Egal, in welcher Lebenslage ich mich befinde, ob gut oder schlecht, gesund oder ungesund, ein kleines Beutelchen mit weißem Pulver ist immer in der Nähe.
Früher war ich stark süchtig, heute hab ich unerwarteterweise alles im Griff. Ich muss schon große Einschnitte machen - ich trinke keinen Alkohol, weil ich sonst zu Aufputschmitteln greife. Bevor ich kiffe, muss ich ersteinmal abchecken ob alles passt, meine Stimmung, die Leute, die Uhrzeit, ansonsten fühle ich mich schlecht oder werde paranoid. Ein Umstand und ein Segen, all diese Regeln. Ich kann mich nicht täglich betäuben.
Hin und wieder, ein paar mal im Jahr, greife ich zu Ketamin. Es ist die einzige Droge, bei der ich nichts beachten muss. Alles funktioniert natürlicherweise. So ganz intuitiv. Ich muss mich nicht zurückhalten, ich muss nur auf mein Gefühl hören. Kein Kater, keine ausufernden negativen Konsequenzen. Eine Stunde leichter Rausch. Danach vielleicht noch eine. Anschließend geht es mir ein bisschen besser als vorher. Und dann lasse ich es, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, für einige Wochen sein.
Das ist Glück, es könnte auch anders sein.














