In dem italienischen Horrorklassiker “Inferno“ von Dario Argento gibt es diese berühmte Szene in der eine Frau in eine unter Wasser stehende Wohnung taucht. Alle Möbel sind noch da und irgendjemand hat die Reste eines Rituals nicht richtig aufgeräumt. Ich habe jahrelang nicht an den Film gedacht, diese Szene aber nie vergessen.
Sie diente jetzt als Ausgangsinspiration für ein fünfseitiges Comic zum Thema „Versteckte Orte“ für ein tschechisch-deutsches Comicsymposium. Die Wasserleiche habe ich weggelassen. Stattdessen wird die verlassene Wohnung nun von Fischen bewohnt, die es sich gut eingerichtet haben. Als ich die ganzen Kaffeetassen in die verlassene Unterwasserwohnung zeichnete, fiel mir eine Filmidee ein von der Alfred Hitchcock mal erzählte: Eine in Seenot geratene Mannschaft eines kleinen Bootes, rettet sich auf einen vorbeifahrenden Dampfer. Dieser stellt sich jedoch als vollkommen verlassen heraus. Allerdings hat es den Anschein, als hätte sich die Besatzung von einem Moment auf den anderen in Luft aufgelöst. Sogar die dampfenden Kaffeetassen stehen noch auf dem Tisch. Er hat den Film dann nie gedreht, weil er befürchtete der starken Ausgangssituation kein gerecht werdendes Ende entgegen setzen zu können.Meine Geschichte ist - bei aller Inspiration - eine freundliche Geschichte. Deswegen habe ich dieses Problem nicht.