Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
✓ Live Streaming✓ Interactive Chat✓ Private Shows✓ HD Quality✓ Free Actions
Free to watch • No registration required • HD streaming
Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
✓ Live Streaming✓ Interactive Chat✓ Private Shows✓ HD Quality✓ Free Actions
Free to watch • No registration required • HD streaming
Cayman liest > Max Goldt >Aus den in die Vergriffenheit entlassenen Büchern “Quitten und Kugeln” > Satiretexte
—————————————————————————
Erster Akt, in welchem eine Salami vorkommt...
Die Seitengasse... Oder mit sehr viel Wohlwollen auch als „Verkümmerte Straße“ zu bezeichnende Durchfahrt, in der das alles spielt, sie trägt immerhin einen interessanten und erinnerungswerten Namen: „KOMMUNIKATION“.
Das muss als Attraktion vollkommen ausreichen.
Dafür haben Cayman und der Kameramann genau hier, an diesem einzigartigen Ort eine Art „Bar“ aufgemacht! Im Hinterraum eines schon vor über zwanzig Jahren pleite gegangenen Fernsehgeschäfts, welches in seinen verdreckten Schaufenstern nach wie vor mit den neuesten Farbfernsehern und diesen neuartigen Videokassettenrekordern wirbt... Dort haben die beiden ihre kleine Kneipe eingerichtet.
Die Inneneinrichtung haben sie aus einer vor zwanzig Jahren pleite gegangenen Kneipe drei Straßen weiter, der Besitzer hatte sich schon vor zehn Jahren an seiner eigenen Unterbuxe erhängt. Seine Frau nahm es mit Humor wie es schien, zumindest nachdem sie die Bruchbude teuer an einen Spekulanten verscherbeln konnte. Dieser verkloppte den Bruchschuppen dann an die Stadtverwaltung, welche daraus ein Konferenzzentrum für Konferenzen machen wollte, aber erst viel zu spät bemerkte, dass sie alles Geld für die Bruchbude ausgegeben und nichts mehr zum Konferenzzentrum bauen hatten. Wenig später fand man dann auch noch heraus, dass man in einer 1000-Einwohner-Ortschaft eigentlich gar kein Konferenzzentrum für Konferenzen brauchte. Da war vielleicht was los, das kann man sich gar nicht vorstellen!
Nun haben Cayman und der Kameramann also die Kneipeneinrichtung in den Hinterraum des Fernsehgeschäfts geschleppt, viele hochwertige Flaschen mit hochwertigen und hochprozentigen Gesöffen aus aller Welt in das Barregal gestellt, ein Piano an der einen Wand geparkt und einen afroamerikanischen Jazzpianisten eingestellt, welcher unentwegt Zigarre raucht, lacht und immer eine Fliege trägt.
Während der Kameramann Nägel in die Wand schlägt, um an ihnen anschließend schwarzweißfotos von Darstellern aus 50er-Jahre-Independentfilmen aufzuhängen, weil dies der allerneuste Schrei sein soll, unter den Independentfilmliebhabern und Pianojazzhörern...
Hockt der afroamerikanische Jazzpianist an seinem Piano, raucht und findet das alles unfassbar lustig...
Auf einmal schlägt die Tür auf! Cayman kommt mit einer Einkaufstüte hereingeschneit! Er war gerade beim Edeka, der einzige Laden hier im Ort, der noch nicht pleite ist...
Voller Tatendrang spaziert er zum Tresen, lässt seine Einkaufstüte auf die Tresenplatte fallen und lächelt: „Freunde! Jetzt starten wir voll durch! Denn ich habe das letzte, noch fehlende Stück besorgt, damit dieser Laden hier ein Erfolg wird!“
Während Cayman in seiner Einkaufstüte herumwühlt, friemelt der Kameramann am Projektor herum, welcher bei regelmäßigen Independent-Filmnächten die Independent-Filmnachtfans bei Laune halten soll...
Dann holt Cayman eine große, lange Salami heraus und knallt diese auf die Tresenplatte: „Jawoll! Hier ist sie!“
Sofort springt der Jazzpianist auf, zeigt mit dem Finger darauf und ruft: „Aaaahh!!! BRAUNSCHWEIG!!!!“ Dann beginnt er wie von einem Clown gebissen auf dem Piano zu spielen, Cayman schneidet derweil die Salami in Scheiben....
….........
STOP!
Der Manager pausiert den Projektor...
Kurz blickt er auf das Standbild, mit dem salamischneidenden Cayman, dem freudestrahlenden Jazzpianisten und dem Nägel in die Wand hauenden Kameramann im Hintergrund...
