Was kann die Stadt beeinflussen? - Teil 4
Auf Rückfrage in den Sozialen Medien, warum denn Urlaubsgäste von Starnberg enttäuscht sind, wurden die nachfolgenden Aspekte aufgeführt, die ich mal zum Anlass nehme, zu bewerten, wer denn da am ehesten für eine Verbesserung aktiv werden könnte.
Und der Kirchplatz, tja, ungemütlich und zu wenig grün
Der Kirchplatz ist ein “heißes Eisen” und ich versuche das mal mit einem Vergleich.
Stellen wir uns mal vor, jemand würde sich wünschen, dass die Augenfarbe auf dem Gemälde der Mona Lisa anders sein sollte. “Das geht doch nicht! Das Bild ist doch ein Kunstwerk und darf nicht verändert werden.” werden sich jetzt sicher viele denken.
Und sehr ähnlich verhält es sich, wenn das Aussehen von Bauwerken über einen Architektenwettbewerb mit einem Gewinner realisiert wird. Das Landratsamt mit seinem nachträglich erstellen Anbau ist dafür ein gutes Beispiel. Ohne das “Go” des damaligen Gewinners durfte der Anbau beim Landratsamt nicht gebaut werden.
Auch der Kirchplatz ist im Rahmen eines Architektenwettbewerbs geplant und dann gebaut worden. Für den Architekten, der damals den Wettbewerb gewonnen hat, ist der Kirchplatz ein Kunstwerk, was man nicht so einfach verändern darf - eben wie das Gemälde der Mona Lisa.
Gerade beim Kirchplatz wie wohl auch beim Dach der Brunnenangerhalle kommt gerade in Bezug auf die “Ex”-Brunnen noch das nicht selten auftretende Problem dazu, dass sich Architekten wirklich schöne und schicke Sachen ausdenken, die sich aber dann in der Praxis so nicht realisieren lassen und am Ende dann “unvollständige” Bauwerke oder “neue Ruinen” übrig bleiben - die man aber nicht so einfach entfernen darf, Achtung, da sie ja Bestandteil des Gesamtkunstwerks sind.
Mein letzter Kenntnisstand ist, dass die Stadt sehr wohl schon seit längeren versucht, Veränderungsmöglichkeiten auszuloten, um unseren Kirchplatz ein bisschen grüner und gemütlicher werden zu lassen.