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Eigenversorgung Strom Waerme, Firmen produzieren selber.
Eigenversorgung mit Strom und Waerme. Firmen Metro, Oetker und Daimler realisieren bereits.
Eigenversorgung, Firmen produzieren Strom und Waerme lieber selber.
Durch Eigenversorgung decken immer mehr Firmen Ihren Eigenbedarf an Strom und Waerme. Seit der Energiewende bauen immer mehr deutsche Unternehmen eigene Kraftwerke. Das ist lukrativ, denn sie sparen Ăkoabgaben, Steuern und Netzentgelte. Normale Verbraucher könnte das allerdings teuer zu stehen kommen.
Grosse Unternehmen und Konzerne machen es bereits vor wie es geht. Einfach auf eine Eigenversorgung setzen. FĂŒr private Immobilienbesitzer die Möglichkeit der sich anbahnenden Kostenerhöhung zu entziehen, dennoch sollte jeder Investor auch die Auswirkungen seines Handelns bedenken. âNormaleâ Anlagen mit einer geförderten EinspeisevergĂŒtung werden wohl bald als gesellschaftlich bedenklich beachtet werden. Zudem sind diese, auch bei fallenden Strompreisen lange nicht so lukrativ wie vergleichbare Inselsysteme oder KapazitĂ€tsabhĂ€ngige Eigenversorgung mit Strom und WĂ€rme. Mittlerweile wird bereits darĂŒber nachgedacht auch kleinere Anlagen zeitweise aus dem Netz zu nehmen. Und dieses zur besten Ertragszeit, was technisch mit jeder modernen Anlage möglich ist ohne das der Betreiber dieses merkt. Es sinkt ânurâ sein Ertrag und seine Rendite.
WERBUNG zur Eigenversorgung Strom Waerme:
Unsere KapazitĂ€tsabhĂ€ngige Eigenversorgung mit Strom und WĂ€rme versorgt Sie ĂŒberwiegend ĂŒber den ganzen Tag. Dieses System kann zwar optional KapazitĂ€tspitzen ins öffentliche Netz einspeisen, zur aktuellen EinspeisevergĂŒtung, diese ist aber weder gesellschaftlich weiterhin vertretbar noch lukrativ. Das Risiko einer radikalen gesetzlichen KĂŒrzung der EinspeisevergĂŒtung, auf Grund politischer Entscheidungen durch gesellschaftlichen Druck, wird nach meiner EinschĂ€tzung steigen. Es ist nicht notwendig ins Netz einzuspeisen, da das System vor allem auf eine 100% Eigenversorgung hin konstruiert wurde. Vermieter haben die Möglichkeit in Zukunft Ihre Immobilien zukunftsgerecht auszustatten und somit einen Mehrwert zu erzielen oder Leerstand zu verhindern. Mehr Infos auf unserer Webseite unter âSelbstversorgung, unsere Lösungâ.
 ARTIKEL des Handelsblattes:
TREND ZUR EIGENVERSORGUNGÂ 26.08.2013, 14:45 Uhr
DĂŒsseldorf: FĂŒr die Metro war es eine Premiere: Deutschlands gröĂter Handelskonzern nahm Anfang Juli seine ersten beiden eigenen Blockheizkraftwerke in Betrieb. Sie produzieren WĂ€rme und Strom fĂŒr die Metro-GroĂmĂ€rkte in DĂŒsseldorf und Berlin-Marienfelde. Ziel des Unternehmens sei es, âdie UnabhĂ€ngigkeit von der Energiepreisentwicklung zu erhöhenâ, sagt eine Metro-Sprecherin. Denn mit der Eigenproduktion kann Metro alle Kosten, die mit dem Bezug von Strom und WĂ€rme verbunden sind, vermeiden â etwa die Ăkostrom-Umlage oder die Netzentgelte.
Mit dem Schritt steht die Metro nicht allein. Der Autobauer Daimler hat in den vergangenen Jahren gleich an mehreren Standorten eigene Blockheizkraftwerke gebaut. âMit dem Ausbau der Eigenversorgung möchten wir auch die Versorgungssicherheit des Werkes erhöhenâ, heiĂt es in Stuttgart. Auch die zum Familienimperium Oetker gehörende Brauereien-Gruppe Radeberger setzt auf die Mini-Kraftwerke, um die Betriebskosten zu senken. Und mit ihnen viele andere Unternehmen. Allein seit 2009 gingen nach einer Ăbersicht des Energiefachverbandes der deutschen Industrie (VIK) dezentrale Blockheizkraftwerke mit mindestens 1300 Megawatt Leistung in Betrieb.
Nach EinschĂ€tzung des Energieexperten des Rheinisch-WestfĂ€lischen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (RWI), Manuel Frondel, hat der Trend âmassive AusmaĂeâ angenommen: âJeder, der kann, versucht dem System zu entkommen und baut eigene Kraftwerke.â Die Unternehmen könnten so enorme Summen sparen, âweil fĂŒr den selbstproduzierten Strom weder Stromsteuer, noch EEG-Umlage oder Netzumlage gezahlt werden mussâ.
Und Energie ist in Deutschland im Vergleich zu anderen EU-LĂ€ndern teuer. Nach Angaben des europĂ€ischen Statistikamtes Eurostat hatte Deutschland im zweiten Halbjahr 2012 hinter Zypern die zweithöchsten Energiepreise. Und deutsche Unternehmen klagen immer wieder ĂŒber die entstanden Wettbewerbsnachteile.
Der Chef der Deutschen Energie-Agentur Dena, Stephan Kohler, betont, groĂe Stromverbraucher wie Bayer oder BASF hĂ€tten schon lange eigenen Strom produziert, doch jetzt begĂ€nnen auch immer mehr mittelstĂ€ndische Unternehmen damit. Gerade wenn die Unternehmen nicht von der EEG-Umlage befreit seien, sei dies fĂŒr sie ein guter Weg den steigenden Strompreisen ein Schnippchen zu schlagen. âEs gibt einen sehr starken Trend zur Eigenversorgungâ, sagt Kohler.
Was fĂŒr die Unternehmen lukrativ ist, hat allerdings fĂŒr normale Stromverbraucher einen Haken. âDie Verbraucher, die noch die volle EEG-Umlage bezahlen, werden immer weniger, damit steigt die Umlage fĂŒr diese Gruppeâ, beschreibt Kohler das Problem. Im Klartext: Das Geld, das die Unternehmen etwa bei EEG-Umlage sparen, mĂŒssen die anderen Verbraucher zusĂ€tzlich zahlen.
Deshalb geht der RWI-Energieexperte Frondel davon aus, dass der Staat bald eingreifen muss. âDie Politik kann nicht mehr lange zusehen, sonst steigen die Belastungen fĂŒr die ĂŒbrigen Verbraucher noch mehr.â Der Beitrag der neuen Firmenkraftwerke zur Versorgungssicherheit ist nach seiner EinschĂ€tzung ohnehin eher gering. Frondel: âDie Kraftwerke sind einfach zu klein. Damit allein kann man die Probleme nicht lösen, wenn in absehbarer Zeit groĂe KapazitĂ€ten â Atomkraftwerke und unrentable Gaskraftwerke â vom Markt gehen.â