Eine Weile starrt er auf diese Szene, schnalzt laut mit der Zunge...
Cayman und der Kameramann beugen sich vor und fragen O-Ton: „UND?!“
Der Manager nickt: „Meine Herren! Wir haben unseren Einspielfilm für das Independent-Filmfestival zum diesjährigen Thema „Mehr Salamis und weniger Kapitalismus für den Weltfrieden“ gefunden! Glückwunsch!“
Der Manager erhebt sich und schüttelt den beiden die Hände: „Ich werde dies sofort an die entsprechenden Stellen weitergeben! Sie beide haben noch eine große Zukunft im Independent-Filmgeschäft vor sich!“
Dann marschiert er aus dem Vorführzimmer...
Der Kameramann lehnt sich zu Cayman herüber und flüstert: „Na siehste... Ich habe dir doch gesagt, wenn wir die Salami einbauen, dann gewinnen wir sicher! In jeden guten Independent-Film gehört auch eine Salami!“
Cayman lächelt: „Immerhin dann, wenn man keine schwulen Cowboys zeigen möchte, die Pudding essen!“
Der Kameramann hebt den Zeigefinger: „So isses!“.
Cayman liest
Dieses Mal:
Max Goldt
„Aus dem in die Vergriffenheit entlassenen Büchern „Quitten“ & „Kugeln“
Satirische Kolumnen aus den frühen und den Mitte-90ern
„Hüpfkissenbefriedigung“
(Laut einem Leser von Max Goldts Büchern ein in Finnland gängiger Begriff, welcher sich wie folgt schreibt: „HYPPYTYYNYTYYDYTYS“)
Ja MUSS denn das sein?!
Merkwürdige Bücher, mit merkwürdigen Titeln, die von merkwürdigen Menschen unter merkwürigen Bedingungen geschrieben wurden, gibt es bekanntlich viele. Und bei manchen, da möchte man doch gar nicht wissen, wie genau und was genau der Verfasser getrieben hat, während ihrer Fertigstellung.
Max Gold! hingegen, der ist ehrlich... Er beschreibt SCHONUNGSLOS in einer, der in diesem Buch mit diesem merkwürdigen Titel geschriebenen Kolumnen, wie er nur in Unterbuxe, nein, mehr noch! Sogar NACKT einen Text geschrieben hat!
Ja man stelle sich das mal vor! Sitzt da so ein Schlingel einfach nackernd in seiner Schreibbude und schreibt einen splitternackten Text! Mit splitternackter Wahrheit werden dort, wenn auch nur in einer kurzen aber dafür um so nackigeren Passage, splitternackte Fakten auf den Tisch gelegt!
Ja, natürlich ist er damit nicht der Erste, auch schon andere Zeitgenossen haben nackernd oder wenn sie nicht ganz so existentiell sein wollten, immerhin die Buxe angelassen, wenn sie geschrieben haben... Aber nur echte Faktenkenner, Faktengeber, Existentialisten, ja die scheissen darauf und tun, was sie tun müssen! Punkt!
Natürlich kann man dies dem Textabschnitt nicht ansehen, also dass der Autor derweil seiner Entstehungszeit nackernd war, wie der liebe Gott ihn einst vom Fließband hat plumpsen lassen... ABER wenn man es dann weiß, ja dann erscheint einem dieser Textabschnitt gleich in einem ganz anderen, nackigem Licht!
Immerhin hat Herr Goldt sich danach gleich wieder angezogen! Er ist ja schließlich keiner dieser Schlingelschlawiner, welche sich im Anschluss dann nur einen Trenchcoat überstreifen und im Stadtpark alte Omas und arglose Salamikäufer erschrecken. Auch rennt er nicht anschließend, wie im Wahn, weil er sich so in rage geschrieben hat, dass ihm der Kuckuck am Kleinhirn eine Brutstätte ins Gedenke hackt, mit Schaum vorm Mund nach draußen, um dann dort den Postboten, Stromkästen oder parkende Autos anzuschreien.
Max Goldt ist ein selbsternannter „OFF-Broading-Autor“, der beispielsweise darüber schreibt, wie er einmal in den 1970ern in einem Zugwaggon sitzend, versucht hat, mit einem Taschenmesser einen Joghurt zu essen. Sie können sich, meine lieben Leserinnen und Leser und lesende Personen diffusen Geschlechtes, sicher vorstellen, welches Leid sich der Autor da angetan hat. Nicht nur für sein Nervenkostüm, sondern auch in seinem Ansehen in der Öffentlichkeit!
