Identifikations- und Treffpunktraum durch Parkplätze?
(Quelle: cima, Einzelhandelskonzept Fortschreibung, 2022)
Nach dem Durcharbeiten der mir bisher zugänglichen Gutachten und Berichte zum Thema Starnberg habe ich immer wieder obige oder ähnlich lautende Aussagen gelesen:
Die Attraktivität von Starnberg kann durch Verbesserung der Aufenthaltsqualität gesteigert werden.
Mit Ausnahme eines Gutachtens habe ich nirgends gelesen, dass es zu wenig Parkplätze in der Innenstadt geben würde oder das ein Mehr an Parkplätzen, Starnberg bzw. dem Einzelhandel Vorteile bringen würde.
Liegen da alle Gutachter und Büros falsch? In anderen Städten klappt das doch auch? In dem immer wieder als gutes Beispiel angeführten Weilheim kann ich auch nicht bis vor die Geschäfte fahren. (Ich brauche allerdings auch nicht zwingend in ein Parkhaus fahren - das ist mir durchaus bewußt. In der Starnberger Innenstadt ist die Fläche historisch gewachsen einfach etwas enger.)
Was nehmen wir jetzt mit? Braucht der Einzelhandel mehr Mut zum temporären Risiko, dass durch ein Mehr an Aufenthaltsqualität am Ende mehr Kunden kommen, als diejenigen, die zunächst wegfallen, weil sie nicht mehr mit dem Auto bis vor die Geschäfte fahren können?