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FRIEREN FANART !!!!!

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Das Geheimnis jedes Abschieds und jeder Ankunft,/ Das schmerzlich UnbestĂ€ndige, Unbegreifliche/ Dieses unmöglichen Universums/ Mit jeder Meeresstunde spĂŒrbarer auf der Haut!
Fernando Pessoa: âĂlvaro de Campos - Poesie und Prosaâ, S. 51
Basti today at the Tegernsee in Munich đž

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Ankunft
Wie gleiĂendes Licht
durch alte Bahnhofsscheiben
durchdringt deine Liebe
meine Seele,
die in der Halle
auf dich wartete.
âŠich warte auf dich im Sonnenlicht und vertreibâ mir die Zeit mit HoffnungâŠ
I made it!
Nun sitze ich hier in Los Angeles in meinem Queensize-Bed nach der ersten Nacht in der neuen Wahlheimat auf Zeit und möchte euch ĂŒber die Reise und das Ankommen berichten.
Ich habe mich fĂŒr einen Direktflug mit der Lufthansa entschieden. Direktflug, weil ich schon so meine Erfahrungen mit AnschlussflĂŒgen in den USA gemacht habe, die dann mitunter âwegâ sind, wenn man zu lange an der âboarder protectionâ anstehen muss und Lufthansa, weil ich mit deren Service echt zufrieden bin. Am Dienstag Mittag ging es dann also los. Meine Eltern haben mich zum Flughafen nach Frankfurt gefahren. Die Aufregung hielt sich da noch in Grenzen. FĂŒhlte sich alles komplett âunrealâ an. Der Abschied von meinem Hund war wie erwartet hart und daran habe ich immer noch zu knabbern (werde ich wahrscheinlich wĂ€hrend meiner kompletten Abwesenheit haben. Auch wenn ich weiĂ, dass er bei meinen Eltern bestens aufgehoben ist).Â
Am Flughafen lief dann alles relativ reibungslos ab. Da ich mich schon online eingecheckt hatte, musste ich nur noch die Koffer abgeben. Die eigenen Eltern zu umarmen und zu sagen: âWir sehen uns dann im nĂ€chsten Jahr!â fĂŒhlte sich zugegebener MaĂen auch etwas seltsam an und der Weg zum Sicherheitscheck war dann mit einem gewissen KloĂ im Hals verbunden. Obwohl es ursprĂŒnglich in der Email der Lufthansa hieĂ, man solle bei FlĂŒgen in die USA mehr Zeit fĂŒr intensive Sicherheitskontrollen einplanen, ging das alles recht fix. Bin mittlerweile aber geschult, hatte weder einen GĂŒrtel an (dann lieber ein âMaurerdekolletĂ©â als Ărger bei der Kontrolle), noch schwere Schuhe, FuĂkettchen oder sonstiges. Jahrelanges Ausgesiebtwerden und Sonderkontrollen fĂŒhren dann doch auch irgendwann einmal zu einem Lerneffekt.Â
Am Gate kam Dustin, ein Freund aus Frankfurt, der bei Fraport arbeitet, vorbei und verkĂŒrzte mir die Wartezeit (und lenkte mich vor allem ab, dafĂŒr nochmals Tausend Dank. Und auch fĂŒr das Buch!!!). Check-in fand etwas verspĂ€tet statt. Was soll ich sagen? Habe mal wieder einen â6er im Lottoâ erwischt. Eine Reihe vor meiner eine Familie mit Kleinkind.. Der Vater, der direkt im Sitz vor mir saĂ, hat mir seine RĂŒckenlehne schon wĂ€hrend des Steigflugs an die Knie geknallt. Vielen Dank auch! Kleinkind war, wie zu erwarten war, sehr quengelig und hat bisweilen die gesamte Kabine wach gehalten (meine - nicht ganz ernst gemeinte - Empfehlung fĂŒr alle, die einen Kinderwunsch haben - zu diesen Menschen zĂ€hle ich mich ĂŒbrigens nicht dazu - : fliegt doch bitte vorher einen Langstreckenflug mit Kleinkind in der Kabine. Ich finde, damit sollte man sich schon einmal auseinandersetzen.. *lol*). Hinter mir saĂ ein italienischer HalbwĂŒchsiger, der mir - Abwechslung muss sein - seine Knie IN den RĂŒcken gerammt hat und jedes Mal, wenn er aufstand, den Vordersitz als Halte- und AbstĂŒtzelement verwendete und mir damit das GefĂŒhl eines ausgewachsenen Schleudertraumas vermittelte. Ach ja, Mitmenschen sind manchmal schon echt etwas Schönes! Â
