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Irgendwo sind wir eine Wahrscheinlichkeit. Eine die existiert. Eine in der wir zusammen geblieben sind. Eine, in der wir heute vielleicht geheiratet hĂ€tten. Eine in dem wir keine getrennten Wege gegangen sind. Eine Wahrscheinlichkeit, die hĂ€tte sein können, wenn wir anders entschieden hĂ€tten. Bist du glĂŒcklich wo du bist? Bin ich es?
And I will love you, till the end of my life.
Promise.
âDie Heirat ist eine teuer bezahlte Reise ins Ungewisse.â
âFranz Schmidberger
Get married or not. You will regret it.
- Socrates

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Der berĂŒhmte Herzchirurg Prof. Dr. RĂŒdiger P. hatte zum zweiten Mal geheiratet und sorgte sich nun um seinen Arbeitsplatz. Er weihte seinen besten Freund Johannes R. in seinen Plan ein. Johannes solle sich morgen frĂŒh in der St. Josefs-Klinik einfinden, er selbst wĂŒrde ihn dann am offenen Herzen operieren. NatĂŒrlich mĂŒssten sie beginnen, bevor der Bischof von der Heirat erfĂ€hrt. WĂ€hrend der schwierigen OP wĂŒrde er Prof. P. unmöglich kĂŒndigen können, und wenn die OP sehr lange dauert, wĂŒrde irgendwann Gras ĂŒber die Sache wachsen. Johannes war skeptisch, vor allem wegen der Kosten. Nein, beruhigte ihn Prof. P., das wĂŒrde die gesetzliche Krankenkasse ĂŒbernehmen, und zwar komplett.
âund genau deswegen werde ich dich irgendwann heiratenâ
â er, als ich etwas Nettes fĂŒr ihn getan habe
Bis dass ein Wort
Wir geben vor so zu tun Als wĂŒssten wir nicht Dass es am Ende Genauso ausgehen wird
Wir machen uns vor Mit geheuchelter Zuversicht Bei einem fingierten Versprechen In der Tat eine Wahl zu haben
Aber selbst wenn wir beide Einvernehmlich mit NEIN stimmen wĂŒrden So wĂ€re dies unter BerĂŒcksichtigung Der Aussagelogik einer rhetorischen Figur Nicht unplausibel als JA zu bewerten
Und so kommt es, dass wir uns zeremoniell befragen Ob wir nicht eine Entscheidung zu treffen wagen Die auf einer Empfindung zu beruhen habe Durch die wir zugleich wollen können Dass sie ein allgemeines Gesetz werde
Genauso gut könnte die Vorsehung Uns mit der Frage verspotten Wohin geht die Reise Ins Nichts