24.12.
Es ist schon wahrhaft seltsam, den Weihnachtstag fernab der Heimat bei 30° in der Sonne zu verbringen, ohne jetzt Beschwerde üben zu wollen…Man wacht früh auf mit Blick auf den Vulkan, unten im Hafen wie immer geschäftiges Treiben, kaum ein Unterschied zu merken, und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Wir sind früh mit dem Mopped zum Bukit Kasih gefahren, einer Gebetsstätte für alle indonesischen Religionen, die 50km südlich von Manado in den Bergen liegt. An und für sich ein schöner Ort, die Idee ist gut, wirbt für die Verständigung zwischen den Menschen und ist Sinnbild der Lebensweise in Nordsulawesi. Da aber sehr sehr sehr viele Souvenirverkäufer und Männer mit Eulen, die sich gern gegen Entgeld fotografieren lassen wollen sowie recht offensive “Spendensammler” unterwegs sind und es aus allen Erdlöchern qualmt, heißes Wasser gelaufen kommt und es überall nach Schwefel riecht, gesellen sich hier also neben Protestantismus, Katolizismus, Hinduismus, Buddhismus und Moslems auch noch Kapitalismus und, mit ein wenig Fantasie, Satanismus hinzu. Trotzdem ansehenswert, vor allem, wenn man den Weg findet, was gar nicht so leicht ist. Abends stand Religionskunde zum Weihnachtsfest auf dem Programm , Besuch der katholischen Kathedrale. Gottesdienst auf indonesisch lässt Raum für Fantasie, vermutlich ging es um die selbe Story wie in deutschen Kirchen. Gott heißt auf indonesisch übrigens Allah. Befremdlich war, dass der Zugang zur Kathedrale mit Polizei gesichert war, ein Metalldetektor aufgebaut war und Feuerwehr bereit stand. Ich gestehe das mal dem Umstand zu, dass es sich um eine sehr wichtige Kirche im indonesischen Katholizismus handelt, trotzdem insbesondere nach Bukit Kasih sehr strange. Euch allen schöne und friedliche Weihnachten! 🌲🎄🌸🌴☀️
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bukit_Kasih




