Der Flug verlief relativ ruhig. Ăber Island ist das Flugzeug einmal ziemlich stark abgesackt aufgrund eines Sturmes. Das kam relativ unerwartet und hat auch zu einigen erschrockenen Schreien und Ausrufen der Passagiere gefĂŒhrt. Sogar die Kabinencrew musste den Service dann einstellen und sich anschnallen. War zum GlĂŒck aber nach etwa einer halben Stunde durchgestanden. Ansonsten gibt es nichts weiter Aufregendes zu berichten. Zwölf Stunden können sich gaaaaaaanz schööööön iiiiin dieeee LÀÀÀÀÀÀnge zieeeeeehen. Ach, das vielleicht noch: Das vegane Sonderessen war richtig annehmbar und konnte sich fĂŒr ein Flugzeugessen echt sehen lassen (im wahrsten Wortsinn).Â
Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit sind wir dann ziemlich verstrahlt in LAX angekommen. An der Grenzkontrolle hieĂ es anstehen. Da ich nicht mit einem ESTA reise, konnte ich die Einreise leider nicht an einem Automaten abschlieĂen, was deutlich schneller gegangen wĂ€re. Wie erwartet wurde das Jahresvisum dann auch sehr sorgfĂ€ltig und eingehend geprĂŒft, der Grenzbeamte war aber -auch das wie erwartet-  sehr freundlich. Scherze und dumme SprĂŒche sollte man sich halt verkneifen. Auch das ist kein groĂes Geheimnis, oder? Er erzĂ€hlte mir, dass er einmal einen Winter in Bayern verbracht hĂ€tte und ich mich glĂŒcklich schĂ€tzen könnte, wĂ€hrend des Winters in Kalifornien zu sein.. Well.. Das Argument lasse ich definitiv gelten.
Mit dem Flughafenshuttle ging es dann zu meinem AirBnB, das ich vorab schon gebucht habe fĂŒr die Anfangszeit. Ich âwohneâ hier zum zweiten Mal, hatte mich bereits wĂ€hrend meines letzten L.A.-Aufenthaltes hier eingemietet, kenne also Gastfamilie und Gegend (Highland Park). Die Fahrt im Minibus wurde zur Tortour (welcome to L.A. traffic). Da einige FahrtgĂ€ste mit an Board waren, ging es erst nach Venice (<3), dann nach Hollywood, dann nach DTLA und schlieĂlich nach knapp zwei Stunden Fahrt nach Highland Park (die Dimensionen von der Stadt der Engel habe ich ja bereits bei vorherigen Besuchen kennengelernt. Ebenso wie die Staus). In der Baltimore Street angekommen wurde ich sehr herzlich empfangen. Die mexikanische Familie ist echt Zucker!Â
Ich habe dann nur schnell die Koffer ins Zimmer âgeschmissenâ und bin los gezogen zum York Boulevard. Wie gesagt, die Gegend ist mir bekannt, was natĂŒrlich vorteilhaft ist, wenn man ĂŒbermĂŒdet und hungrig in einer fremden Stadt ankommt. Habe mich in bewĂ€hrter Manier an einer veganen Pizza satt gegessen und bin dann zurĂŒck in meinem GĂ€stehaus in die Federn gefallen.
Die erste Nacht habe ich relativ gut hinter mich gebracht. Bin ein paar Mal aufgewacht (alle zwei Stunden etwa), aber erfahrungsgemÀà gibt sich das relativ schnell mit dem Jetlag.Â
Ab heute geht es jetzt auf Wohnungs-/Zimmersuche. DrĂŒckt mir die Daumen! Ich halte euch auf dem Laufenden!
So long