Man stelle sich nur mal vor, man sitzt da im Waggon mit einem Zeitgenossen, der bei dem Versuch, einen Joghurt mit einem Taschenmesser zu essen, hinterher hungriger ist, als davor. Hätten Sie da Mitleid? Würden Sie ihm einen Löffel geben, wenn Sie einen hätten? Oder würden Sie den Waggon wechseln und lieber in jenem sitzen, in dem immer diese unverschämten Jugendlichen mit ihre, Lärm, der angeblich Musik sein soll setzen?
Wofür sich andere zu Tode schämen würden, darüber schreibt Max Goldt schonungslos und ungeniert, denn er ist ein wahrhaftiger, ein vollkommen schmerzbefreiter Existentialist.
Und als Autor für die TITANIC, da bleibt einem auch gar nichts anderes übrig, als schmerzbefreit zu sein.
Man kann schließlich nicht immer und überall seine Salami herausholen, um für gute Stimmung zu sorgen.
Vor allem nicht jene, welche in Finnland unter dem bereits erwähnten Namen „Braunschweig“ bekannt ist und eben immer für lachende Gesichter unter Kennern und Jazzpianisten sorgt.
Selbstgekochte Marmelade mit Gekaufter gleichzustellen, ist ein sehr gefährlicher Standpunkt.
Dieser gefährliche Standpunkt wird im Buch nicht nur ausschweifend begründet, sondern auch anhand eines Schwarzweißfotos bildlich dargestellt. Wer dieses Bild einmal gesehen hat, ja der wird jedes mal ein beklemmendes Gefühl verspüren, wenn er mit vor allem gekaufter Marmelade in Kontakt kommt. Und erst recht, wenn der unverschämte Hersteller sich, wie viele es tun, erdreistet hat, Begriffe wie „Hausgemacht“ „Selbstgekocht“ oder den allseits beliebten Verkaufssatz „Wie von Oma...“ auf die Banderole zu drucken.
Mögen sie alle vom sagenumwobenen Felsbrocken des gefährlichen Standpunktes standrechtlich erschlagen werden... Diese... Diese „Marmeladenleugner“!
Aber auch andere Produkte kommen unter die nimmermüde Analystenlupe von Herrn Goldt zur Untersuchung. So zum Beispiel der Multivitaminsaft, ein Produkt, welches auch ICH, der Verfasser dieser Kritik nicht einmal ansatzweise wertschätze. Aus den, wie ich nun feststellen musste, beinahe selben Gründen, wie auch Herr Goldt sie bedient.
Welche das sind, wollen Sie nun bestimmt gerne wissen, oder?
Tja, selbige Antworten werden Sie, lieber Leser wenn schon, denn schon aus dem Buch erlesen müssen, wir sind hier schließlich nicht in einem Ein-Euro-Laden während des Sommerschlussverkaufes im Insolvenzverkauf, wo man einfach mal etwas mitnehmen oder mitgeben kann, getreu dem Motto: „Das fällt in den Bilanzen eh keiner Sau mehr auf!“.
Ebenfalls sehr lesenswert ist Herrn Goldts Abhandlung über die Quitte, die unterschätzte und nicht selten gar nicht beachtete Frucht, welche einige Dummköpfe auch schon mal mit viel zu klein geratenen Kürbissen vergleichen wollen. Über welche Herr Goldt im Übrigen ebenfalls eine durchaus interessante, ebenfalls abhandelnde Abhandlung abhandelt und vom Kürbis auch gleich auf den Amerikaner an sich kommt.
Dass bei so viel Abhandellei auch schon mal der ein oder andere Leser oder die ein oder andere Leserin nicht immer vollkommen meinungskonform ist, liegt auf der Müllkippe der sachlichen Natur. So bekommt Herr Goldt also auch schon mal per Post von den Leuten Kopfschütteln zugeschickt.
Zu seiner eigenen, seelischen Befreiung begibt sich Herr Goldt regelmäßig in das sogenannte „Schwörer-Centrum“, um dort zu schwören, dass er die „Lutschmobil-Passage“ aus diesem Buch wird streichen lassen. (Sich dann aber doch jeden mal denkt, dass diese Passage aber eigentlich ganz lustig ist und sie deshalb bis zum heutigen Tag, immer noch dort zu lesen ist).
