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(Defekt)
23. Juni 2026
+++++++++++++++++ Laptop
Fürs Studium musste ich gestern mit Laptop, Ipad, Ladestecker und Papierblöcken an die Uni. Meine übliche Tasche ist für alles zu klein. Laptop passt gerade so in die normalen Taschen, aber mit den anderen Sachen nicht mehr. Also habe ich noch eine Stofftasche dazu genommen, Flasche, Snacks und Laptop mit einem mulmigen Gefühl drin verstaut.
In die Uni gegangen, Seminarpräsentation vorgestellt, heim mit dem Bus gefahren, ich war mit den Taschen gut beladen und war vorsichtig, damit der Laptop keinen Druck von außen bekommt.
Heute wollte ich meine Seminar-Präsentation meinem Mann zeigen, nehme den Laptop aus der Schutzhülle raus, drücke auf den On-Knopf. Das Passwort Fenster erscheint und das Passwort Feld füllt sich selbständig und dauerhaft von alleine auf.
Auf OK drücken funktioniert nicht, kein Kommando lässt sich eingeben, ich wittere ein größeres Problem und schalte den Laptop hart aus.
Ich fahre den Laptop nochmal hoch, gleiches Schema: das Passwortfeld füllt sich selbständig und dauerhaft von selbst und ich kann mit dem Laptop nichts machen.
Und bin etwas hilflos.
Ich zeige das Problem meinem Mann, der normalerweise schnell eine Lösung findet. Er macht die gleiche Erfahrung wie ich. Wir schaffen es gerade so, mit dem Passwort Auge herauszufinden, dass durchgehend nur “+” Zeichen eingegeben werden.
Wir suchen im Netz nach Erfahrungsberichten auf reddit und youtube “Lenovo Laptop Tastatur Taste eingeklemmt”, wir schauen uns diverse DoItYourself Videos an, der Mann holt einen flachen Schraubenzieher aus dem Keller und etwas mehr Werkzeug (Küchenmesser!).
“+” Tastaturtaste wird vorsichtig mit Luftanhalten herausgenommen. Computer hochfahren, testen: ++++++++++++++++++++++++++++++, keine Veränderung. Währenddessen sitze ich im anderen Raum und beschreibe das Problem am anderen Computer für ChatGPT und frage nach potenzielle Lösungen. Interne Tastatur abklemmen, sodass man herausfindet, ob das Problem mechanisch ist, schlägt es vor. Gut, wird gemacht. Mann entfernt sehr aufwendig die Bodenabdeckung des Laptops und schneidet sich dabei in den Finger, sucht aufwändig mit YouTube Anleitung, wo der Stecker für die Tastatur in der Laptop Platine eingebaut ist.
Er findet den Stecker, steckt ihn aus, bootet: Das Passwortfeld füllt sich wieder mit +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Das Problem ist weiterhin da. Ich habe morgen Mittwoch die nächste Präsentation vorzustellen, er sagt: “Du brauchst eine andere Lösung für morgen, ich glaube es ist mehr kaputt”. Ich gehe den gestrigen Tag nochmal im Kopf durch, wann der Laptop vielleicht im Bus oder beim Heimkommen Druck abbekommen hat und ärgere mich, weil ich das so schon im Gefühl hatte, dass das nicht gut war mit der Transportiererei.
Ich setze mich wieder im anderen Zimmer an den Computer und beschreibe den Zwischenstand, der nicht so rosig aussieht, für ChatGPT.
Ich lese seine Anweisungen und ich habe einen leisen und leicht beschämenden Verdacht. Ich gehe wieder ins Wohnzimmer, wo mein Lernschreibtisch steht, und wo sich auch mein Mann und der ausgeschlachtete Laptop befinden.
Ich hebe meinen Lernordner auf, der auf meiner externen Bluetooth-Tastatur liegt.
Wir testen:
Kein +++++++++++++++++++++++++++++ mehr.
Der Ordner hat ungünstig auf der Tastatur gelegen und dauerhaft +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ über Bluetooth eingegeben.
Ich kann meine morgige Präsentation wohl doch mit meinem Laptop halten. Nach zwei Stunden Arbeit dauert es nur etwas, bis mein Mann alle Organe und Schrauben an den richtigen Stellen im Laptop wieder eingebaut hat: Danke Mann, danke ChatGPT ………………………………………………………………………. sorry!
(Nathalie Passig)
🔴 Es war ein Regionalzug aufgrund eines technischen Defekts auf freier Strecke zum Stillstand gekommen und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen.
desperately trying to figure out if this character has a THEM FATALE patch solely for the quirky wordplay aesthetic or if there's layers to their seduction of the main character

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an unnecessary callout to my touch-averse selfcest loving self 😔🤚
Ein Schlagloch - zwei Patschen
18. März 2026
Die Handysituation ist unübersichtlich
Das Betthandy von Aleks, das ich vor zwei Jahren mal repariert habe, lässt sich jetzt nur noch schwer laden. Sorglos bestelle ich bei Ebay das Ladebuchsen-Ersatzteil, und wenige Tage später ist es da.
