WERDEN?â.
Dann fielen die allermeisten immer ratlos in sich zusammen... Oder aber, in einem letzten Anflug von Motivation, kam dann ein âNa Hauptsache nicht mehr SIE!â. Woraufhin ICH dann diverse Politikernamen in den Raum warf und einer nach dem anderen mit Kommentaren wie âOH! NEIN! NICHT DER!â, âOH GOTTOHGOTT! NICHT DIE OLLE ZIPPE!â, âACHHERRJEH! BLOĂ NICHT DER!â oder âNEIN! AUF GAR KEINEN FALL!â bedacht wurde. Nach meiner Auflistung und diesen Antworten, fragte ich dann einfach erneut, ob Merkel dann nicht doch das beste ist, was wir halt derzeit haben. Danach bekam ich meistens nur noch verzweifelte Gesichter und auĂer einem Schulterzucken ĂŒberhaupt keine Antworten mehr. Zumindest von Leuten, welche nicht irgendeiner politischen Kaste fest und fanatisch, unverrĂŒckbar und ohne jeden Hinterfragen zustanden.
Und ganz genau DAS ist nun fĂŒr die CDU zu einem Problem geworden. Denn Muttis Haupttaktik war, geben wir es ruhig mal zu, von anderen zu klauen, das Gestohlene zu optimieren oder minimal abzuĂ€ndern, umzusetzen und fĂŒr sich selber zu deklarieren. So hat die die SPD groĂanteilig immerhin in eine der tiefsten Krisen ihrer Existenzgeschichte gefĂŒhrt. Das muss man auch erst mal schaffen.
Und diese HeiĂluftblase ist aber nun, mit ihrem Abgang in sich implodiert und die Partei sitzt in einem leeren Krater und weiĂ nicht, wie sie nun weitermachen, beziehungsweise neuanfangen soll.
Jedoch âTOTâ oder âUNTERGEGANGENâ ist die CDU keinesfalls! Denn man sollte stets bedenken: Die CDU hat die Wahl verloren! Das ja, ABER sie hat die Wahl mit nicht mal vier Prozent weniger verloren! Sie ist kein brennendes Wrack wie DIE LINKE oder ins schwarze Umfrageloch gefallen wie einst DIE PIRATEN.
Die CDU hat Platz zwei belegt auf dem Wahltreppchen, auch wenn sie massivst verloren hat und Söder und Laschet so ziemlich alles dafĂŒr getan haben, so viel Schaden wie möglich anzurichten. Die CDU ist keine Partei, die um ihr Ăberleben fĂŒrchten muss, auch wenn der RĂŒckfall von REGIERUNGSPARTEI zu OPPOSITIONSPARTEI schon irgendwo ein ziemlicher Bauchklatscher ist. Dass sich die Ampelkoalition zusammengefunden hat OHNE DIE CDU bedeutet nicht, dass sie nun schon bald dem endgĂŒltigen Untergang geweiht ist.
Sie hat nur nun gleich zwei groĂe Probleme:
-Sie muss eine neue oder neue alte, möglichst moderne oder so wirkende, ĂŒberzeugende IdentitĂ€t finden.
-Und sich darin, in dieser neuen Rolle dann erst einmal beweisen.
Und da stimme ICH zumindest Jens Spahns Ideen doch sehr zu, zumindest, wenn man sieht, wohin sich der GroĂteil der bundesdeutschen Bevölkerung gesellschaftlich hinentwickelt - âEine Modernisierung des Familienbegriffesâ wĂ€re schon einmal ein sehr guter Anfang.
Problem dabei ist nur: âKonservatismus will das was existiert erhalten und VerĂ€nderungen in egal welcher Art immer nur dann und immer nur möglichst minimal zulassen, wenn es absolut notwendig istâ. Die VerĂ€nderung, die Modernisierung, sie ist gewissermaĂen der Feind des Konservativen. Nicht zu verwechseln mit der rechten und der rechtspopulistischen Ideologie, welche nicht nur den Stillstand, sondern sogar den massiven RĂŒckschritt zum Ziel haben. Dass es hierbei, weil sie miteinander mindestens verschwĂ€gert sind, groĂe, verfĂŒhrerische Schnittmengen oder problemlos unterstellt werden können gibt, deren Grenzen nicht immer genau ersichtlich sind, versteht sich somit von selbst.