Max Goldt, als Sammler seltsamer Dinge, (wie beispielsweise einer Postkarte oder Ansichtskarte, auf der ein Mädchen zu sehen ist, welches am Rand eines Innenstadt-Springbrunnens sitzt und seinen Arm in einer aufgerollten Landkarte stecken hat,) bunkert solche Fundstücke aber nicht nur, er lässt sie auch ins Buch drucken, damit eben jeder etwas davon hat. Unter diesen abgedruckten Bildern befinden sich aber auch noch weitere, sehenswerte und vollkommen zu Recht vergessene Fotografien. Wie beispielsweise jene, auf der der ungehaltene Sexualkundelehrer Paul Rindfleisch seine Schülerin Anna Schande unterrichtet. Ebenfalls nicht sonderlich sehenswert, aber dafür umso informativer sind die beiden Abbildungen über „Doofes Essen“ und „Doofe Kleidung“, ein Foto einer guten, deutschen Hausfrau mit guter, deutscher Frisur oder auch die Fotografie vom „Ort des Schreckens“.
Auch lesenswert, vielleicht sogar ansatzweise informativ: Das Erfolgsgeheimnis von Marlene Dietrich.
„HINGEHEN, MACHEN, WIEDER WEGGEHEN!“
Einfacher kann man ein Erfolgsgeheimnis nicht zusammenfassen, finden Sie nicht auch?
Das Geheimnis des Plastikstuhls und Erdbeeren in Schwarzweiß.
Als Journalist, wenn auch für die Titanic arbeitend, ist Max Goldt dennoch der Wahrheit und auch der Wahrheitsfindung und ihrer Verbreitung verpflichtet und kommt dieser also gewissenhaft nach. So erfahren wir als Leser beispielsweise ENDLICH, wie genau diese ungeniert-lustlos designeten Plastikstühle mit bürgerlichem Namen heißen, welche sich bekanntermaßen auf jeder dritten, manchmal sogar jeder zweiten Terrasse breit machen.
Und an dieser Stelle wollen wir dem uninformierten Volk also mal einen kleinen Leckerlibrocken hinwerfen:
„AURORA MONO BLOCKSESSEL“
Ja, das optische Gartengestühl-Grauen, es hat einen Namen und das ist er!
Damit werden wir nun alle fortan leben müssen, klingt passenderweise oder unpassenderweise fast ein bisschen, wie die stinklangweilige, mauerblümchenhafte Schwester vom Corona-Virus, ist aber ein nicht weniger langweiliges, durchstandartisiertes Gartengestühl. Wobei es vollkommen Geschmacksverpeilte gibt, die diese Dinger sogar IN DER WOHNUNG oder IM HAUS aufstellen und benutzen.
Man stelle sich das nur mal vor!
In seiner journalistischen Weitsicht hat Herr Goldt auch einfach mal das heute allgemeingültige „AfD-Bürgertum“, also den geistesverpeilten, dauerhaft wütenden und aller Realitäten krampfhaft ungläubigen „Wutbürger“ vorhergesehen. Hellseherische Fähigkeiten muss man eben haben! Oder eine gut polierte Kristallkugel in der Vitrine seiner Wohnzimmer-Schrankwand, die heute kaum noch einer bei sich in der Bude stehen haben will.
Auf Seite 153 und das MUSS hier erwähnt werden, da finden wir ein schreckliches Foto von „Wunderschönen Porzellanfiguren“, die an sich aber, entgegen des Werbeversprechens so dermaßen hässlich und einfach nur scheisse aussehen, dass sich einem erst die Fußnägel, dann die dazugehörigen Zehen und anschließend die Füße nachfolgend wie eine Landkarte, einfach aufrollen. Sollte dies der Fall sein, bitte Ausschau halten, nach jungen Mädchen, welche ihren Arm in den aufgerollten Körperteil stecken wollen können wollten... Und nein, nicht aufgrund sexueller Natur!.
Nur so als kleiner Verbraucherhinweiß.
Letztendlich, da wollen wir diese triefend-einfältige Kritik, welche ja bisher ausschließlich voller Lob war, mit einer Frage von Herrn Goldt und einer Antwort auf eine Frage... Ähhh... Beantworten!
FRAGE: Warum gibt es keine Schwarz-Weiß-Fotos von Erdbeeren oder besser gesagt, wann haben Sie das letzte mal eine solche Aufnahme einer oder mehrerer Erdbeeren zuletzt gesehen?
Das kann Max Gold glaube ich auch nicht beantworten und ich ebenfalls nicht.
Aber wir haben eine andere, sehr interessante Frage als Ersatz:
FRAGE: Wie Entstand eigentlich Österreich?
