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Milliarden fĂŒr den MĂŒll
Am letzten Sonntag hatten wir bereits ĂŒber ein 11,5 Milliarden Euro teures "Problem" bei der Bundeswehr berichtet, konnten aber keine Referenzen zu der Nachricht liefern. Das sei hiermit nachgeholt. Der grĂŒne Verteidigungsexperte Niklas Wagener, der an einem Test des neuen Digitalfunksystems der Bundeswehr teilgenommen hatte, sagte laut Golem.de dem Redaktionsnetzwerk Deutschland der Madsack Mediengruppe: "Von einem einsatzbereiten Digitalfunk sind wir weiterhin weit entfernt. Ăbertragungszeiten fĂŒr Chatnachrichten von 59 Minuten und fĂŒr Stellungsskizzen von bis zu 25 Minuten sind inakzeptabel."
Unsere Vermutung von Sonntag, dass die Funkverbindung wohl ĂŒber den Mars Rover gelaufen sein mĂŒsse, nehmen wir hiermit zurĂŒck.
Eine weitere Erkenntnis des Tests auf dem Ăbungsplatz Munster war, dass mehr als 20 Funkteilnehmer nicht stabil zusammengeschaltet werden konnten. Dazu können wir nur raten die Bundeswehr statt von jetzt 180.000 Mann/Frau/Mensch auf 260.000 aufzustocken, sie lieber auf die funktionierende ZahlenstĂ€rke von 20 zu reduzieren. Die frei werdenden Liegenschaften wĂŒrden sogar den angespannten Wohnungsmarkt entlasten.
Was sollte das teure Projekt bringen?
FĂŒr die geplanten 11,5 Milliarden Euro sollte mit dem Projekt "Digitalisierung Landbasierter Operationen" (D-LBO) ein digitales FĂŒhrungs- und Informationssystem fĂŒr die LandstreitkrĂ€fte angeschafft werden. Ăber die Milliarden freuen sich Rheinmetall Electronics, der Softwareentwickler Blackned, Airbus, Rohde & Schwarz und KNDS (Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Defence Systems). In mehr als 200 verschiedene Fahrzeugtypen sollen abhörsichere, abstrahlgeschĂŒtzte und kryptografiefĂ€hige FunkgerĂ€te eingebaut werden. Na ja, und in nicht wenigen Fahrzeugtypen sind die Einstiegsluken kleiner als die neuen "FunkgerĂ€te", so dass die auf- und wieder zugeschweiĂt werden mĂŒssen, um den Einbau zu vollziehen. Ob sie fĂŒr ein eventuelles Update - um schneller und mit mehr Teilnehmern funken zu können - wieder ausgebaut werden mĂŒssen, wird sich herausstellen.
Ăber die zu erwartenden Mehrkosten ist noch nichts bekannt. Der nĂ€chste Test soll im Mai 2026 stattfinden.
Mehr dazu bei https://www.golem.de/news/digitale-funkgeraete-der-bundeswehr-uebertragung-einer-chatnachricht-dauert-59-minuten-2511-202595.html
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