Spahns Vision lautet also: BĂŒrgerlich ja! An alten Werten festhalten ja! Aber diese neu auflegen und neu interpretieren - âDie CDU denke nicht wie andere Parteien in Kategorien. Nicht Mann, nicht Frau, nicht schwul, nicht hetero, nicht Christ oder Muslim, sondern Menschâ.
Klingt in all den aktuell brennenden Gesellschaftsdebatten und -Entwicklungen mehr als logisch, wird aber so oder so nur schwer umsetzbar sein. Denn irgendwo widerspricht vieles davon dem konservativen, aber insbesonders konservativ-christlichen Politikdenkbild nicht gerade gering.
Immerhin aber sind CDU wie AfD mittlerweile soweit, dass homosexuelle Menschen ganz selbstverstĂ€ndlich nicht nur ein Teil der Partei, sondern auch Minister oder gar Parteivorsitzende sein können und niemanden stört es (Auch wenn die AfD gleichzeitig gegen ebendiese Menschen hetzt, aber massive, verlogene WidersprĂŒche sind in dieser Partei ja schmerzbefreit an der Tagesordnung).
Aber an dieser GrundselbstverstĂ€ndlichkeit könnte man problemlos als CDU, deren âCâ, falls man sich erinnert fĂŒr âChristlichâ steht, nun anknĂŒpfen und zeigen, dass man lernfĂ€hig ist und mehr, als eine Partei von Leuten, die vor allem dafĂŒr bekannt sind, den Mittelstand und Geringverdiener und Arbeitslose entweder zu ignorieren oder noch weiter zu schröpfen (Das ist heute der Job der FDP und davor war es der Job der Schröder-SPD), sowie der sehr teuren AffĂ€ren in allen Wirtschaftsbereichen. Und ganz nebenbei auch unter dem Label âChristlichâ der Kirche zeigen, wie die Menschen auĂerhalb der Vatikanblase im jetzigen Jahrhundert denken und leben und handeln. Das wĂ€re doch mal was!
Also ja... die CDU steht vor einem Problem.
Will man eine moderne Partei werden, welche die VerĂ€nderung verkörpert? Will man eine altbackene Partei sein, welche genau das möglichst nicht will, der aber dann immer mehr und mehr die WĂ€hlerschichten entweder weglaufen oder gar âwegsterbenâ? Oder schafft man es irgendwie zwischen beiden Welten zu laufen, ohne ĂŒber die eigenen FĂŒĂe zu stolpern? - So oder so wird man erst einmal das passende Schuhwerk anhand eines neuen Parteivorsitzenden finden mĂŒssen, um zu entscheiden, ob man auf altbekannten Wegen bleibt, oder aber sich abseits davon durch mehr oder weniger unbekanntes Territorium bewegt, weil es vielleicht nötig ist ODER ob man am Ende dem magnetischen Zog von Rechts nachgibt und sich einverleiben lĂ€sst, wie es in vielen anderen LĂ€ndern der Welt mittlerweile zu beobachten ist. In diesen FĂ€llen spricht die offizielle Presse dann zwar immer von âRadikalem Konservatismusâ, aber letzten Endes ist auch das dann nichts anderes als âRechtsâ und gerne mal noch etwas radikaler, als die ohnehin Radikalen. Wo ja aktuell sehr gut zu beobachten ist, dass bei den Republikanern in den USA oder auch bei der ĂVP in Ăsterreich diese Restwerte ebenfalls immer mehr und mehr versanden, weil nichts mehr zĂ€hlt, als die eigene Macht, der eigene Geldbeutel und die Durchsetzung der eigenen, immer brutalistischeren Ansichten um jeden Preis und mit allen Mitteln.