ANTWORT: Der erste, also der ALLERERSTE Österreicher der Geschichte Österreichs war inoffiziell Robin Hood. Dieser hatte eine Tochter, welcher er eines Tages eine Zwiebel auf den Kopf legte. Dann war plötzlich Österreich vorhanden.
Letzter Akt, in dem keine Salami mehr drin vorkommt...
Immer noch im Vorführzimmer sitzend, überlegt Cayman angestrengt über kommende Filmprojekte nach...
Nach einer Weile meint er: „Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm.........“
Der Kameramann fragt: „Watt iss?“
Cayman fragt: „War wäre... Wenn wir einen Film machen würden, über zwei schwule Cowboys, welche durch den wilden Westen ziehen, Klavier spielen, insgeheim bisexuell sind und anstelle von Pudding, Salamibrote oder gleich ausschließlich Salami essen! Geklaute Salami aus Finnland! Die ersten „BRAUNSCHWEIGER“ der Geschichte! Weshalb man sie verfolgt! Und am Lagerfeuer, vor dem Zelt sitzen sie dann und philosophieren über den Sinn des Lebens!“
Der Kameramann schüttel mit dem Kopf: „Ja, aber wo ist dann der Schwarze, der Jazz spielt? Der muss doch in jedem halbwegs guten Independent-Film vorkommen! Weil sonst isses kein Independent-Film mehr! Denn ohne einen Schwarzen, der Jazzpiano spielt, gehörst du nun mal nicht zum Genre!“
Cayman hebt den Zeigefinger: „Also, wie wäre es, wenn die beiden schwulen Cowboys von einem schwarzen Jazzpianisten verfolgt werden, weil sie IHM die Salamis geklaut haben? Und wir erzählen dann aus den verschiedenen Sichtweisen! Mal aus jener der Cowboys und mal aus der des beklauten Pianisten! Dann können wir auch problemlos haufenweise Pianojazz-Nummern und Braunschweiger einbauen und sind mehr independent, als alle anderen Idependenttenden...!“
Der Kameramann kratzt sich am Kopf und denkt laut nach: „Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm....!“
Dann sagt er: „Können wir so machen!“
Beide schütteln sich die Hände...
Dann blicken sie hinter sich und Cayman sagt: „Clifford! Dann spiel uns zur Feier des Tages noch mal die Braunschweiger-Nummer!“
Clifford, der farbige Jazzpianist, welcher im hinteren Teil des Vorführzimmers auf seinen Einsatz wartet lächelt und meint: „Aaaahhh!!! Aber nur, wenn wir dann auch die Salami anschneiden!“
Aus seiner Aktentasche neben sich holt er eine große Salami heraus, knallt sie auf den Tisch hinter sich und rammt ein langes Fleischermesser hinein...
Cayman und der Kameramann springen auf und sagen: „AAAHHH!!! EINE BRAUNSCHWEIGER!“.
Dann beginnt Clifford begeistert auf seinem Jazzpiano zu spielen, während Cayman und der Kameramann feierlich die Salami in Scheiben schneiden...
Während der Kameramann eine dicke Scheibe der Braunschweiger genießt, merkt Cayman an: „Aber wir sind uns doch alle der Tatsache bewusst, dass das alles hier nur der verrückte Traum eines heterosexuellen Cowboys aus Texas ist, der zu schwer zu Abend gegessen hat und jetzt diesen ganzen Unfug hier im Schlaf produziert! Oder?“
Clifford und der Kameramann nicken, der Kameramann sagt: „Man soll die Feste aber dennoch feiern, wie sie kommen! Also ab geht die Lutzi!“
Clifford merkt außerdem noch an: „Und bis sein Wecker klingelt, sind es noch ein paar Stunden! Also genießen wir es, solange es noch geht! Weil was ist das Leben im Grund genommen mehr, als ein Traum? Und sein Ende das ewige Erwachen im Nichts?!“
Cayman und der Kameramann stimmen zu...
Dann jazzen sie und scheiden sie Salamischeiben, bis dass das Weckerklingeln sie auf ewig auslöscht.
----------------------------------
FIN
-----------------------------------
Als der Abspann läuft, zieht Cayman eine unzufriedene Grimasse: „Und in diesem behämmerten Scheissfilm haben wir beide freiwillig mitgespielt?!“
Der Kameramann guckt Cayman und zuckt mit den Schultern: „Naja...! Zweihundert Euro sind zweihundert Euro! Mehr Gage, als in einem dieser Fielmann-Werbepots auf der Straße mitzumachen! Und hinterher muss man sich für den Rest seines Lebens dafür schämen, den Namen ändern und den Wohnort wechseln!“