Beim Ansetzen des Küchenmessers irritiert mich, wie unzerkratzt und unverklebt das Gehäuse aussieht, obwohl ich es doch schon mal geöffnet habe. Vorsichtshalber sehe ich noch mal nach, was das Handy für eines ist: ein Motorola Moto G7 Power, genau wie es in meinem Techniktagebuchbeitrag über die Reparatur steht. Vielleicht habe ich es damals professioneller geöffnet und zugeklebt, als ich dachte?
Aber nach dem Öffnen ist klar, dass dieses Handy noch nie geöffnet worden ist, schon gar nicht von mir. Es sind noch die Originalklebestreifen drin, statt eine Sauerei mit Turnschuhkleber. Außerdem passt das Ersatzteil nicht, obwohl auf der Verpackung "For MT G7 Power" steht und das Handy selbst sagt, dass es ein Motorola Moto G7 Power ist.
Gleichzeitig erinnert sich Aleks langsam und gestützt durch Bestellbestätigungsmails und Chatlogs, dass er das gleiche Handy zweimal gekauft hat. Einmal um 2020 herum und einmal 2024, ein paar Monate nach meiner Reparatur. Irgendwas war an der Reparatur wohl nicht so nachhaltig, und ich war nicht da, um noch mal nachzusehen, was es war.
Ich recherchiere und finde heraus, dass es viele verschiedene Handys gibt, die alle "Motorola Moto G7 Power" heißen. Man muss auf eine Nummer achten, die in diesem Fall "XT1955-5" lautet. Das Ersatzteil ist aber für ein anderes G7 Power mit einer anderen Nummer.
Macht nichts, das Ersatzteil war ganz billig, kaufe ich es halt noch mal, diesmal richtig.
Das geht aber nicht, denn XT1955-5 ist, wie sich jetzt herausstellt, die US-Version des Handys, für die es in Großbritannien keine Ersatzteile gibt. Vielleicht hat sich dieses Handy deshalb draußen von Anfang an geweigert, Empfang zu haben? Weil es für irgendwelche US-Frequenzen gebaut ist, obwohl Aleks es beim britischen Amazon gekauft hat?
Nach etwas Wühlen taucht das Original-G7, also G7-1, in einer Küchenschublade auf und ist eindeutig das schon mal von mir geöffnete (zerkratzt und klebstoffverschmiert). Es geht nicht an, wobei sich nicht mehr feststellen lässt, ob das schon so war, bevor Aleks es in die Küchenschublade gelegt hat, oder jetzt erst so ist, wegen tiefentladenem Akku.
Natürlich sind die beiden Handys mit demselben Namen innendrin so unterschiedlich, dass sich aus ihnen kein funktionierendes zusammenbauen lässt. Alle Plastikteile haben leicht andere Formen und sind inkompatibel.
"Und wenn du dir vielleicht doch mal ein einziges, vernünftiges Handy kaufst statt drei verschiedenen Billighandys?", schlage ich vor, "zum Beispiel das gute, leicht reparierbare Fairphone?" Aber Aleks will nicht, weil das auch so viel kostet wie drei Billighandys von Motorola, und weil er sich dann immer fürchten müsste, es zu verlieren oder so. So habe ich ja selbst auch argumentiert, bevor ich das Fairphone hatte, es ist noch nicht mal lange her, im Januar 2021.
Am 18. März bestelle ich bei Aliexpress für 4 Pfund diesmal das richtige Ladebuchsen-Ersatzteil aus China. Sonst gibt es das Ersatzteil nirgends zu kaufen, nur bei Amazon aus den USA, und das kostet für dieses winzige Teil sehr viel Porto. Aus China kostet es gar kein Porto.
Am 27. März kommt es an, ich baue es ein und jetzt kann man das Betthandy wieder laden. Kritischere Betrachtung der Auskünfte von Claude ergibt, dass die Amerikanischkeit dieses Handymodells es eigentlich nicht daran hindern dürfte, auch in Großbritannien Empfang zu haben.
Im April kaufe ich eine SIM-Karte zum Testen im Dorfsupermarkt. Jetzt stellt sich heraus, dass die SIM-Schublade des Betthandys fehlt. Aleks weiß von nichts. Die SIM-Schublade des europäischen G7 Power passt natürlich nicht in das amerikanische G7 Power. Ich bestelle bei Aliexpress eine neue, passende SIM-Schublade. Am Tag, als sie ankommt, finde ich in Aleks' Draußenherumlauf-Handy, einem völlig anderen Motorola-Modell, die vermisste Schublade des amerikanischen G7 Power. Da passt sie nämlich. Aber trotz viel Herumprobiererei mit verschiedenen SIMs und Schubladen, und obwohl ich das ganze Handy noch mal aufschraube und an allen Verbindungen wackle, behauptet es weiterhin, keine SIM-Karte zu haben. Es wird also ein Betthandy bleiben. Aber jetzt wenigstens eines, das man wieder laden kann.
(Kathrin Passig)