Domoda, Erdnuss Guerilla!
Am vergangenen Freitag setzten wir unsere kulinarische Reise durch Afrika fort. Diesmal haben wir ein Gericht gekocht, das sowohl in Gambia als auch im Senegal weit verbreitet it. Es heißt Domoda und wird dort zu besonderen Anlässen gekocht, wie mir Mustafa, der Chefkoch des Tages, erzählte.
Bei der Zubereitung fiel neben dem (inzwischen schon gewohnten) Geschnippelten vom Gemüse auch die Zubereitung des Couscous an. Das funktioniert nämlich mit einer ganz bestimmten Rührtechnik, die jeder von uns mal ausprobieren musste.
Die ist gar nicht so einfach wie sie aussieht und auch ziemlich anstrengend! Zum Glück waren am Freitag genug Hilfsköche da, so dass wir uns ab und zu abwechseln konnten.
Die gambische Musik, die im zu Radio hören war, steuerte zur Motivation bei.
Das Domoda, das langsam vor sich hin köchelte, war im Vergleich zum Couscous sogar recht einfach zuzubereiten.
Die Zutaten für 4 Personen:
Salz und schwarzer Pfeffer
Zu Beginn brät man das Hühnerfleisch in einem großen Kochtopf und wartet ab, bis dieses gar ist. Dann fischt man es heraus und legt das Fleisch auf einen separaten Teller. Danach folgen die in mittelgroße Stücke geschnittenen Karotten und Kartoffeln in den Topf.
Etwa 5 Minuten braten lassen und dann mit 500 ml Wasser aufgießen. Dies 10 Minuten köcheln lassen und hin und wieder umrühren.
Dann die Erdnussbutter und die gehackten Zwiebeln mitsamt Tomatenmark hinzugeben und verrühren.
Wenn der Eintopf zu köcheln anfängt, die Hähnchenteile wieder in den Eintopf geben. Danach folgen die Gemüsebrühe und die Gewürze.
In Gambia wird das Gericht gerne ein wenig scharf gegessen, also darf’s ruhig ein bisschen mehr Paprika sein. Danach 30 Minuten köcheln lassen.
Während der Eintopf noch vor sich hin köchelt, wird der Couscous fleißig weiter gerührt.
Wir selber bauten draußen auf dem Bürgersteig wieder unsere lange Tafel auf.
Schon kurze Zeit später saßen wir alle vor Lu’s Lanchonette am gedeckten Tisch.
Ein großes Hallo war es, als das Essen nach der langen Zubereitungszeit endlich fertig war! Als dann alle schon am Schlemmen waren erzählte Xirsi , dass er am Tag zuvor Geburtstag hatte und so stimmten wir natürlich gleich ein Ständchen an. Erst, ganz klassisch, Happy Birthday. Dann ein deutsches, ein spanisches und ein polnisches Geburtstagslied, von denen der Ein oder Andere einen Ohrwurm mit nach Hause genommen hatte.
Mustafa erzählte mir dann, dass die Erdnussbutter, die im Domoda in großen Teilen enthalten ist, eine blutdrucksenkende Wirkung hat. Das ist für uns alle eine tolle Nachricht, denn somit ist die Domoda nicht nur total lecker, sondern auch noch gesund!