Der marktonforme Konservatismus der CDU wĂ€re vielleicht, wie auch der Liberalismus, fĂ€llig dafĂŒr, ĂŒberarbeitet zu werden, jedoch mehr auf soziale Bestandteile bezogen, als beim Neo-Liberalismus, dem alle sozialen Belange ja scheiĂegal sind, weil DER MARKT REGELT DAS ALLES SCHON!. Oder aber ein ausdeifinierter âHuman-Konservatismusâ, der zwar DEN ERHALT DER GUTEN, ALTEN WERTE im Sinn hat, diese aber im Sinne der Menschen und vor allem der aktuellen Gesellschaftswerte und -BedĂŒrfnisse immer wieder ĂŒberdenkt und anpasst (Das GrundgerĂŒst bleibt, aber die Details werden angeglichen). Ist aber dann auch wieder ein Widersprich in sich und wird innerparteiliche Gruppierungen wie âDie Werteunionâ kaum ĂŒberzeugen, sondern eher abschrecken. Und dann kĂ€me da noch das Problem dazu, dass man darin noch ĂŒberlegen mĂŒsste, wie und wo man sich dann noch von vor allem der SPD absetzt.
Womit wir dann also wieder beim âMerkel-Problemâ wĂ€ren.
Also wie die CDU es macht, sie wird reichlich mĂŒhe haben, aus ihrem Krater welchen Merkel hinterlassen hat, wieder eine funktionstĂŒchtige Grundlage, ĂŒberhaupt erst mal eine âIdentitĂ€tâ zu zimmern.
(Denn weitermerkeln wird nicht gehen, das macht der Scholz ja schon und in einer noch weitaus perfektionierteren Form, als Mutti e jemals könnte.)
Aber soweit war die FDP ja auch einst, sie war sogar aus dem Bundestag raus und sitzt nun nicht mehr nur in der Regierung, sondern gibt aktuell sogar skrupellos wie eh und je den Ton an:
Ist hier zwar auf Spahn bezogen, aber kommt am Ende ja aufs gleiche raus.
Irgendwann, da kommen sie alle âwiederâ, wenn sie sich nicht vollends selber vor die Wand gefahren haben â Manchmal aber selbst dann, wie Laschets offizieller Nachfolger in NRW es eindrucksvoll beweist.
Es kann also nur spannend bleiben.
[Finales Update (Genau deshalb HASSE ich es, ĂŒber Politik zu schreiben)]:
Dazugelernt hat man bei der Union offensichtlich weniger als nichts, vor allem Markus Söder, der sich trotz offensichtlicher, massiver Sabotageaktionen gegen Laschet wÀhrend des Wahlkampfes, wie auch bei allen anderen Dingen, kann nicht erkennen, irgendwas falsch gemacht zu haben...
Die einzige Frau, welche sich ĂŒberhaupt aktiv zur Vorsitzendenwahl aufgestellt hat, ist nicht mehr im Rennen, weil EINE FRAU ALS OBERHAUPT?! NACH MERKEL NOCH MAL EINE FRAU?! NE! WOLLEN WIR NICHT!
Und so wird es dann vermutlich auch kommen, denn wenn eine Sache in Deutschland fĂŒr ein GefĂŒhl von "Sicherheit" sorgt, ja dann der Stillstand.
Ich habe fertig.
Zweiter Renovierungsversuch bei der CDU
Eine Weile, da versuchen Cayman und der Kameramann die Möbel ein wenig zu verstellen, doch es nĂŒtzt nichts, das Zimmer, das Herz der CDU, es bleibt irgendwie muffig und altbacken bis in die letzte Ecke...
Aber immerhin gibt es keine Spinnenweben oder sonderlich viel Staub, man hat das was man hat, also immerhin gepflegt...
Dann aber gibt Cayman das Umgestelle auf und schimpft: âJa aber so bringt das doch ĂŒberhaupt nichts! Entweder ganz und dann richtig oder gleich gar nicht! Von ein bisschen das was schon da ist hin- und herstellen, da wird nichts besser und auch nichts anders! VerĂ€nderung muss her! Richtige VerĂ€nderung! Und WIR fangen jetzt damit an, dass wir diese hĂ€sslichen Uromamöbel rausschmeiĂen, die WĂ€nde endlich mal neu streichen, diese dĂ€mliche Tapete runterreiĂen und diesen widerlichen Teppichboden entfernen! JETZT ODER NIE! HIER ODER GAR NICHT!â.
