Die roten Kringel helfen, außer bei Tiki-Taka oder Tiqui-taca, da weiß es auch der Computer nicht besser
Der Sohn, 7. Klasse, soll Übungen zur Rechtschreibung als Hausaufgabe machen. Er soll einige Diktate des Schreibwettbewerbs “Hamburg schreibt” schreiben. Das funktioniert so, dass er auf einer Webseite ein von der Lehrerin vorgegebenes Übungsdiktat auswählt; der Computer spielt dann eine von einem Menschen langsam eingesprochene Version des Texts ab, und der Sohn tippt den Text Wort für Wort in ein vorgegebenes Textfeld auf der Webseite ein. Am Ende klickt er auf “Einreichen”, dann werden in dem von ihm geschriebenen Text die schwierigen Worte farblich unterlegt; die von ihm falsch geschriebenen Worte in Rot, die richtig geschriebenen Worte in Grün.
Die Texte sind nicht einfach. Der Sohn findet aber recht schnell heraus, dass Chrome eine automatische Echtzeit-Rechtschreibprüfung hat und er sich die bereits während des Schreibens rot unterkringelten Wörter noch mal genauer ansehen sollte. Die rot unterkringelten Wörter verbessert er vor dem Einreichen des Textes so lange, bis sie nicht mehr rot unterkringelt sind. Das hilft für den größten Teil des Texts, außer für den Fußball-Ausdruck “Tiki-Taka”.
Es gibt nach dem Einreichen Erklärungen zur Schreibweise, es wird aber bei den falsch geschriebenen Worten nicht die richtige Schreibweise angezeigt. Wir finden auch nach mehrmaligem Herumprobieren nicht heraus, wie nach Ansicht der Wettbewerbsveranstalter “Tiki-Taka” geschrieben werden soll. Beide laut Wikipedia und Duden richtigen Schreibweisen (“Tiki-Taka” und “Tiqui-taca”) werden als falsch markiert.