Der Kameramann stĂŒtzt sich auf der RĂŒcklehne des Fernsehsessels ab: âJoa und dann? Ich meine... Die kriegen doch Angst, die Beschdemokraten! Die sind datt doch nach bald zwanzig Jahren gar nicht mehr gewohnt, dass sich ĂŒberhaupt irgendetwas Ă€ndert! Haben zwar immer gemeckert und geschimpft, aber am Ende, da haben sie dann doch alle wieder mit ihrem Likörchen aufm Sofa gesessen, haben Muttis hundertsten Wahlsieg gefeiert und waren zufrieden, dass ihr SelbstverstĂ€ndnis als Regierende wieder mal um vier weiter Jahre verlĂ€ngert worden ist! Und diese gute, alte WohlfĂŒhlbubble sollen wir jetzt zerstören? Bist du dir da auch ganz sicher?â.
Cayman aber ist sich sicher: âJa! In der Tat! Es MUSS sein! Mit ein paar Neonröhren irgendwo hinlegen, Internetanschluss einbauen und den Amthor an einen Gaming-PC setzen und dann hoffen, dass IRGENDWAS besser wird, das ist so eine sinnlose Hoffnung, wie die, dass die FDP ihre soziale Seite entdeckt! Deshalb ist heute der Tag, der Moment der groĂen VerĂ€nderungen! Das ganze alte DrecksgerĂŒmpel, das fliegt raus!â
Daraufhin marschiert Cayman schnurstracks zu der Wand, an der das Bild von Merkel hÀngt...
Umfasst mit beiden HĂ€nden den dicken Holzrahmen...
Und nimmt es von der Wand...
In dem Moment, zuckt der Kameramann zusammen, schaut sich erschrocken um...
Doch es passiert nichts...
Auch fast zehn Sekunden danach nicht...
Alles scheint zu bleiben, wie es ist und wo es ist, die groĂe Katastrophe bleibt aus...
Cayman, der sich lĂ€ssig auf das Bild lehnt meint: âNa siehst du! Ich habe dir ja gesagt, dass nichts passiert! VerĂ€nderung ist etwas, das man zulassen muss, sonst ĂŒberrollt es einen frĂŒher oder spĂ€ter!â
Misstrauisch blickt sich der Kameramann um, als dann immer noch nichts schlimmes passiert, nimmt er seine Kappi ab und meint: âNaja... Also... Ja... Vielleicht hast du rech......â
Da beginnt der Boden zu wackeln...
Die Deckenleuchte löst sich und kracht auf den Fliesentisch...
Das gute Geschirr in den Regalen der Schrankwand klappert laut und beginnt teilweise, herauszufallen...
Panisch versucht Cayman noch, das Bild von Mutti wieder an die Wand zu hÀngen, doch es ist zu spÀt...
Augenzeugen berichten spĂ€ter, dass sie lauten, dumpfen, kaum definierbaren LĂ€rm hörten, ehe eine gewaltige Staubwolke aufstieg und sich ihre Bahn durch die StraĂen und HausgĂ€nge suchte...
Die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und der Katastrophenschutz, sowie die BILD-Zeitung auf der Suche nach der nĂ€chsten Schlagzeile suchten, buddelten, gruben und kĂ€mpften sich StĂŒck fĂŒr StĂŒck durch den gewaltigen Krater...
Und obwohl die BILD sÀmtliche Scheinwerfer mitbrachte und aufstellte, mit denen sie zuvor bei BILD-TV immer das Ego von Julian Reichelt ausleuchten mussten...
Es brachte nichts, der Krater, das tiefe Loch, es war so abgrundtief und stockdunkel, dass keine noch so starke Lichtquelle viel ausrichten konnte...
Noch bis zum heutigen Tag, da behauptet Bundesaltkanzler Friedrich Merz, dass man, wenn man den Namen von Angela Merkel in den Krater hineinruft, wenige spÀter leise, heisere, aber vernehmbare Klagelaute vernehmen zu können, wenn man an stillen VollmondnÀchten aufmerksam lauscht...
Ob dies aber wirklich so ist, konnten Forscher jedoch nie abschlieĂend klĂ€ren.